Funktioniert Linux eigentlich immer?

30/09/2014 - 19:17 von Ulrich G. Kliegis | Report spam
Moin,
schon wieder so ne typische Ulli-Frage (hallo Holger! :) )

Also, ich hatte im Sommer ein wirklich betagtes Enmic - NAX8+ (o.à.)
reaktiviert als Basis für eine Lincnc (Linux-CNC,früher EMC2 genannt).
Lief alles super gut, gestern abend sollte die Kiste dann an ihren
vorlàufig endgültigen Platz. Nach dem Umsetzen funktionierte nichts
mehr, aber wirklich nichts (was zeigt: Auch Linux funktioniert nicht
immer...) - Nicht mal Booten, nicht mal Setup.

Reingeguckt - mit einem Blick war alles klar: Der Hàlfte der Elkos
ging der Hut hoch.

Kurz geflucht, dann festgestellt, daß in meinem Recycling-Lager noch
ein ASUS A8V deluxe lag und auf Arbeit wartete. Das Enmic landete in
der E-Schrott-Kiste, Asus rein, der Plan war, erstmal vorsichtig mit
Knoppix zu starten.

Beim ersten Start zeigte sich nur eine der beiden IDE-Platten und
eines der beiden DVD-Laufwerke. Im Setup also erstmal Datum gesetzt
und so, neu gestartet, den Augenblick für die Delete-Taste verpaßt,
weil gerade Telefon... - und dann staunte ich, daß das noch vom
Enmic-Noard vorhandene, dem Lincnc zugrundeliegende Ubuntu 10.4
hochfuhr, als ob nichts sei. Einloggen, Netzwerkverbindung, Zugriff
auf alle Laufwerke - im System-Update wurde noch ein neuerer
NVIDIA-Treiber vorgeschlagen (die alte Video-Karte hatte ich auch mit
umgezogen).

Nun ist ja das Motherboard wirklich verschieden von dem alten, die
alte CPU war ein Athlon AXDA2000DKT3C, die "neue" ein Athlon 64 X2 mit
3000 MHz. Die gesamte Hardware ist aber zumindest anders als die
alte...

Làuft die neue CPU nun bei der übernommenen Installation nur auf einem
Pott, sozusagen, oder ist Linux so superschlau, alles der Umgebung
anzupassen? Wenn nicht, muß ich nochmal neu installieren, oder kann
ich das mit irgendeinem globalen get-update o.à. auf Stand bringen,
wenn es überhaupt nötig ist?

Vielen Dank schon mal an die Bescheidwisser fürs Bescheidsagen!

Gruß,
U.
 

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#1 Stefan Weimar
30/09/2014 - 23:27 | Warnen spam
Hallo,

Ulrich G. Kliegis schrieb:

schon wieder so ne typische Ulli-Frage (hallo Holger! :) )



Ich bin zwar nich Holger, aber ich versuche mich trotzdem mal an einer
Antwort. ;-)

Nun ist ja das Motherboard wirklich verschieden von dem alten, die
alte CPU war ein Athlon AXDA2000DKT3C, die "neue" ein Athlon 64 X2 mit
3000 MHz. Die gesamte Hardware ist aber zumindest anders als die
alte...

Làuft die neue CPU nun bei der übernommenen Installation nur auf einem
Pott, sozusagen, oder ist Linux so superschlau, alles der Umgebung
anzupassen? Wenn nicht, muß ich nochmal neu installieren, oder kann
ich das mit irgendeinem globalen get-update o.à. auf Stand bringen,
wenn es überhaupt nötig ist?



Der Kernel sucht bei jedem Boot nach vorhandener Hardware. Du kannst
davon ausgehen, daß er den zweiten Kern findet, sobald dieser vorhanden
ist.

Ich habe schon mehrfach Systeme aktualisiert, indem ich die Festplatte
in eine schnellere Umgebung verfrachtet habe oder alles simpel
herüberkopiert. Klar, spezielle Treiber (wie nvidia in Deinem Beispiel)
müssen nachgezogen werden, wenn sie nicht schon vorher installiert
waren, aber ansonsten funktioniert es einfach.

Ein Blick auf die Konfiguration von udev kann allerdings nicht schaden,
da einige Devices (z.B. Ethernet, CD-Laufwerke) anhand von MAC-Adresse
oder Seriennummer ihren Namen zugeordnet bekommen (etwa: Netzwerkkarte
mit der MAC 11:22:33:44:55:66 ist immer eth0).

Viele Grüße
Stefan
make -it ./work

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