"Geschweisste" Trafos

19/02/2009 - 17:18 von Harald Wilhelms | Report spam
Hallo Leute,
ich habe mal gelernt, das Netztrafos mit einem
Eisenkern aus einzelnen Blechen gefüllt werden
müssen, die keine elektrische Verbindung unter-
einander haben dürfen, damit die Wirbelstrom-
verluste minimiert werden. Nun wird aber bei
immer mehr Industrietrafos der Blechkern
"geschweisst", d.h. die Bleche werden durch
zwei Schweissnàhte miteinander verbunden.
Dadurch müssten m.E. die Verluste stark
ansteigen. Nimmt man das zugunsten einer
einfacheren Fertigung in Kauf, oder ist der
Unterschied gar nicht so gross?

Zweite Frage: Kann man diese Schweissnaht
eigentlich problemlos aufsàgen, um den Trafo
umzuwickeln? Das Blechpaket müsste dann
natürlich anschliessend z.B. durch eine
àussere Verschraubung zusammengedrückt
werden.
Gruss
Harald
 

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#1 Uwe Hercksen
19/02/2009 - 17:51 | Warnen spam
Harald Wilhelms schrieb:

Hallo Leute,
ich habe mal gelernt, das Netztrafos mit einem
Eisenkern aus einzelnen Blechen gefüllt werden
müssen, die keine elektrische Verbindung unter-
einander haben dürfen, damit die Wirbelstrom-
verluste minimiert werden. Nun wird aber bei
immer mehr Industrietrafos der Blechkern
"geschweisst", d.h. die Bleche werden durch
zwei Schweissnàhte miteinander verbunden.
Dadurch müssten m.E. die Verluste stark
ansteigen.



Hallo,

vielleicht liegen diese zwei Schweissnàhte ja so das durch sie keine
geschlossenen Windungen in der richtigen Ebene in dem Eisenkern
entstehen können. Beim konventionellen geblechten Kern sind die Bleche
ja auch so orientiert das ein Wirbelstrom nicht innerhalb eines einzigen
Bleches fliessen kann. Die Ebene der Bleche steht ja senkrecht auf der
Ebene der Windungen, nicht parallel dazu.

Bye

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