Geöffnete Dateien im Netzwerk und Ruhezustand

15/05/2008 - 18:17 von virk | Report spam
Hallo!

Wir haben im lokalen Netzwerk (6 aktuelle Macs) eine an einer Airport
Extreme angeschlossene USB-Festplatte, die als Netzwerkvolume dient.
Jetzt passierte heute folgendes: A bearbeitete ein Excel-file auf der
Netzwerkplatte und dann legte er das Macbook schlafen. Dann zog er das
Netzwerkkabel ab. Beim Wiederaufwecken, das dauerte deutlich lànger als
normalerweise, meckerte Excel oder OSX (weiß ich nicht genau),
jedenfalls hat der Kollege dann das file geschlossen. Als ich das
Excel-file öffnen wollte, sagte Excel, dass Kollege A das file in Arbeit
hàtte und daraufhin ich es nur schreibgeschützt bearbeiten könnte.
Dummerweise bekam Kollege A, nachdem er wieder mit dem Netzwerk
verbunden war, die gleiche Meldung. Somit war "normalerweise" kein
Arbeiten mehr möglich. Ich habe daraufhin Airport Extreme neu gestartet.
Wahrscheinlich hàtte auch was anderes geholfen. Meine Fragen:

1) Hat sich einer (Kollege A, Excel, Mac OSX, etc.) falsch verhalten?
Wenn ja, inwiefern?
2) Wie verhindert man so etwas zukünftig?
3) Gibt es eine "Vorschrift", wie sich Software/Betriebssysteme/etc.
verhalten sollten, wenn Dateien geöffnet werden und dann "die Verbindung
abbricht"?
4) Sonst irgendwelche Tips?

Wer hat da den ein' oder anderen Tip/Link?
Gruss Heiner
 

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#1 Thomas Kaiser
15/05/2008 - 22:41 | Warnen spam
Heiner Veelken schrieb in <news:1igzu95.1tbuo1111fh2rmN%
Wer hat da den ein' oder anderen Tip/Link?



<http://www.google.com/search?q=afp+reconnect>
<http://marc.info/?l=netatalk-devel&...mp;q=b>

Es ist so, daß es verschiedene Sorten Datei-Locks gibt. Die M$ Office
Programme nehmen es mit Datei-Locks recht genau, d.h. wenn auf einem
Rechner eine Datei geöffnet wird, dann ist sie im Netzwerk solange nicht
parallel schreibbar zu öffnen, solange sie eben auf dem ersten Rechner
nicht geschlossen wurde (bei guten Fileserver-Lösungen funktioniert so
eine Art Lock auch über Plattformgrenzen hinweg, weshalb ich hier bewußt
nicht von "Macs" sondern von "Rechnern" schreibe, weil Windows genauso
im Spiel sein könnte)

Wenn ein Mac nun schlafen geschickt wird, wàhrend Dateien noch geöffnet
sind (normalerweise Privileg von Geschàftsführern, die kurz vor
Kundenpràsentation noch alle wichtigen Dateien auf dem Server öffnen,
AirBook gestresst zuklappen und dann in Agonie verfallende Restfirma
zurücklassen), müssen sowohl Server als auch Client irgendwie sinnvoll
damit umgehen können.

Mit AFP 3.x hat Apple entsprechende Mechanismen eingebaut, derart, daß
ein aktives Lock von einem schlafenden Client eine (per default relativ
sehr lange) Zeit lang aktiv bleibt (FPzzz Call). Und daß nach dem
Wiederaufwecken eines Clients ein Reconnect stattfinden kann, der alle
geöffneten Dateien und Servermounts wieder dem richtigen Client
zuordnet.

Es bleibt natürlich doof, seinen Rechner mit geöffneten Dateien schlafen
zu schicken, wenn man will, daß die Dateien parallel von anderen
bearbeitet werden können. Und es wird nicht dadurch besser, daß man dann
noch die Netzwerkverbindungen trennt, wenn der Rechner wieder aufwacht.
Insofern als Verhaltensmaßregel: Locks nur solange aktiv lassen, solange
man *aktiv* Dateien bearbeitet. D.h. im Zweifelsfall die Datei schließen
und nicht einfach den MacBook-Deckel zuschlagen und drauf hoffen, daß es
keine Probleme gibt...

Gruss,

Thomas

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