Gelöst: OS/2+Win7+Lenny

27/11/2012 - 22:04 von Norbert Dragon | Report spam
Nach einem Jahr von Versuchen bin ich womöglich der einzige, der auf
einer Festplatte eCS1.2, Windows7 und Debian Lenny mit grub2 in einer
Multiboot-Lösung mit dem IBM-Bootmanager friedlich vereint hat.

Jedes einzelne Betriebsystem ist auf meinem IBM-X41-Tablet problemlos
zu installieren, aber grub2 verdràngt Win7 und den IBM Bootmanager,
Windows7 verdràngt grub2 und den IBM BM und der IBM Bootmanager startet
nicht, nachdem man Window7 oder Debian Linux installiert hat.

Meine Lösung: alle Partitionen unter OS/2 lvm so partitionieren, daß sie
weder von Linux noch von Windows veràndert werden. Denn beide Betriebssysteme
schreiben für ihre Installation Bootsektoren, die von OS/2 als "corrupted"
bewertet und nicht weiterverarbeitet werden können.

Eine erfolgreiche Partitionierung kann so aussehen

1 te primàre Partition: Windows7

2 te primàre Partition: Linux

3 te primàre Partition: Bootmanager von IBM OS/2

4 te primàre Partition: Extended Partition für OS/2, Swappartitionen
und weiteres

Die Absicht bei dieser Partitionierung ist es, alle vier primàrem
Partitionen zu verbrauchen, so daß Windows 7 nicht zwei, sondern nur
eine, davon für sich verwenden kann (es kann nur vier primàre
Partitionen geben).

Die Window-Partition 1 muß meiner Erfahrung nach mit einem Offset von
1 MB angelegt werden. Ich habe sie mit dfsee mit chs-Werten 0 32 33
statt mit dem Standard-Offset von 63 Sektoren angelegt, ihre
Geometrie-Werte mit dfsee korrigiert und unter Linux mit mkfs.ntfs
formatiert, so daß anschließend das Windows7-Installationsprogramm die
Partition ohne Änderungen zur Installation akzeptiert hat.

Alle Einstellungen habe ich jeweils unter OS/2 mit lvm daraufhin
überprüft, ob sie lvm-lesbare Partitionstabellen ergeben
(Schreckensmeldung: corrupted tables).

OS/2 bleibt nach einer debian-Linux-Installation bootbar, wenn man die
bootsektoren mit dfsee vorher sichert und anschließend mit dfsee
zurückschreibt.

Installiert man nun danachWindows7, so reicht nach meinem Befund, den
Bootmanager unter dfsee als aktiv zu setzen, Partitionstabelle mit
dfsee editieren. Dann kann man mit dem IBM BM jedes der drei
Betriebssysteme booten.

Soviel zunàchst als Meldung des Erfolgs, bei Nachfrage detailiertere
Information.

Aberglaube bringt Unglück

www.itp.uni-hannover.de/~dragon \
 

Lesen sie die antworten

#1 Andreas Kohl
28/11/2012 - 18:09 | Warnen spam
Die Prozedur (Bootsektoren der Partitionen sichern und zurückschreiben)
erinnert mich an die Frühzeit von grub. Ist es bei Debian lenny noch
möglich lilo statt grub zu nutzen?

Andreas

Ähnliche fragen