Frequenzeinbruch

05/09/2012 - 01:36 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
X-No-Archive: Yes

begin Thread


Moin!

Und auch heute wieder wie nach jeder vollen Stunde um Mitternacht der
völlig grund- und anlaßlose Frequenzsprung:
<http://img41.imageshack.us/img41/42...12.png> (s.
auch "Rasterdiagramm der Frequenzabweichungen" in
<http://www.netzfrequenzmessung.de/a...es.htm>).

Das ist der typische "Zappelstrom" unserer Stromversorger - hat mit
erneuerbaren Energien natürlich genau nichts zu tun.

Wann werden die wohl mal eine intelligente Leistungsregelung und
-verteilung hinbekommen, die berücksichtigt, daß man eine
Bedarfsànderung in Athen nicht mit einer Leistungsanpassung der
Kraftwerke in Spanien ausregeln kann?

Es stehen in Europa drei GW primàre Regelleistung völlig sinn- und
nutzlos herum: diese kleinen kurzzeitigen Schwankungen könnte jeder
Verteilungsnetzbetreiber völlig problemlos lokal glattbügeln, indem er
mit regional benachbarten Kraftwerken durch Steuerung der Erregung die
Blindleistungseinspeisung anpaßt und damit dann die Leistungsaufnahme
der Verbraucher durch Änderung der Netzspannung beeinflußt.

Bevor die das nicht gebacken kriegen, sollen sie schon mal gar nicht
über variable EEG-Einspeisungen aufregen. (Nein, die Spannungsqualitàt
würden leichte Netzspannungsschwankungen _nicht_ unzulàssig negativ
beeinflussen. Und moderne Lampen ohne vorsintflutliche Heizglühfàden
mit sekundàrem Leuchteffekt haben auch kein Flickerprobleme.)


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

Lesen sie die antworten

#1 Werner Krämer
05/09/2012 - 03:44 | Warnen spam
Moin

Am Wed, 05 Sep 2012 01:36:40 +0200 hat Ralf . K u s m i e r z geschrieben:

Und auch heute wieder wie nach jeder vollen Stunde um Mitternacht der
völlig grund- und anlaßlose Frequenzsprung:
Das ist der typische "Zappelstrom" unserer Stromversorger - hat mit
erneuerbaren Energien natürlich genau nichts zu tun.



Nö, mit den erneuerbaren Energien hat das auch nicht viel zu tun, aber mit
dem Einspeiseplànen der vielen Stromerzeuger. Freier Markt und so, ist doch
eigentlich auch so gewollt.

Wenn die von 00:00 bis 01:00 1 GW an irgendeinen Stromhàndler in Europa
verkauft haben, speisen die in diesem Zeitraum irgendwo in Europa ein GW
ein. Punkt 01:00 Uhr ist dann Feierabend, sollen die anderen doch sehen,
wie die Leistungsbilanz wieder hergestellt wird. Warum sollten die auch
Geld zum Fenster herausschmeißen?

Das weißt du ja selbst, aber nachdem du in einem anderen Thread den
Bilanzausgleich über die Größe Frequenz als technisch veraltet angezweifelt
hast, willst du uns nun wieder einmal deine überragende Intelligenz
beweisen.

Ja, du bist viel besser und schlauer als alle anderen Techniker auf der
Welt, die als Regelgröße die Frequenz bevorzugen, aus was für dümmlichen
Gründen auch immer!

Wann werden die wohl mal eine intelligente Leistungsregelung und
-verteilung hinbekommen, die berücksichtigt, daß man eine
Bedarfsànderung in Athen nicht mit einer Leistungsanpassung der
Kraftwerke in Spanien ausregeln kann?

Es stehen in Europa drei GW primàre Regelleistung völlig sinn- und
nutzlos herum: diese kleinen kurzzeitigen Schwankungen könnte jeder
Verteilungsnetzbetreiber völlig problemlos lokal glattbügeln, indem er
mit regional benachbarten Kraftwerken durch Steuerung der Erregung die
Blindleistungseinspeisung anpaßt und damit dann die Leistungsaufnahme
der Verbraucher durch Änderung der Netzspannung beeinflußt.



Seit wann kümmern sich denn die Verteilnetzbetreiber um die
Blindleistungsbereitstellung?

Selbst wenn die Übertragungsnetzbetreiber über die Blindleistung die
Spannung absenken würden, wie lange soll denn das funktionieren? Nach
spàtestens einer Minute haben die Regeltransformatoren der
Verteilnetzbetreiber die Spannung auf der Mittelspannungsebene wieder auf
den Sollwert gebracht und die abgenommene Leistung ist wieder die gleiche
wie vorher. Je größer die Sollwertabweichung, desto schneller geht das.

Außerdem ist der Einfluss der Spannung auf die Leistung làngst nicht mehr
so hoch, wie noch vor zwanzig Jahren, den Schaltnetzteilen sei's gedankt.

Bevor die das nicht gebacken kriegen, sollen sie schon mal gar nicht
über variable EEG-Einspeisungen aufregen. (Nein, die Spannungsqualitàt
würden leichte Netzspannungsschwankungen _nicht_ unzulàssig negativ
beeinflussen. Und moderne Lampen ohne vorsintflutliche Heizglühfàden
mit sekundàrem Leuchteffekt haben auch kein Flickerprobleme.)



Dann frag mal bei einem EVU nach, wieviel Anschreiben die tàglich bekommen,
weil irgendeine USV leichte Netzspannungsschwankungen registriert, die aber
allesamt noch innerhalb der Grenzen der EN 50160 liegen.

Aber ich weiß, Elfenbeinturm!

Werner

Ähnliche fragen