Frequenzschema bei LTE...

22/06/2012 - 12:43 von Ralph A. Schmid, dk5ras | Report spam
Moin,

ich habe mir dieser Tage mal LTE-Signale der Telekom auf 800 und 1800
MHz im Wasserfall angesehen,

http://dk5ras.dyndns.org/tmp/LTE/LTE800.png und
http://dk5ras.dyndns.org/tmp/LTE/LTE1800.png

Das 800MHz-Bild zeigt einen Zellübergang wàhrend einer Bahnfahrt, das
1800MHz-Bild ist stationàr aufgenommen und zeigt eine dominierende
sehr stark einfallende Zelle sowie eine relativ schwach aufzunehmende
Zelle.

Sieht für mich aus, als würde eine Zelle jeden dritten OFDM-Tràger
verwenden, und in den Lücken werden "verzahnt" die Nachbarzellen
untergebracht. Somit arbeitet das System mit drei virtuellen
"Funkkanàlen".

Sehe ich das so richtig? Ich gehe davon aus, diese Unterteilung ist
nahezu beliebig konfigurierbar, und man hat das halt mal so gewàhlt,
weil man davon ausgeht, es reicht aus?! Wenn man dann auch noch von
300 Mbps pro 20 MHz ausgeht (15bps/Hz), dann paßt das zu den
beworbenen und erreichbaren 100 Mbps auf 1800 MHz bzw. 50 Mbps auf 800
MHz.

Mal sehen, was in dichter versorgten Stadtgebieten das Spektrum so
zeigt, da werde ich in den nàchsten Wochen noch ein wenig forschen.
Irgendwie erfàhrt man zu kaum einer Funktechnik so wenig an lesbar
aufgearbeiteten Informationen bezüglich der Luftschnittstelle wie zu
LTE.


-ras


Ralph A. Schmid

http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
 

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#1 Andeas Wenzel
22/06/2012 - 21:59 | Warnen spam
On 22.06.2012 12:43, Ralph A. Schmid, dk5ras wrote:
Moin,

ich habe mir dieser Tage mal LTE-Signale der Telekom auf 800 und 1800
MHz im Wasserfall angesehen,

http://dk5ras.dyndns.org/tmp/LTE/LTE800.png und
http://dk5ras.dyndns.org/tmp/LTE/LTE1800.png [...]



Das sieht merkwürdig aus. Die kleinste Einheit in der der eNB Resourcen
zuweisen kann ist ein Resourceblock, und der geht in der Regel über
180KHz (12 Untertràger zu 15KHz) und dauert 500µs. Insofern frage ich
mich wo die Rippel im Abstand von etwa 50KHz herkommen.

Sieht für mich aus, als würde eine Zelle jeden dritten OFDM-Tràger
verwenden, und in den Lücken werden "verzahnt" die Nachbarzellen
untergebracht. Somit arbeitet das System mit drei virtuellen
"Funkkanàlen". [...]



So ein verzahnter Betrieb wàre vielleicht möglich, aber nicht mit
einzelnen Subcarriern sondern immer nur um ganze 180KHz versetzt.

Viele Grüße,
Andreas

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