Gemeinsame Presseerklärung: Automobil- und Telekommunikationssektor starten EU-Projekt für vernetztes und automatisiertes Fahren

07/07/2016 - 11:40 von Business Wire
Gemeinsame Presseerklärung: Automobil- und Telekommunikationssektor starten EU-Projekt für vernetztes und automatisiertes Fahren

Europas führende Fachverbände des Telekommunikations- und des Automobilsektors meldeten heute, dass sie beabsichtigen, ein großes, einsatzvorbereitendes Projekt ins Leben zu rufen, um das vernetzte und automatisierte Fahren auf EU-Ebene zu testen.

Die Grundlagen des Projekts wurden heute bei einem Treffen in Brüssel formuliert, das von Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, ausgerichtet wurde. Das Hauptziel ist die Stärkung der europäischen Führungsposition im vernetzten und automatisierten Fahren, indem die EU-weite Bereitstellung der entsprechenden Schlüsseltechnologien beschleunigt wird.

Erprobung von Anwendungsfällen, um die Zukunft des Fahrens zu gestalten

Das Projekt unter Federführung der Industrie wird seinen Fokus auf Anwendungsfälle und Testfunktionalitäten in drei Hauptbereichen setzen: automatisiertes Fahren, Sicherheit im Straßenverkehr und Verkehrseffizienz sowie die Digitalisierung von Transport und Logistik. Funktionen, die erwogen werden, sind Platooning mit hoher Dichte, kooperative Kollisionsvermeidung, ferngesteuertes Parken, lokale Gefahrenwarnung und Optimierung des Verkehrsflusses. Hochauflösende Karten werden über eine schnelle Internetverbindung per Telefon oder ein anderes mobiles Gerät aktualisiert.

Konnektivität steht im Zentrum

Die Arbeiten, die voraussichtlich 2017 beginnen werden, umfassen zwei Hauptphasen. Eine erste Phase, die bis 2019 läuft, umfasst Tests mit verfügbaren Kommunikationstechnologien wie LTE - Long-Term Evolution - (4G)-Technologie. Die bis 2021 laufende zweite Phase wird sowohl auf 4G- als auch auf 5G-Technologien basieren, da unterschiedliche Funktionalitäten verschiedene Netzanforderungen haben.

Das Projekt wird zudem eine Reihe maßgeblicher Voraussetzungen untersuchen, um dafür zu sorgen, dass vernetztes und automatisiertes Fahren zu einem sichereren, effizienteren und im Endeffekt optimaleren Fahrerlebnis führt. Aus diesem Grund werden Aspekten wie Sicherheit, Cybersicherheit und Schutz personenbezogener Daten, Servicequalität und Netzwerklatenz während der Erprobung verschiedener Anwendungsfälle und Funktionalitäten Priorität eingeräumt und berücksichtigt.

EU-weite Ambition

Die europäische Dimension ist eins der Ziele dieses Projekts und wird von einem Konsortium aus europäischen Firmen des Telekommunikations- und Automobilsektors umgesetzt. Es werden Anwendungsfälle in mehreren EU-Ländern durchgeführt und sie werden die Grundlagen für künftige Standardisierungsmaßnahmen schaffen. Dieses Konsortium, das noch in diesem Jahr eingerichtet wird, wird den genauen Umfang des Projekts definieren und Gespräche mit der EU und nationalen Behörden in Bezug auf eine mögliche Kofinanzierung aufnehmen.

Insbesondere werden sich die Tests auf grenzüberschreitende Herausforderungen wie die unzureichende Harmonisierung von Frequenzen, nahtloser Netzwechsel bei Fahrzeugen an Grenzen sowie offene Straßeninfrastrukturdaten konzentrieren. Die Versuche werden auf bestehenden nationalen Projekten aufbauen und deren Infrastruktur soweit möglich nutzen.

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