Funktionsweise der Gravitation

25/04/2013 - 08:34 von SCR | Report spam
Guten Morgen Gregor,

dieses Zwischenergebnis erachte ich zunàchst einmal für sinnvoll um
darauf aufbauend dann im anderen Zweig meine Einschàtzungen weiter
auszuführen:


Am 18.03.2013 20:56, schrieb Gregor Scholten:


Das Verhàltnis der Dichte zur kritischen Dichte entscheidet
nicht direkt darüber, ob das Universum expandiert oder kontrahiert
(oder > konstante Größe hàlt), sondern über den zeitlichen Verlauf
der Expansion. Wenn wir mal davon ausgehen, dass nur gravitativ
anziehende Materie die Dichte dominiert (keine Dunkle Energie), wird,
wenn die Dichte die kritische Dichte überschreitet, die Expansion so
stark gebremst, dass sie irgendwann zum Stillstand kommt und in eine
Kontraktion übergeht. Ist die Dichte kleiner als die kritische
Dichte, expandiert das Universum ewig weiter. Ist sie genau gleich
der kritischen Dichte, ist die bremsende Wirkung der Gravitation
gerade noch schwach genug, dass die Expansion ewig weiter geht.

Ist hingegen eine Dunkle Energie dominant, geht die Expansion in
allen drei Fàllen (Dichte größer als kritische Dichte, Dichte kleiner
als kritische Dichte, Dichte genau gleich der kritischen Dichte) ewig
weiter.




Am 23.04.2013 17:09, schrieb SCR:> Hallo Gregor,


Ich möchte noch einmal meine konkrete Frage an Dich wiederholen:
Die FLRW-Metrik kann man auch auf ein Universum anwenden, welches
ausschließlich aus homogen und isotrop verteilten, identischen schwarzen
Löchern besteht.
Hast Du dagegen Einwànde: Ja oder Nein?

Falls Ja: Bitte Deine Einwànde erlàutern.
Falls Nein gehen wir weiter zum nàchsten Aspekt den es ebenfalls zu
prüfen gilt.

Gruß
SCR




Unterstellen wir einmal Deine Antwort würde "Nein" lauten.

Dann ließe sich aus der Kombination obiger beider Beitràge die
Funktionsweise der Gravitation per Deduktion herleiten:

"Anziehende Gravitation" basiert auf lokal durch Materie (Masse/Energie)
herbeigeführte Raumvernichtung/Raumschwund.

Begründung:

1. Die Expansion unseres Universums wird auf das homogene Wachstum des
Raums (zwischen zwei exemplarischen Objekten) zurückgeführt - Man kann
sie/es auf Basis der ART auch als "abstoßende Gravitation" bzw.
Antigravitation betrachten (siehe z.B.
http://www.wissenschaft-online.de/a....html#grav).

2. Ein Schwarzes Loch stellt eine Singularitàt (in) einer Raumzeit dar.
Dadurch ist es (eigentlich) erklàrungstechnisch unzulàssig, ihr eine
potentielle "Bewegung" durch die Menge der betreffenden Ereignisse
zuzuschreiben (im Gegensatz zu "normaler" Materie): Die Singularitàt
gehört schließlich gar nicht dieser Menge an. Dadurch ist gleichzeitig
(eigentlich) auch ausgeschlossen, dass sich zwei SL "in einer Raumzeit"
aufeinander zu bewegen und miteinander verschmelzen können. Genau
betrachtet ist das beobachtbare Aufeinanderzubewegen zweier SL auf auf
eine Abstandsverringerung zurückzuführen, die durch eine lokale
Wechselwirkung der beiden Kernsingularitàten mit der sie umgebenden
Raumzeit hervorgerufen wird (Lokale Raumvernichtung/Raumschwund).

3. Das von mir zuletzt angeführte Beispiel der Anwendung der FLRW-Metrik
auf ein ausschließlich homogen und isotrop mit identischen schwarzen
Löchern angefülltes Universum weist ebenfalls auf diese Funktionsweise
hin: Auch dieses (theoretische) Universum wird in Abhàngigkeit von dem
ausschließlich aus den Singularitàten resultierendem
Energiedichte-Parameter auf ewig beschleunigt expandieren oder
irgendwann einmal kontrahieren (oder ...).
Es ist einsichtig dass das Szenario Big Crunch in diesem rein auf SLs
besierten Beispiel-Universums ausschließlich nur dann möglich ist, wenn
der Abstand (= der Raum) zwischen den einzelnen Singularitàten abnimmt.

Die ART beschreibt meines Erachtens genau dieses Funktionsprinzip:
Materie krümmt lokal den Raum = Materie "vernichtet" lokal Raum
Materie folgt den Krümmungen des Raums = Materie "schwimmt bewegungslos
mit dem Raum mit" (àhnlich einem Skimmer auf einer Wasseroberflàche: s.u.)

Anschauliches Modell: Skimmer-Modell

Frei bewegliche Skimmer auf einer Wasseroberflàche (= Der Raum) stellen
die Materie dar (So sieht exemplarisch ein Skimmer aus:
http://picture.yatego.com/images/48...kimmer.jpg).
Unterschiedliche Masse/Energie wird durch unterschiedliche Saugleistung
der Skimmer wiedergegeben (Das an der Oberflàche abgesaugte Wasser
führen wir der Einfachheit halber am Beckenboden wieder zu).
Wir werden der anziehenden Gravitation sehr àhnliche Bewegungsmuster der
Skimmer feststellen - Und diese gegebenenfalls auf eine offenbar
vorliegende Anziehungskraft zwischen den Skimmern zurückführen. Es
handelt sich bei genauerer Betrachtung allerdings nur um eine
Schein(bare) Kraft.

Die beobachtbaren Charakteristika der anziehenden Gravitation
(Abstandsregel, unendliche Reichweite, Nicht-Abschirmbarkeit, ...) sind
bei Annahme der Funktionsweise der Gravitation in Gestalt einer lokalen
Raumvernichtung auch plausibel nachvollziehbar: Es handelt sich
tatsàchlich nicht um eine Kraft die zwischen zwei Objekten wirkt (wie
noch nach der Betrachtungsweise von Newton).


Meiner hier kurz umrissenen Sichtweise zur Funktionsweise der
Gravitation stimmst Du doch auch vollumfànglich zu - Oder, Gregor?

;-)

Gruß
SCR
 

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#1 Hans-Peter Diettrich
25/04/2013 - 10:38 | Warnen spam
SCR schrieb:

Die beobachtbaren Charakteristika der anziehenden Gravitation
(Abstandsregel, unendliche Reichweite, Nicht-Abschirmbarkeit, ...) sind
bei Annahme der Funktionsweise der Gravitation in Gestalt einer lokalen
Raumvernichtung auch plausibel nachvollziehbar: Es handelt sich
tatsàchlich nicht um eine Kraft die zwischen zwei Objekten wirkt (wie
noch nach der Betrachtungsweise von Newton).



Das klingt soweit ganz nett, nur habe ich Probleme mit den realen
Auswirkungen, im "Mikrokosmos" direkt um uns herum. Wie erfolgt denn die
Vernichtung des Raums gerade im Beispiel des fallenden Apfels? Dort
müßte ja "hinter" dem fallenden Apfel der Raum wieder entstehen, der
"vor" dem Apfel verschwindet. Und der übrige Raum, außerhalb der
Falllinie, bleibt unveràndert? Und wie paßt das zu der Beobachtung, daß
die Materie (Luft...) in der Falllinie verdràngt wird, und nicht mit dem
vernichteten Raum zusammen einfach verschwindet?

DoDi

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