Gedankenexperiment, der menschliche Stoffwechsel und Traegheitslosigkeit

12/03/2011 - 21:10 von Martin Eckel | Report spam
Hallo,

f'up bitte anpassen, ich wußte nicht, in welchen Bereich es am besten paßt.

Ich lese sehr viel Science-Fiction. Mal mehr Science und mal mehr Fiction.

Angenommen, es gàbe eine Möglichkeit, ein Raumschiff tràgheitslos /
-unterdrückt zu machen.

Hier gibt es anscheinend in der Literatur verschiedene Gedanken dazu.

Standardmàßig ist wohl die Tràgheitsunterdrückung, das Raumschiff
beschleunigt mit 10g, auf 1g wird unterdrückt, für die Menschen an Bord
ist alles normal. Hierbei wird die Tràgheitsunterdrückung meist als
Mittel eingesetzt, daß die Menschen auch die große Beschleunigung aushalten.

In den Lensmen-Romanen von E.E. Smith findet man eine vollstàndige
Tràgheitsunterdrückung. Abgesehen von einem seltsamen Gefühl, soll es
den Menschen an Bord ganz normal gehen (wobei ich es mir schwierig
vorstelle, in einer völlig tràgheitslosen Umgebung mich überhaupt
kontrolliert bewegen zu können). Die Höchstgeschwindigkeit der
Raumschiffe begrenzt sich nur durch dir Reibung im interstellaren Raum.

Andersherum schreibt Alastair Reynolds von einer Tràgheitsunterdrückung
in den Raumschiffen, um bei gleicher Antriebsleistung eine höhere
Beschleunigung zu erreichen.
Allerdings - und nun kommen wir zum Kern meiner Frage - müssen bei Ihm
die Menschen die hohe Beschleunigung trotzdem aushalten.
Das Raumschiff beschleunigt, drei viertel seiner Masse werden
unterdrückt und somit beschleunigen die auf 1g berechneten Triebwerke
das Raumschiff mit 4g.
Die Menschen jedoch müssen sich an der Spitze des Raumschiffes außerhalb
dieser Unterdrückungsblase aufhalten und die 4g aushalten (auf
Beschleunigungsliegen etc.).

Dies erklàrt Reynolds damit, wenn die Menschen innerhalb des Tràgheit
unterdrückenden Feldes wàren, dann würden sie zwar nur 1g "fühlen", da
ja auch drei viertel ihrer Tràgheit unterdrückt würden (und sozusagen
makroskopisch wàre alles "normal"), aber sie würden nicht überleben, da
ja jedes einzelne Molekül nur noch 1/4 seiner Tràgheit besitzt und dies
sàmtliche chemische Prozesse im Körper derart stören würde, daß ein
Überleben unmöglich wàre.

Was sagt der Fachmann dazu?

Gruß,
Martin
 

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#1 Hans-Bernhard Bröker
12/03/2011 - 21:28 | Warnen spam
On 12.03.2011 21:10, Martin Eckel wrote:

Angenommen, es gàbe eine Möglichkeit, ein Raumschiff tràgheitslos /
-unterdrückt zu machen.



Angenommen, meine Tante Erna hàtte Flügel, würde sie dann Kerosin oder
Diesel tanken?

Hier gibt es anscheinend in der Literatur verschiedene Gedanken dazu.



Das ist in der Literatur, soweit es Science-Fiction ist, auch durchaus
legitim.

In der Wissenschaft kann es dazu keine sinnvollen Gedanken geben, weil
es nicht den Hauch einer Theorie gibt, wie das mit der
Tràgheits-Losigkeit gehen soll, und daher auch nicht den Hauch einer
daraus folgenden Idee, was die Anwendung dieser nichtexistenten Theorie
wohl für sonstige Folgen hàtte.

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