Gewinnstrategie fuer "negative Versteigerung"

07/12/2008 - 13:23 von Lars Rohwedder | Report spam
Hallo,

seit einiger Zeit laeuft hier im Radio so ein Gewinnspiel, wo teure
Gegenstànde oder Reisen wie folgt versteigert werden:

Es wird ein Höchstpreis genannt (z.B. 49 EUR) und dann muss man per SMS
oder Telefonanruf (für teures Geld, versteht sich) sein Gebot nennen
und nach ein paar Tagen gewinnt dann derjenige mit dem niedrigsten
Gebot, das nur 1x genannt worden ist.

Nun bin ich am Grübeln, ob es für so ein Spiel so etwas wie eine
optimale Gewinnstrategie gibt. Die angebotenen Gegenstànde/Reisen sind
teuer genug, dass es wohl für die meisten praktisch keine Rolle spielt,
ob man diese nun für 48,89 EUR oder 0,01 EUR bekommt.

Ist es nun sinnvoll, eher im oberen Drittel zu tippen oder im unteren?
Da ich nicht weiß, wie die Leute tippen, gehe ich mal von einer
Gleichverteilung aus (wird sicher nicht stimmen, da viele Leute wie
beim Lotto wohl ihr Geburtsdatum oder "Glückszahlen" tippen oder runde
betràge oder Schnapszahlen usw.). Würde es helfen, wenn man erfàhrt,
wie viele Leute einen Tipp abgegeben haben?

*grübel*

Lars R.

PS: Nein, ich hab nicht wirklich vor, bei so einem Spiel mitzumachen.
Dafür sind mir die 0,50 EUR pro Anruf/SMS doch zu teuer. Da sich das
Spiel für den Veranstalter aber wohl rechnet, gehe ich mal davon aus,
dass da schon ein paar zigtausend Tipps eingehen.
 

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#1 Roland Damm
07/12/2008 - 14:01 | Warnen spam
Moin,

Lars Rohwedder schrub:

Es wird ein Höchstpreis genannt (z.B. 49 EUR) und dann muss man
per SMS oder Telefonanruf (für teures Geld, versteht sich) sein
Gebot nennen und nach ein paar Tagen gewinnt dann derjenige mit
dem niedrigsten Gebot, das nur 1x genannt worden ist.

Nun bin ich am Grübeln, ob es für so ein Spiel so etwas wie
eine optimale Gewinnstrategie gibt. Die angebotenen
Gegenstànde/Reisen sind teuer genug, dass es wohl für die
meisten praktisch keine Rolle spielt, ob man diese nun für
48,89 EUR oder 0,01 EUR bekommt.

Ist es nun sinnvoll, eher im oberen Drittel zu tippen oder im
unteren? Da ich nicht weiß, wie die Leute tippen, gehe ich mal
von einer Gleichverteilung aus



Wenn Gleichverteilung herrscht, ist es sicher das beste, den
höchst möglichen Preis zu bieten.
Aber das werden viele andere auch denken

Ich glaube der Begriff 'optimale strategie' ist hier fehl am
Platz: Wenn es eine optimale Strategie gàbe, dann wàre diese für
alle Teilnehmer die gleiche und alle würden das gleiche bieten.

Man könnte es noch anders angehen: Die Leute werden vermutlich
individuell recht zufàllig spielen, aber insgesamt so, dass alle
die gleiche Gewinnchance haben.

Die Gewinnchance ist um so größer, je mehr man bietet. Aber um so
kleiner, je mehr Leute das selbe bieten, ich nenne zweiteres mal
die Dichte der Gebote. Daher wird sich das System auf irgendwas
in der Art einpendeln, dass die Dichte von Geboten mit der Höhe
des Gebots steigt.

Man könnte das mal simulieren.

CU Rollo

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