Gibts denn hier kein Lift ?

31/08/2010 - 18:20 von Fix und Foxy | Report spam
Faust
Wissenschaftler, betont wohlwollend, redet gerne, sowohl schweigsamer
wie auch neugieriger Gast/Zuschauer (Auerbachs Keller, Hexenküche)

Ziel: absolute Erkenntnis, möchte ganze Welt verstehen

Mephisto
Teufel, Teil des göttlichen Werkes, will das Böse aber schafft immer
das Gute, Narrenrolle ermöglicht Kritik (an Uni, Kirche),
Verwandlungskünstler, hat verbindende Funktion (zieht im Hintergrund
die Fàden).

Wichtig: Teufel = Knecht Gottes, ist nicht wirklich frei!

Gretchen
Kleinbürgerlich, Idealistische Frauengestalt (Reinheit, absolute
Liebe, Glàubigkeit, stark Eindringlich), realistische Eigenschaften
(Làstern, tràumt von Schmuck etc.), Entwicklung vom Màdchen zur Frau
(leidenschaftliche Hingabe führt zu Sünde, ist aber bereit
Konsequenzen zu tragen), wird zu gleichwertigen Gegnerin von Mephisto
durch ihre Ideale selbst in Extremsituationen wie im Kerker.

Wagner
wissbegierig, hat wenig Gespür, Karikatur (Gelehrter ist etwas
besseres als das Volk)

Schüler
Gretchens Bruder
Marthe
2. Inhalt Kurzform
Mephisto wettet mit Gott um Fausts Seele, dass es ihm gelingen wird,
Faust dem Bösen verfallen zu lassen. Faust verzweifelt über die
Beschrànktheit der Menschen und findet keine Antwort auf die Frage
nach dem Sinn des Lebens. Nach den Naturwissenschaften versucht er
sich in Magie, doch auch damit kommt er nicht weiter und wird nur
durch das Erklingen der Osterglocken vom Selbstmord abgehalten. Am Tag
darauf bietet Mephisto Faust übermenschliche Kràfte an, falls Faust
ihm dafür die Seele verspricht und im Jenseits dient. Mephisto soll
die Seele erhalten, sobald Faust sein Ziel erreicht hat und sagt:
„Verweile doch! Du bist so schön!“. Mephisto möchte Faust zum Glück
bringen durch Erfahrung/Leben und nicht durch Erkenntnis. Es folgt ein
Rundgang durch die Welt der sinnlichen Freuden im Auerbachs Keller,
was Faust jedoch abstossend findet. So wird Faust verjüngt
(Hexenküche) und macht sich mit Gretchen bekannt, in welches er sich
verliebt. Faust kann Gretchen für sich gewinnen. Um sie ungestört
besuchen zu können, besorgt Mephisto einen Schlaftrunk für ihre
Mutter, welcher sie jedoch tötet. Gretchen wird schwanger. Ihr Bruder
Valentin will sich ràchen, er wird jedoch von Faust mit Hilfe
Mephistos erstochen. Faust wird von Mephisto in die Walpurgisnacht zum
Hexensabbat mitgenommen. In der Zwischenzeit hat Gretchen, um der
Schande zu entgehen, ihr Kind ertrànkt und wird deswegen als
Kindesmörderin zum Tode verurteilt. Faust will mit Mephistos Hilfe
Gretchen vor der Hinrichtung befreien. Gretchen lehnt Fausts Hilfe ab.
Sie akzeptiert den Tod als Strafe für ihr Vergehen und übergibt sich
dem Gericht Gottes. Somit gewinnt Gott gegen Mephisto.

3. Zusammenfassung ausführlich
Prolog im Himmel
Die ganze Geschichte beginnt mit einer Wette zwischen Mephistopheles
und Gott. Mephistopheles hat zu beweisen, dass es leicht sei selbst
ein "getreuer Knecht" vom rechten Weg abzubringen.

Studierzimmer
Wàhrenddessen verzweifelt Faust in seinem Studierzimmer an den
unüberwindlich scheinenden Grenzen der abstrakten Wissenschaften. Er
berauscht sich durch Nostradamus Buch am Zeichen des Makrokosmos, das
ihm die wirkende Welt der Naturkràfte enthüllen soll, aber alles
bleibt ihm endlich doch nur abgeschmackter Trug, ein blosses
"Schauspiel nur". Im Zeichen des Mikrokosmos beschwört er schliesslich
den Erdgeist, dessen màchtige flammende Erscheinung ihn aber völlig
niederschmettert. Es ist eben doch nur der abstrakte Geist der
Wissenschaft, den Faust begreift, der nun leibhaftig verkörpert als
sein Famulus Wagner hereintritt. Faust spottet seiner und schickt ihn
endlich verdrossen weg. Des Lebens überdrüssig will der durch Gift aus
dieser engen Erdenwelt scheiden. Doch die morgendlichen Osterglocken
und Chor der Engel, ziehen mit Gewalt den Giftkelch von seinen Lippen.

Osterspaziergang
Auf einem Osterspaziergang erquickt sich Faust kurze Zeit an der
erwachenden Frühlingsnatur und am ausgelassenen Treiben des Volkes.
Alle rühmen Faust ob seiner uneigennützigen Hilfe bei der letzten
Pestepidemie, doch eben diese Ehren trüben wieder seine Laune. Weiss
er doch nur zu gut, wie wenig seine obskuren alchemistischen Künste
vermögen, wie oft er Gift statt wahrer Arznei verabreicht hat. Faust
fühlt sich innerlich zerrissen. Schon bricht die Dàmmerung herein, als
Faust einen sonderbaren schwarzen Hund erblickt, der die beiden
Spaziergànger umschweift. Wagner erscheint er als ganz gewöhnlicher
Pudel, doch Faust vermeint einen Feuerstrudel auf seinen Pfaden
hinterdrein ziehen zu sehen.

Studierzimmer
Zusammen mit dem merkwürdigen Pudel, der bestàndig um seine Füsse
schleicht, betritt Faust wieder sein Studierzimmer. Die tiefe Nacht,
die mittlerweile hereingesunken ist, gibt seiner Seele kurzen Frieden,
den nur das leise aber bestàndige Knurren des Pudels stört. Wenn sich
die geistige Wirklichkeit schon nicht Fausts Seelenblick eröffnen mag,
so vermag ihn vielleicht das geoffenbarte Wort der Heiligen Schrift
weiter zu führen. Es dràngt Faust, den heiligen Urtext in sein
geliebtes Deutsch zu übertragen. Der Pudel knurrt bedenklich, dehnt
sich als schwarzer Schatten, schwillt zur Grösse eines Nilpferds. Mit
magischen Sprüchen versucht Faust das gespenstische Wesen zu bannen.
Das christliche Zeichen zeigt Wirkung. Mephistopheles muss in seiner
wahren Gestalt erscheinen. Mit Gesang wiegen seine kleinen Helfer
Faust in tiefen Schlaf und Ratten ermöglichen ihm den Austritt. Ein
freier Teufel kehrt des Morgens zurück. So làsst sich gut der Pakt mit
Faust schliessen, dem lange schon vor allem Wissen ekelt und der sich
und an den Tiefen der Sinnlichkeit berauschen will. Das kann Mephisto
leicht bieten. Wenn es Mephisto gelingt Faust in dieser Welt glücklich
machen, hat dieser ihm drüben zu dienen.

Auerbachs Keller

Ariel : Gibts denn hier kein Lift ?
 

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#1 ....
04/09/2010 - 07:39 | Warnen spam
Fix und Foxy wrote in news:1ead5911-bd04-457e-b936-
:




Wieso, willst du dich liften lassen?

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