Fritzcard mit Gentoo Linux 2.6.32

19/04/2010 - 10:06 von Matthias Hanft | Report spam
Hallo,

àhnliche Fragen kamen letzten Herbst hier schon mal auf; die betreffenden
Threads versandeten dann aber immer mehr oder weniger mit der Fest-
stellung "ISDN unter Linux ging ja noch nie so richtig gut", aber
ohne eine richtige Lösung...

Also jedenfalls: Ich wollte meinen Linux-Kernel von 2.6.30 auf 2.6.32
updaten (Gentoo, ist in anderen Linuxen aber vermutlich genauso).
Habe mit der Fritzcard Anrufbeantworter und Fax- und SMS-Server laufen
(meist Capisuite, gelegentlich Hylafax, yaps für SMS). Bisher hats
bei einem Update genügt, die Datei "fcpci.ko" von /lib/modules/kernel-
<alteversion>/net nach /lib/modules/kernel-<neueversion>/net umzu-
kopieren. lsmod zeigt derzeit (im alten Kernel 2.6.30)

Module Size Used by
capi 13504 10
capifs 3788 2 capi
fcpci 556128 3
kernelcapi 34452 2 capi,fcpci

Jetzt gibts bei 2.6.32 eine neue Kernelconfig CONFIG_MISDN_AVMFRITZ.
Es ist aber egal, ob man die auf N oder Y setzt - capiinfo sagt nach
dem Booten mit 2.6.32 immer "capi not installed" (die lsmod-Ausgabe
habe ich leider nicht aufgeschrieben). Jedenfalls erhàlt man bei
einem manuellen "modprobe fcpci" die Fehlermeldung "Error inserting
fcpci: Invalid module format". Sind 2.6.30-Module nicht mehr mit
2.6.32 kompatibel?! (Oder muß man fcpci neu compilieren, wenn der
neue Kernel làuft, wie bei den VirtualBox-Modulen? Mußte man bisher
aber auch nie.) Oder braucht man fcpci gar nicht mehr, wenn das jetzt
im Kernel ist? Aber capiinit/capiinfo funktioniert ja auch dann nicht,
wenn fcpci gar nicht geladen ist.

Leider kann ich nicht allzuviel herumprobieren (also z.B. 27mal neu
booten und dabei immer neue Konfigurationen ausprobieren), weil das
eigentlich ein 24/7-Server ist, bei dem die Nutzer schon bei kurzer
Downtime àrgerlich werden. Eine neue Config sollte also eine von
Null deutlich verschiedene Wahrscheinlichkeit besitzen, nach dem
Reboot zu funktionieren :-)

Inzwischen habe ich noch in /usr/portage/net-dialup/fcpci-0.1-r1.ebuild
reingeschaut, und da steht drin
SRC_URI="http://opensuse.foehr-it.de/rpms/10_3/src/${P}-0.src.rpm"
Vielleicht genügt es ja, das durch
SRC_URI="http://opensuse.foehr-it.de/rpms/11_2/src/${P}-0.src.rpm"
zu ersetzen und das ganze neu zu compilieren ("emerge fcpci")?

(Allerdings muß ich dazu noch den dann nötigen "ignore checksums"-Flag
rausfinden, wenn ich von Hand in den Packagefiles rumpfusche.)

Wobei ja ein Fritztreiber direkt per Kernel-Option eigentlich eine
nettere Sache wàre. Aber *wie's* letztendlich funktioniert, ist ja
eigentlich egal, Hauptsache es geht *irgendwie* :-)

Hat jemand Tipps für mich?

Danke & Gruß Matthias.
 

Lesen sie die antworten

#1 Oliver Föhr
19/04/2010 - 16:43 | Warnen spam
Am 19.04.2010 10:06, schrieb Matthias Hanft:
Hallo,

àhnliche Fragen kamen letzten Herbst hier schon mal auf; die betreffenden
Threads versandeten dann aber immer mehr oder weniger mit der Fest-
stellung "ISDN unter Linux ging ja noch nie so richtig gut", aber
ohne eine richtige Lösung...

Also jedenfalls: Ich wollte meinen Linux-Kernel von 2.6.30 auf 2.6.32
updaten (Gentoo, ist in anderen Linuxen aber vermutlich genauso).
Habe mit der Fritzcard Anrufbeantworter und Fax- und SMS-Server laufen
(meist Capisuite, gelegentlich Hylafax, yaps für SMS). Bisher hats
bei einem Update genügt, die Datei "fcpci.ko" von /lib/modules/kernel-
<alteversion>/net nach /lib/modules/kernel-<neueversion>/net umzu-
kopieren. lsmod zeigt derzeit (im alten Kernel 2.6.30)

Module Size Used by
capi 13504 10
capifs 3788 2 capi
fcpci 556128 3
kernelcapi 34452 2 capi,fcpci

Jetzt gibts bei 2.6.32 eine neue Kernelconfig CONFIG_MISDN_AVMFRITZ.
Es ist aber egal, ob man die auf N oder Y setzt - capiinfo sagt nach
dem Booten mit 2.6.32 immer "capi not installed" (die lsmod-Ausgabe
habe ich leider nicht aufgeschrieben). Jedenfalls erhàlt man bei
einem manuellen "modprobe fcpci" die Fehlermeldung "Error inserting
fcpci: Invalid module format". Sind 2.6.30-Module nicht mehr mit
2.6.32 kompatibel?! (Oder muß man fcpci neu compilieren, wenn der
neue Kernel làuft, wie bei den VirtualBox-Modulen? Mußte man bisher
aber auch nie.) Oder braucht man fcpci gar nicht mehr, wenn das jetzt
im Kernel ist? Aber capiinit/capiinfo funktioniert ja auch dann nicht,
wenn fcpci gar nicht geladen ist.

Leider kann ich nicht allzuviel herumprobieren (also z.B. 27mal neu
booten und dabei immer neue Konfigurationen ausprobieren), weil das
eigentlich ein 24/7-Server ist, bei dem die Nutzer schon bei kurzer
Downtime àrgerlich werden. Eine neue Config sollte also eine von
Null deutlich verschiedene Wahrscheinlichkeit besitzen, nach dem
Reboot zu funktionieren :-)

Inzwischen habe ich noch in /usr/portage/net-dialup/fcpci-0.1-r1.ebuild
reingeschaut, und da steht drin
SRC_URI="http://opensuse.foehr-it.de/rpms/10_3/src/${P}-0.src.rpm"
Vielleicht genügt es ja, das durch
SRC_URI="http://opensuse.foehr-it.de/rpms/11_2/src/${P}-0.src.rpm"



http://opensuse.foehr-it.de/rpms/11...-0.src.rpm

Pack mal das aus und compilier mal mit allen enthaltenen Patches und poste hier
mal die Fehlermeldung beim make Befehl. Das fcpci.ko Modul zu kopieren klappt
nicht immer.
Ich habe bisher noch keine Module für den neuen Kernel bei mir übersetzt, denn
die SuSE 11.3 kommt erst spàter.

olly


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