Geräuschkompensiertes Mikrofon/Mikrofonkapsel

02/09/2014 - 01:09 von M.Dinsch | Report spam
Hallo,
ich habe hier ein BT-Helmset für Motorradfahrer. Das Mikrofon hat den
Geist aufgegeben. Vom Hersteller in Korea gibt es natürlich kein
Ersatzteil, also habe ich mal verschiedene Mikrofonkapseln aus meinem
Bestand ausprobiert.
Das Mikro ist ein Schwanenhalsmikro, in einem beiderseits mit
Öffnungen versehenen Gehàuse ist eine 3mm-Mikrofonkapsel
(Electret-/Kondensatormikro) in einer Art Gummipuffer befestigt. Unter
http://home.arcor.de/wlk/mikro.jpg könnt ihr euch das mal anschauen.
Mit den als Ersatz getesteten Kapseln ist der Klang teils sehr
deutlich anders. Aufgrund des Einsatzzwecks stellt sich mir die Frage,
ob ich da überhaupt eine handelsübliche Mikrofonkapsel verwenden kann.
Denn:
Dieses konkrete Set wird mit einem offenen Jet-Helm verwendet. Das
Mikro ist also ohne Abschirmung/Schutz dem Fahrtwind ausgesetzt. Der
Hersteller behauptet - wie alle anderen Hersteller solcher
Helmsets/BT-Module -, daß es sich um ein "geràuschkompensiertes" Mikro
handele. Aber was heißt das, was bedeutet hier "geràuschkompensiert"?
Bezieht sich das auf das Gehàuse oder auf die Mikrofonkapsel?
Schaut euch bitte mal das verlinkte Foto an. Das Gehàuse ist vorne wie
hinten mit Öffnungen versehen. Über das Gehàuse ist der übliche
Schaumstoff-"Windschutz" gestülpt. In der Anleitung heißt es, daß man
bei zu starken Windgeràuschen (also bei einer Verwendung wie
beschrieben mit offenen Jet-Helmen) auf die dem Fahrtwind ausgesetzte
Rückseite einen im Lieferumfang befindlichen Clip aufstecken soll. Das
ist ein Stück Plastik, das auf das Gehàuse gesteckt/geklemmt wird und
die Rückeite, also dessen Löcher, abdeckt. Allerdings nicht
"luftdicht", nur das direkte Eindringen des Fahrtwinds in die Löcher
des Gehàuses (und "Aufprallen" auf die Mikrofonkapsel) wird
verhindert. Und in der Tat werden damit die Fahrtwindgeràusche mit dem
Clip deutlich weniger.
Allerdings frage ich mich, warum der Hersteller diesen Aufwand
betreibt und erst ein Gehàuse mit Öffnungen auch auf der
Fahrtwind-/Rückseite vorsieht, wenn deren Abdeckung besser ist.
Versuchsweise habe ich die rückseitigen Löcher mal mit Tesafilm
zugeklebt - dies war nicht so gut, die Fahrtwind-Geràusche schienen
stàrker und die Stimme klang "gepreßter", dünner, "höher". Hat das
etwas mit "Druckausgleich" zu tun, d.h. das Gehàuse eine
"Entlüftung/Belüftung" nach hinten, wenn auch ohne direkten Zutritt
des Fahrtwinds auf die Mikrofonkapsel, haben muß?
Bei nàherer Betrachtung des originalen (und defekten) Mikros ist mir
aufgefallen, daß die rückseitige Platine mit den Lötkontakten, also
dessen "Rückseite", zwei kleine Bohrungen aufweist (auf dem Foto das
rechts einkopierte Bild). Es ist nicht zu erkennen, ob die sich
irgendwie fortsetzen, welche Bedeutung sie haben. Vielleicht ist das
irrelevant, vielleicht ist dies aber der Grund, warum die getesteten
Ersatz-Mikro-Kapseln anders klinken und evtl.nicht richtig
funktionieren werden, also mehr Fahrtwindgeràusche produzieren -
möglicherweise ist dies (die Löcher in der Kapsel-Rückseite) ja diese
angebliche "Geràuschkompensation".
Es wàre prima, wenn ihr mich hier erleuchten könntet.
mfg, M.Dinsch
 

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#1 Wolfgang Schmidt
02/09/2014 - 10:17 | Warnen spam
Am 02.09.2014 01:09, schrieb M.Dinsch:
Hallo,
ich habe hier ein BT-Helmset für Motorradfahrer. Das Mikrofon hat den
Geist aufgegeben. Vom Hersteller in Korea gibt es natürlich kein
Ersatzteil, also habe ich mal verschiedene Mikrofonkapseln aus meinem
Bestand ausprobiert.
Das Mikro ist ein Schwanenhalsmikro, in einem beiderseits mit
Öffnungen versehenen Gehàuse ist eine 3mm-Mikrofonkapsel
(Electret-/Kondensatormikro) in einer Art Gummipuffer befestigt. Unter
http://home.arcor.de/wlk/mikro.jpg könnt ihr euch das mal anschauen.
Mit den als Ersatz getesteten Kapseln ist der Klang teils sehr
deutlich anders. Aufgrund des Einsatzzwecks stellt sich mir die Frage,
ob ich da überhaupt eine handelsübliche Mikrofonkapsel verwenden kann.
Denn:
Dieses konkrete Set wird mit einem offenen Jet-Helm verwendet. Das
Mikro ist also ohne Abschirmung/Schutz dem Fahrtwind ausgesetzt. Der
Hersteller behauptet - wie alle anderen Hersteller solcher
Helmsets/BT-Module -, daß es sich um ein "geràuschkompensiertes" Mikro
handele. Aber was heißt das, was bedeutet hier "geràuschkompensiert"?
Bezieht sich das auf das Gehàuse oder auf die Mikrofonkapsel?
Schaut euch bitte mal das verlinkte Foto an. Das Gehàuse ist vorne wie
hinten mit Öffnungen versehen. Über das Gehàuse ist der übliche
Schaumstoff-"Windschutz" gestülpt. In der Anleitung heißt es, daß man
bei zu starken Windgeràuschen (also bei einer Verwendung wie
beschrieben mit offenen Jet-Helmen) auf die dem Fahrtwind ausgesetzte
Rückseite einen im Lieferumfang befindlichen Clip aufstecken soll. Das
ist ein Stück Plastik, das auf das Gehàuse gesteckt/geklemmt wird und
die Rückeite, also dessen Löcher, abdeckt. Allerdings nicht
"luftdicht", nur das direkte Eindringen des Fahrtwinds in die Löcher
des Gehàuses (und "Aufprallen" auf die Mikrofonkapsel) wird
verhindert. Und in der Tat werden damit die Fahrtwindgeràusche mit dem
Clip deutlich weniger.
Allerdings frage ich mich, warum der Hersteller diesen Aufwand
betreibt und erst ein Gehàuse mit Öffnungen auch auf der
Fahrtwind-/Rückseite vorsieht, wenn deren Abdeckung besser ist.
Versuchsweise habe ich die rückseitigen Löcher mal mit Tesafilm
zugeklebt - dies war nicht so gut, die Fahrtwind-Geràusche schienen
stàrker und die Stimme klang "gepreßter", dünner, "höher". Hat das
etwas mit "Druckausgleich" zu tun, d.h. das Gehàuse eine
"Entlüftung/Belüftung" nach hinten, wenn auch ohne direkten Zutritt
des Fahrtwinds auf die Mikrofonkapsel, haben muß?
Bei nàherer Betrachtung des originalen (und defekten) Mikros ist mir
aufgefallen, daß die rückseitige Platine mit den Lötkontakten, also
dessen "Rückseite", zwei kleine Bohrungen aufweist (auf dem Foto das
rechts einkopierte Bild). Es ist nicht zu erkennen, ob die sich
irgendwie fortsetzen, welche Bedeutung sie haben. Vielleicht ist das
irrelevant, vielleicht ist dies aber der Grund, warum die getesteten
Ersatz-Mikro-Kapseln anders klinken und evtl.nicht richtig
funktionieren werden, also mehr Fahrtwindgeràusche produzieren -
möglicherweise ist dies (die Löcher in der Kapsel-Rückseite) ja diese
angebliche "Geràuschkompensation".
Es wàre prima, wenn ihr mich hier erleuchten könntet.
mfg, M.Dinsch




In der Regel werden für derartige Mikrofone zwei Elektretkapseln
gegenphasig zusammengeschaltet.
Geràusche aus größerer Entfernung treffen ziemlich gleichzeitig und
gleich laut an den beiden Mikros ein und löschen sich dadurch weitgehend
aus.

Die Sprache aus dem Mund kommt deutlich lauter am nàherliegenden Mikro
an und kommt damit auch aus der Gesamtanordnung verarbeitbar heraus.

Wolfgang

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