für die Experimentierfreudigen:

20/05/2014 - 14:43 von Klaus Esser | Report spam
Seit Jahren gibt es ein Verfahren das es gestattet, in 360x180°
Panoramen exakte Messungen vorzunehmen.

Dazu hat die Firma Spheron - sicher nicht die einzige - ein Vorgehen
entwickelt, das ebenso schlau wie auch effektiv ist:
https://www.spheron.com/products/cg...agery.html (3D
Measurement).

Die Kamera dreht ein - EIN - 360°(x180 - kalibriertes Fisheye), wird
dann um einen exakt definierten Betrag nach oben verschoben und dreht
eín zweites 360°.

Da es prinzipiell egal ist, ob sich Stereo-Objketive neben- oder
übereinander befinden làsst sich aus den beiden 360x180° Sphàren eine
Stereo-Sphàre herstellen.

Spheron liefert dazu die Software - die aber nur mit Dateien aus der
Spherocam funktioniert: die fotografiert ja keine Einzelbilder, die dann
gestitcht werden sondern belichtet auf eine Scan-Zeile EIN durchgehendes
360x180° Bild.

Daher kann man damit auch Objekte Vermessen, weil im Gegenteil zum
Stitchen nicht mit Warp und Stretch gearbeitet werden muss.

Nun wàre es möglicherweis recht interessant, sowas auch mal mit
einfacheren Mitteln und günstiger als für 30000 - 50000.-€ zu probieren.

Dazu muss man eine optimale Distanz der zwei vertikalen Positionen
herausfinden, um die der Kopf mit der Kamera vertikal verschoben werden
muss.

Das wiederum sollte mit einem Stativ mit stabiler (!) Stativsàule kein
Problem darstellen.

Das Ganze kann auch mit einem manuellen Kopf funktionieren, wenn dieser
exakt reproduzierbare Klickstops bietet.

Bliebe noch die Software, ein interaktives Panorama in Stereo zu
stitchen und zu pràsentieren.

Vielleicht hat ja jemand Lust auf so ein Projekt? Ich hab sie und fange
nàchste Woche damit an . . :-)

Um es gleich vorwegzunehmen: ja - es geht *natürlich nur* mit unbewegten
Motiven . . . ) :-))

herzlichst, Klaus

“Simplicity is the keynote of all true elegance.”
― Coco Chanel
 

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#1 Ronald Pfeiffer
20/05/2014 - 15:36 | Warnen spam
Hallo,

On 20.05.2014 14:43, Klaus Esser wrote:
[...]
Nun wàre es möglicherweis recht interessant, sowas auch mal mit
einfacheren Mitteln und günstiger als für 30000 - 50000.-€ zu probieren.

Dazu muss man eine optimale Distanz der zwei vertikalen Positionen
herausfinden, um die der Kopf mit der Kamera vertikal verschoben werden
muss.



Die optimale Distanz ist gar nicht weiter kritisch.
Ich habe etwas in der Art wàhrend des Studiums schon einmal
gemacht.
Entfernungsmessungen - genaugenommen sind die "Vermessungen"
in diesem Fall ja auch nichts anderes - bekommst Du schon
unter Verwendung einer niedrigauflösenden Videokamera und
mit einer "Stereobasis" von nur wenigen Zentimetern in
einer erstaunlichen Auflösung.

Das wiederum sollte mit einem Stativ mit stabiler (!) Stativsàule kein
Problem darstellen.



"Stabil" ist ein gutes Stichwort.
Ich vermute mal ganz mutig, daß "Spheron" die Höhenverstellung
nicht per Hand durchführt?

Das Ganze kann auch mit einem manuellen Kopf funktionieren, wenn dieser
exakt reproduzierbare Klickstops bietet.

Bliebe noch die Software, ein interaktives Panorama in Stereo zu
stitchen und zu pràsentieren.



Der "Trick" wàre doch - Deine obige Vorgabe voraussetzend -
exakt dieselben Kontrollpunkte aus der ersten Serie auch
zum Stitchen der zweiten Serie zu verwenden.
Wenn Du es tatsàchlich schaffst, die Kamera nach der
Höhenverstellung __exakt__ genauso zu positionieren
wie beim ersten Durchgang.

Wie oben bereits angedeutet: schon geringste Abweichungen
machen das Experiment zunichte.
Deshalb ist der Ansatz, das Bild spaltenweise zu scannen,
erheblich weniger fehleranfàllig. Wurde die Lage der Kamera
wàhrend der Höhenverstellung nicht veràndert (Nivellierung
exakt gleich usw... ) dann wàre geeignete Software sicher
in der Lage, beide Durchlàufe deckungsgleich zu bekommen.
Die Scanmethode hat außerdem den nicht zu verachtenden
Vorzug, daß die Suche nach Kontrollpunkten entfàllt.

Vielleicht hat ja jemand Lust auf so ein Projekt? Ich hab sie und fange
nàchste Woche damit an . . :-)



Die Punkte, in deren Zusammenhang (Du oder ich) oben das
Wörtchen "exakt" verwendet haben, würden mich nachhaltig
von dem Versuch abhalten.
Es hat schon einen Grund, wenn eine Firma einen
vergleichsweise hohen Aufwand für ein solches
Projekt treibt.

Ich bin mir sicher, daß der Zeitaufwand, dieses Projekt
mit "einfachen" Mitteln durchzuführen, den Preis
von 30-50k€ für ein Fertigsystem bei weitem übertreffen würde.

Um es gleich vorwegzunehmen: ja - es geht *natürlich nur* mit unbewegten
Motiven . . . ) :-))



Das ist klar :-)

Viele Grüße
Ronald

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