Gemeinsames Unternehmen ENIAC verwendet 2,86 Milliarden Euro für Nanoelektronik und verteilt 101 Prozent seines ursprünglichen Forschungshaushalts

15/01/2014 - 05:58 von Business Wire
Gemeinsames Unternehmen ENIAC verwendet 2,86 Milliarden Euro für Nanoelektronik und verteilt 101 Prozent seines ursprünglichen Forschungshaushalts

Die 63 Projekte des Gemeinsamen Unternehmens ENIAC (Joint Undertaking, JU), die aus neun offenen und wettbewerbsorientierten Aufrufen zur Einreichung von Forschungs- und Entwicklungsvorschlägen im Bereich Nanoelektronik ausgewählt wurden, erreichen förderfähige Kosten in einem Gesamtwert von 2,86 Milliarden Euro. Sie werden mit 490 Millionen Euro aus nationalen Mitteln und 444 Millionen Euro aus Mitteln des JU ENIAC gefördert. Das JU ENIAC hat seine Einsparungen bei den Verwaltungskosten in Forschung und Entwicklung reinvestiert und überschreitet daher die ursprüngliche Budgetzuweisung, die in der Verordnung Nummer 72/2008 des Rates vorgesehen ist, um ein Prozent.

Das JU ENIAC wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen, um die Gemeinsame Technologieinitiative für Nanoelektronik im Rahmen des 7. Rahmenprogramms (RP7) des Spezifischen Programms „Zusammenarbeit“ der Europäischen Union umzusetzen. Somit war 2013 das letzte Jahr, in dem die Initiative Fördermittel verteilen konnte. Die Besonderheit des Gemeinsamen Unternehmens ENIAC besteht aus dem Dreiwege-Fördermodell: Die Ausgaben des privaten Sektors werden zum Teil von den nationalen Fördereinrichtungen und der JU erstattet. Die Mitglieder des JU ENIAC sind die „Association for European Nanoelectronics Activities“ (AENEAS), welche die Industrie allgemein vertritt, die Union - vertreten durch die Europäische Kommission - sowie die 22 ENIAC-Mitgliedsstaaten. Vier weitere Länder nehmen an den Projekten teil, ohne Mitglieder des JU zu sein.

Das JU ENIAC hat erfolgreich einen Rahmen sowie eine Arbeitsweise geschaffen, mit der das gesamte Ökosystem für Nanoelektronik zu dem gemeinsamen Ziel beitragen kann, die Investitionen in diese entscheidende Basistechnologie (Key Enabling Technology, KET) mit beispielloser systemischer und strategischer Wirkung zu erhöhen. Zu den teilnehmenden Organisationen zählen große Unternehmen (24 %), mittlere und kleine Unternehmen (45 %) sowie Forschungseinrichtungen und Wissenschaft(31 %).

Andreas Wild, Exekutivdirektor des JU ENIAC, sagte: „Nachdem unsere Mitglieder ihre Ziele und Strategien erfolgreich abgestimmt hatten, konnten wir den Wert einer kleinen, unabhängigen Einrichtung aufzeigen, die in der Lage ist, schnell auf neue Herausforderungen und Möglichkeiten zu reagieren. Nachdem beispielsweise die hochrangige Sachverständigengruppe zu KETs im Juni 2011 ihren endgültigen Bericht veröffentlicht hatte, bereitete das JU ENIAC sofort den Weg für das Pilotlinienkonzept und führte zwei gezielte Aufrufe zur Einrichtung von Vorschlägen aus. Mit fast 1,8 Milliarden Euro für 14 Pilotlinienprojekte innerhalb von zwei Jahren entwickelt sich das JU ENIAC zu einem wichtigen Mechanismus bei der Umsetzung von KET-Maßnahmen in Europa.“

Das JU ENIAC wird weiterhin die Umsetzung aller gestarteten Projekte überwachen, bis der Zusammenschluss mit dem Gemeinsamen Unternehmen ARTEMIS (für eingebettete Systeme) und der Europäischen Technologieplattform EPoSS (Integration intelligenter Systeme), der 2014 im Rahmen des Programms Horizont 2020 stattfinden soll, vollzogen ist. Das zukünftige Gemeinsame Unternehmen „Electronic Components and System for European Leadership“ (ECSEL) wird dann die ehemaligen Projekte des JU ECSEL übernehmen und neue Aufrufe starten. Das JU ECSEL wird die Bedeutung der Gemeinsamen Technologieinitiativen weiter stärken; der erweiterte Aktionsradius wird weitere Erhöhungen der KET-Investitionen vorantreiben, um dafür zu sorgen, dass die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Industrie zu Wachstum und Arbeitsplätzen führen.

ÜBER das Gemeinsame Unternehmen (JU) ENIAC
Das Gemeinsame Unternehmen (JU) ENIAC ist eine öffentlich-private Partnerschaft in der Nanoelektronik, welche die ENIAC-Mitgliedsstaaten, die Europäische Union und AENEAS (ein Branchenverband europäischer Forschungs- und Entwicklungsorganisationen auf diesem Gebiet) zusammenbringt.
Sie koordiniert Forschungsinitiativen durch wettbewerbsorientierte Aufrufe zur Einreichung von Projektvorschlägen, um die Integration und Miniaturisierung von Geräten weiter voranzutreiben und deren Funktionsumfang zu erweitern. Sie soll neue Materialien, Geräte und Verfahren, neuartige Architekturen, innovative Herstellungsverfahren, bahnbrechende Entwicklungsmethoden sowie neue Verpackungstechnologien und Systemisierungsansätze hervorbringen. Sie wird innovative Hightech-Anwendungen nutzen und vorantreiben, die in den Bereichen Kommunikation und Informationstechnologie, Verkehr, Gesundheitsversorgung und Wellness, Energie und Umwelt, Sicherheit und Arbeitsschutz sowie in der Unterhaltung zum Einsatz kommen.
Das JU ENIAC wurde im Februar 2008 ins Leben gerufen und wird bis 2013 Zuschussmittel verteilen. Die zur Finanzierung ausgewählten Projekte sollen bis zum 31. Dezember 2017 laufen. Der Gesamtwert der durch das JU ENIAC generierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wird auf 3 Mrd. Euro geschätzt.
Die ENIAC-Mitgliedsstaaten sind: Österreich, Belgien, Tschechische Republik, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Malta, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakische Republik, Spanien, Schweden und Großbritannien; ebenfalls teilnehmende Länder sind: Dänemark, Israel, Schweiz, Türkei.

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Source(s) : ENIAC JU

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