FYI: USB-Tastatur mit mechanischen Tasten - die Lösung

08/08/2009 - 20:34 von Hans Altmeyer | Report spam
In der Vergangenheit wurde hier mehrfach diskutiert, welche Tastatur am
Mac ein sinnvoller Ersatz für die mechanischen Legenden a la Apple
Extended Keyboard II darstellen könnte.

Für mich habe ich die Frage nun klàren können - es ist "Das Keyboard
Ultimate III" - http://www.daskeyboard.com/

Die Tastatur hat einen satten Anschlag mit deutlichem Klick und einer
unmißverstàndlichen taktilen Rückmeldung des Tastendrucks. Das Geràusch
ist etwas lauter als bei der Extended II, der taktile Eindruck erinnert
mich an die Tastatur meiner alten IBM 96 Kugelkopfmaschine. In der
Tastatur sind offenbar die Kontakte der Cherry G80-3000 verbaut (oder
etwas àhnliches, die Mechanik soll jedenfalls von Cherry stammen).

Ich hatte schon làngere Zeit überlegt, diese Tastatur einmal zu testen
und war bisher immer davor zurückgeschreckt, daß die einzige Version mit
europàischem Layout keine Tastenbeschriftung besitzt. Das macht sie zwar
für jedes Betriebssystem nutzbar (die Belegung der Options- und der
Wahltaste lassen sich ja per Systemsteuerung problemlos definieren),
aber man kann so auch nicht nach Sichtkontrolle schreiben (dachte ich).
Darauf bin ich aber mit meiner jahrelang antrainierten 4- bis
6-Finger-Methode angewiesen.

Das Problem ist mit entsprechender Schreiberfahrung keins, so jedenfalls
mein Eindruck nach einer Weile der Benutzung. Leute, die mit 10 Fingern
blind schreiben, haben mit der Tastatur sowieso keinen Ärger. Aber auch
mir fiel es nicht weiter schwer, die richtigen Tasten zu finden. Man muß
einfach nur wie gewohnt schreiben, dann finden die Finger die richtigen
Tasten automatisch selbst. Haarig wird es nur dann, wenn man anfàngt,
über die Tastenpositionen nachzudenken, dann verhaut man sich viel
schneller als beim halbautomatischen Dahertippen. Und noch eine
merkwürdige Sache: Man sieht beim Tippem viel eher auf die Tasten als
beim Schreiben mit beschrifteten Tasten - und das hilft seltsamerweise
auch beim richtigen Schreiben.

Die Fehlerquote ist anfangs signifikant höher als mit
Tastenbeschriftungen, aber sie sinkt nach wenigen Tagen rapide. Probleme
machten mir anfangs vor allem die Positionen von UIO und GHJ. Außerdem
die Zweitbelegungen der Zifferntasten, weil man die seltener braucht als
die Buchstaben und die Ziffern selbst. Aber auch das pràgt sich mit der
Zeit ein und hat sich schon nach wenigen Tagen deutlich gebessert.
Außerdem war ich etwas angespannter und konzentrierter als sonst, aber
dies ist in der unerlàßlichen Eingewöhnungsphase wohl auch kein Wunder.

Fazit: Die Mechanik der Tastatur ist über jeden Zweifel erhaben und wird
jeden erfreuen, der die Extended II geschàtzt hat, aber etwas mit
USB-Anschluß sucht. Auch Freunde der IBM M oder der Cherry G80 werden
sich damit gut anfreunden können. Da es leider wenige Alternativen gibt
(die Tactile Pro von Matias wird es vermutlich nie mit einem
europàischen Layout geben, das StudioBoard von Kensington kann man nicht
mehr kaufen, die Beschriftung von PC-Tastaturen verwirrt zuweilen),
halte ich die beschriftungslose Tastatur für einen ziemlich gelungenen
Weg, zu einer guten USB-Tastatur für den Mac zu kommen. Und wenn man es
ohne Beschriftung gar nicht packt, gibt es ja auch noch
Tastaturaufkleber zu kaufen.

Ich hoffe, dieser kleine Erfahrungsbericht kann Leuten helfen, die vor
àhnlichen Überlegungen stehen.

Gruß, Hans
 

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#1 me
08/08/2009 - 20:48 | Warnen spam
Fazit: Die Mechanik der Tastatur ist über jeden Zweifel erhaben und wird
jeden erfreuen, der die Extended II geschàtzt hat, aber etwas mit
USB-Anschluß sucht. Auch Freunde der IBM M oder der Cherry G80 werden
sich damit gut anfreunden können. Da es leider wenige Alternativen gibt
(die Tactile Pro von Matias wird es vermutlich nie mit einem
europàischen Layout geben, das StudioBoard von Kensington kann man nicht
mehr kaufen, die Beschriftung von PC-Tastaturen verwirrt zuweilen),
halte ich die beschriftungslose Tastatur für einen ziemlich gelungenen
Weg, zu einer guten USB-Tastatur für den Mac zu kommen. Und wenn man es
ohne Beschriftung gar nicht packt, gibt es ja auch noch
Tastaturaufkleber zu kaufen.

Ich hoffe, dieser kleine Erfahrungsbericht kann Leuten helfen, die vor
àhnlichen Überlegungen stehen.

Gruß, Hans



Nun, von einer Cherry Tastatur, die als OEM meinem ersten Celeron
Linux-Übungs PC beilag, hatte ich nach kurzer Zeit einen Muskelfaserriss
in der Schulter. Über die weissen Apple Plastikktastatur vom MacPro kann
ich nicht klagen, ausser, dass die schnell verdreckt. Und die
durchsichtige Plastikschale unten dran ist ein 1A Krümelfànger.

Im Betrieb schreib ich stundenlang auf der etwas àlteren schwarzen
Tastatur, die noch aus G4 Zeiten stammt. Die verkrümelt zwar genauso,
aber gesundheitlich kann ich nicht klagen.

Vom Schreibgefühl finde ich die vom G4 einiges besser, da weicher.

Robert
welz@(remove_that_)fixe-post.de

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