FS für Backupplatte

22/02/2011 - 16:54 von Peter Mairhofer | Report spam
Hallo,

Wo es gerade einige Diskussionen zu Dateisystemen gibt: Was nimmt man am
besten für eine Backupplatte?

Eine Backupplatte ist nicht im Dauerbetrieb, bei mir wird sie tàglich
1-2 Stunden zur Sicherung verwendet. Die Kapazitàt soll maximal sein und
die Performance natürlich auch - wegen der vielen Kopiervorgànge.

Eine neue 2TB Platte mit ext3 formatiert hat lediglich (lt. df -h) 1.8T,
mit XFS sind es 1.9T. Wenn ich es nur mehr mit den 1k-Blöcken vergleiche
und mich nicht vertuhe sind es "nur" mehr 30GB die ich verschenke.

Ist vielleicht XFS hier besser geeignet?

Nàchster Posten: Ist ext3 wirklich sinnvoll oder ist es nicht besser bei
ext2 zu bleiben? Die Backupplatte selbst hàngt an einer USV und sollte
es wirklich zu einem Stromausfall kommen kann man bei einer 2TB
Backupplatte m.E. mit einem e2fsck rechnen.

Ansonsten hab ich noch:
Filesystem features: has_journal ext_attr dir_index filetype
needs_recovery sparse_super large_file
Filesystem flags: signed_directory_hash

"has_journal" hab ich bez. ext2/ext3 ja bereits in Frage gestellt,
ext_attr und large_file wird benötigt (da es ACLs/xattr und Dateien >2GB
gibt). Aber macht der Rest Sinn?

Mein mke2fs in Debian lenny kann auch extent, der lenny Kernel es aber
offenbar nicht mounten. Gehe ich richtig davon aus, dass das im
Endeffekt ext4 entspricht?

LG
Peter
 

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#1 Ralf Döblitz
22/02/2011 - 21:45 | Warnen spam
Peter Mairhofer schrieb:
Hallo,

Wo es gerade einige Diskussionen zu Dateisystemen gibt: Was nimmt man am
besten für eine Backupplatte?



Das kommt darauf an. Was für Dasten sollen gesichert werden udn wie
willst du das machen?

Eine Backupplatte ist nicht im Dauerbetrieb, bei mir wird sie tàglich
1-2 Stunden zur Sicherung verwendet. Die Kapazitàt soll maximal sein und
die Performance natürlich auch - wegen der vielen Kopiervorgànge.

Eine neue 2TB Platte mit ext3 formatiert hat lediglich (lt. df -h) 1.8T,
mit XFS sind es 1.9T. Wenn ich es nur mehr mit den 1k-Blöcken vergleiche
und mich nicht vertuhe sind es "nur" mehr 30GB die ich verschenke.

Ist vielleicht XFS hier besser geeignet?



Primàr solltest du erst einmal genau definieren, was und wie du sichern
willst. Wenn du z.B. nur ein paar große Tars draufwerfen wilst, dann
sollte eine Anpassung der inode-Zahl und der der Blockgröße schon
spürbare Änderungen bringen. Bei Konzepten wie sie dirvish oder
rsnapshot haben (Hardlink-Farmen) geht es dagegen eher in die
Gegenrichtung, man braucht viele Inodes (für die ganzen Directories) und
die Blockgröße sollte von den Nutzdaten abhàngen (Newsartikel und EMails
vs. Videos), da man ja statistisch pro File im Mittel einen halben
Block vergeudet. Das kann sich bei einem Newsspool oder einem Mailstore
durchaus zu unangenehm großen Werten aufsummieren. Hàßlich wird es, wenn
du auf dem gleichen Backupmedium Daten unterschiedlicher Arten sichern
willst, da mußt du dann schon recht sauber rechnen.

Nàchster Posten: Ist ext3 wirklich sinnvoll



Ja.

oder ist es nicht besser bei ext2 zu bleiben?



Was soll das bringen?

Die Backupplatte selbst hàngt an einer USV und sollte es wirklich zu
einem Stromausfall kommen kann man bei einer 2TB Backupplatte m.E. mit
einem e2fsck rechnen.



Captain Wurstfinger ist immer noch das größte Risiko. Und wenn du Ärger
mit dem Hauptsystem hast, dann macht ein fsck einer 2TB-Platte nicht
gerdae Spaß, da will man meistens *jetzt* an das Backup ran - und
gleichzeitig sicher sein, daß die Daten dort noch in Ordnung sind.

Ansonsten hab ich noch:
Filesystem features: has_journal ext_attr dir_index filetype
needs_recovery sparse_super large_file
Filesystem flags: signed_directory_hash

"has_journal" hab ich bez. ext2/ext3 ja bereits in Frage gestellt,
ext_attr und large_file wird benötigt (da es ACLs/xattr und Dateien >2GB
gibt). Aber macht der Rest Sinn?



Unnötig viele Superblocks braucht man gerade bei riesigen platten
wirklich nicht, und große Directories machen ohne dir_index auch nicht
wirklich Spaß. Ansomnste: warum willst du die Feattures denn *nicht*
haben, was versprichst du dir davon?

Mein mke2fs in Debian lenny kann auch extent, der lenny Kernel es aber
offenbar nicht mounten. Gehe ich richtig davon aus, dass das im
Endeffekt ext4 entspricht?



RTFM ... das ist ein Binary für verschiedene FS, welche Optionen wofür
taugen bzw. unterstützt werden, steht in der Manpage recht gut drin.

Ralf
Wenn man wie ich die 25 bereits erreicht hat, dann hat man doch bis auf
Elterngewesensein, ein erfuelltes Leben und ein Leben schon alles gehabt
;)
  – Urs [Ayahuasca] Traenkner in dasr

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