Glaette

08/12/2012 - 19:46 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Was sind eigentlich die 'Basics' hinsichtlich Schnee und Eis?

Meiner nebelhaften Erinnerung nach entsteht Glàtte dadurch, daß das
mehr oder weniger feste weiße Zeug unter Druck anschmilzt und der sich
dabei bildende Wasserfilm dann für hydrodynamische Schmierung sorgt.
Das passiert im wesentlichen in Bereichen um 0° C herum.

Entsprechend sollte bei hinreichend tiefen Temperaturen nichts
passieren, also Schnee und Eis nicht mehr glatt sein.

Stimmt das überhaupt, und wo liegen dann die Grenztemperaturen?

Hàngt die Geschichte von der Flàchenpressung der Ràder (bzw. Sohlen
oder Kufen) ab? (Ich unterstelle, daß bei Luftreifen die
Flàchenpressung größenordnungsmàßig gleich dem Reifendruck ist -
stimmt nicht ganz, weil der Latsch nicht vollflàchig tràgt, sondern
nur die herausragenden Profilteile, also nicht die Rillen, d. h. die
Flàchenpressung ist im Mittel größer. Wenn sie hoch genug ist
(Spikes), wird das Eis einfach zerdrückt, der Reifen verzahnt sich mit
der Fahrbahn. Dann liegt Formschluß vor, und die Reibbeiwerte spielen
dann keine größere Rolle mehr.)

Da Salz die Schmelztemperatur absenkt: Sollte man unterhalb gewisser
Temperaturen (welcher?) nicht mehr streuen?

(Vor ein paar Tagen gab es hier ein paar mm Neuschnee - darin konnte
man (mit Hochdruckreifen 8 bar) ganz prima Fahrrad fahren. Jetzt ist
es festgefahren und teilweise vereist, und nun sehe ich es
skeptischer. Andererseits fühlte es sich bei ca. -5° C trotzdem nicht
so besonders glatt an, obwohl es eisig glànzte.)

Das war übrigens auch bzgl. des "Spurenlesens" ganz interessant: Ich
hàtte vermutet, daß die einzige in dem Viertel (EFH, d. h. Villen)
bekannte Fortbewegungsart die mittels Kfz wàre - stimmte gar nicht: Es
zeigten sich überraschenderweise extrem viele Fahrradspuren, quasi aus
jeder Einfahrt heraus. (Wahrscheinlich die Schüler - die radeln zur
Schule. Zu der Zeit, zu der sie das vermutlich tun, bin ich dort aber
nicht.)


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Tom Schneider
08/12/2012 - 19:59 | Warnen spam
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
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Moin!

Was sind eigentlich die 'Basics' hinsichtlich Schnee und Eis?

Meiner nebelhaften Erinnerung nach entsteht Glàtte dadurch, daß das
mehr oder weniger feste weiße Zeug unter Druck anschmilzt und der sich
dabei bildende Wasserfilm dann für hydrodynamische Schmierung sorgt.
Das passiert im wesentlichen in Bereichen um 0° C herum.

Entsprechend sollte bei hinreichend tiefen Temperaturen nichts
passieren, also Schnee und Eis nicht mehr glatt sein.

Stimmt das überhaupt, und wo liegen dann die Grenztemperaturen?




Nö. Meine praktische Erfahrung zeigt, dass auch Eis bei -25 °C ziemlich
glatt ist. Aber nasses Eis ist dazu natürlich die Steigerung.

Nasses Gras ist auch sehr schön, vor allem, wenn man für sein Pferd nach dem
Turnier Taxi spielen muss ...

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