Geschwindigkeitsprobleme VFP /win2003 Server

19/08/2008 - 09:26 von Walter Sponagel | Report spam
Hallo ich habe eine Anwendung unter VFP9 geschrieben. Der Kunde hatte zum
testen das ganze auf einem Linuxserver. Alles lief OK. Jetzt wurde das auf
einen win2003 Server gebracht.
Unter Win2003 Server geht es akzeptabel, wenn nur eine Arbeitsstation dran
hàngt. Sobald mehrere arbeiten geht die Leistung extrem zurück. Der
Virenscanner ist so eingestellt, dass Netzwerklaufwerke nicht gescannt
werden.
Arbeitsstationen sind alle XP. Hat das schon mal jemand gehabt?
Bin dankbar für jede Info.

Walter
 

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#1 Olaf Doschke
19/08/2008 - 09:52 | Warnen spam
Hallo Walter,

wie Du schon sehr richtig beobachtest existiert das Problem
unter einem (neueren) Windows Server, unter Linux (mit Samba)
als Fileserver jedoch nicht.

Es hat mit einer Spezialitàt namens Opportunistic Locking,
kurz OpLocks zu tun. Nebenbei gesagt wird das mittler-
weile auch von Samba unterstützt, ist allerdings anders als
unter Windows hier wohl zunàchst mal deaktiviert.

Such mal nach VFP Oplocks und Du wirst bestimmt
fündig werden. Die Lösung ist Oplocks abzuschalten.

Wo das geht, siehe hier:
http://support.microsoft.com/defaul...us;q296264

Es funktioniert so, daß wie Du beobachtest bei einem
Filezugriff durch einen einzelnen Client dessen Arbeit an der
Datei optimiert und dabei ein spàter zustoßender zweiter Client
ausgebremst wird, je spàter desto wart.

Es wird so getan wird, als hàtte dieser Client Exklusivzugriff
und kein anderer benötige Zugriff auf Änderungen dieses Clients.
Insbesondere das Rückschreiben in die Datei am Server wird
unterlassen, sondern stattdessen alles beim Client gecachet,
was an Änderungen ansteht, wenn nicht sogar die gesamte Datei
nach und nach zum Client wandert und so die Arbeit daran
beschleunigt.

Erst in dem Moment wo ein zweiter Client die Datei ebenso
benötigt wird der bisher "exklusiv" auf der Datei arbeitende Client
nach ausstehenden Änderungen befragt, diese eingeholt und
durchgeführt. Bis dahin wartet ein zweiter Client also, bis er mit
der Datei versorgt wird. Das geht soweit ich weiß soweit, daß es
auch für eine EXE gemacht wird, auf die ja eigentlich sowieso nur
Lesezugriffe bestehen, es wirkt sich auf jeden Fall tödlich auf
Tabellenzugriffe aus.

Es wàre sehr wünschenswert, OpLockbarkeit würde eine Datei-
oder Ordnereigenschaft werden und nicht jeweils global pro Client
bzw. Server gelten. OpLocks machen nur Sinn bei Dokumenten,
an denen üblicherweise nur ein Client zur Zeit arbeitet, wie Office
Dokumenten.

Tschüß, Olaf.

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