Gitterspannung Netzteil

10/02/2013 - 01:48 von Jan Conrads | Report spam
Hallo,

ich suche (die am besten ideale - wie immer ;-) Schaltung, um eine
Schirmgitterspannung für eine Senderöhre konstant zu halten.

Als Mindestvoraussetzung würde ich folgendes vorsehen wollen:

-stellbar/umschaltbar im Bereich von 250-400V (nicht im Betrieb)
-Strombegrenzung auf unter 80mA (ggf auch geringer, das Gitter mag nur
max 28W)
-alternativ Abschaltung bei Uberstrom

Um die möglicherweise auftretenden negativen Ströme abzufangen, würde
ich einen Lastwiderstand dem Gitter parallel schalten.

Viele Schaltungen für diesen Zweck habe ich bereits gesehen, aber die
allerwenigsten haben eine Strombegrenzung. Dies wàre bei mir aber nicht
unwichtig, da die Anodenspannung durch ein getrenntes Netzteil gewonnen
wird.

Ursprünglich hatte ich eine Parallelstabilisierung vorgesehen, dies
hàtte den Vorteil, das wenn der Transistor durchlegiert, die Spannung
weg ist, Nachteil wàre die hohe Verlustleistung in Ruhe. Strombegrenzung
wàre hier nicht so einfach, höchstens eine Crowbar + Sicherung.
(Transistor ist für sowas oft ein BU208/508 o.à)

"Normale" Netzteile werden üblicherweise seriell stabilisiert,
allerdings sind die meisten davon nicht unmittelbar HF ausgesetzt und
viele billige Netzteile mögen HF überhaupt nicht.

Was haltet ihr von eiher Schaltung wie:

http://www.roehrenkramladen.de/HV4/hv4-text.htm

Die dort beschriebene HV3 habe ich mal simuliert, aber die
Strombegrenzung scheint mir nicht wirklich effektiv, die
Ausgangsspannung sinkt ab einem bestimmten Strom, aber der Strom wird
nicht konstant begrenzt. Ein paar FETs ( BUZ310 1KV 2,5A 75W) hàtte ich
noch da.



Evt könnt ihr mir ja ein paar Hinweise geben, ich würde ungerne die
Röhre zerstören und möglichst eine stabile Schaltung haben - wenn es
geht ohne "Power Z-Diode" (wie in
http://pa0fri.home.xs4all.nl/Lineai...500eng.htm )


Gruß Jan
 

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#1 Joerg
10/02/2013 - 02:42 | Warnen spam
Jan Conrads wrote:
Hallo,

ich suche (die am besten ideale - wie immer ;-) Schaltung, um eine
Schirmgitterspannung für eine Senderöhre konstant zu halten.

Als Mindestvoraussetzung würde ich folgendes vorsehen wollen:

-stellbar/umschaltbar im Bereich von 250-400V (nicht im Betrieb)
-Strombegrenzung auf unter 80mA (ggf auch geringer, das Gitter mag nur
max 28W)
-alternativ Abschaltung bei Uberstrom




Oh, das erinnert mich an alte Zeiten. In meiner ersten Endstufe habe ich
den Linearregler mit einer PL504 gebaut, in der dickeren (zweimal
QB5/1750) m.W. mit Transistoren, muesste ich aber raussuchen. Ist
Jahrzehnte her.

Mit der PL504 ist das robust, man muss in Senderoehren immer damit
rechnen dass es drinnen mal ballert. Ist nie was kaputtgegangen, ausser
dass ich ueber die Jahre natuerlich etliche der PL509 ausgelutscht habe
(die PL504 jedoch nie).


Um die möglicherweise auftretenden negativen Ströme abzufangen, würde
ich einen Lastwiderstand dem Gitter parallel schalten.




Oder eine Diode?


Viele Schaltungen für diesen Zweck habe ich bereits gesehen, aber die
allerwenigsten haben eine Strombegrenzung. Dies wàre bei mir aber nicht
unwichtig, da die Anodenspannung durch ein getrenntes Netzteil gewonnen
wird.

Ursprünglich hatte ich eine Parallelstabilisierung vorgesehen, dies
hàtte den Vorteil, das wenn der Transistor durchlegiert, die Spannung
weg ist, Nachteil wàre die hohe Verlustleistung in Ruhe. Strombegrenzung
wàre hier nicht so einfach, höchstens eine Crowbar + Sicherung.
(Transistor ist für sowas oft ein BU208/508 o.à)

"Normale" Netzteile werden üblicherweise seriell stabilisiert,
allerdings sind die meisten davon nicht unmittelbar HF ausgesetzt und
viele billige Netzteile mögen HF überhaupt nicht.

Was haltet ihr von eiher Schaltung wie:

http://www.roehrenkramladen.de/HV4/hv4-text.htm

Die dort beschriebene HV3 habe ich mal simuliert, aber die
Strombegrenzung scheint mir nicht wirklich effektiv, die
Ausgangsspannung sinkt ab einem bestimmten Strom, aber der Strom wird
nicht konstant begrenzt. Ein paar FETs ( BUZ310 1KV 2,5A 75W) hàtte ich
noch da.



Evt könnt ihr mir ja ein paar Hinweise geben, ich würde ungerne die
Röhre zerstören und möglichst eine stabile Schaltung haben - wenn es
geht ohne "Power Z-Diode" (wie in
http://pa0fri.home.xs4all.nl/Lineai...500eng.htm )




Hier steht im Prinzip wie es gemacht wird wenn man mit einem Minimum an
Teilen auskommen will:

http://www.ti.com/lit/an/snoa648/snoa648.pdf

Wobei man das heutzutage eher mit FETs macht, da hat man nur noch einen
Transistor.

Crowbar waere recht simpel: Kette von Z-Dioden bis Du auf 430V bist,
oder was immer die Angstgrenze ist. Das auf das Gate eine fetten
Thyristors (R nach Masse), das uebliche eben:

http://www.radio-electronics.com/in...rowbar.php

Sicherung und alles andere muss so geschuetzt verbaut sein dass nichts
wegspritzen kann zu Stellen wo es Unheil anrichtet. Bei solchen
Spannungen passiert das schonmal.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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