Gleichrichter für Bremse DASM - kein ÜS-Schutz?

21/10/2009 - 10:46 von Carsten Kreft | Report spam
Hallo,
gestern reparierte ich notdürftig einen Kran, bei dem sich die Bremse des
Hebemotors nicht mehr löste. Die Ursache war ein Gleichrichter-Modul (graues
Kàstchen für Hutschiene, stinkend).
Ich habe das durch einen Standard Wald-und-Wiesen Brückengleichrichter B250
ersetzt, zunàchst fliegend im Schaltschrank, aber gleich mit dem Hinweis,
dass das nur eine Notreparatur ist, da
1. fliegend im Schrank
2. ohne Varistor / RC Glied ich mit minimaler Lebensdauer rechne (die Bremse
macht beim Abschalten ganz sicher sehr unschöne Spannungsspitzen durch
Selbstinduktion)

Heute kam schon das Ersatzteil.
Neugierig habe ich natürlich erstmal das Gehàuse aufgepopelt:
Überraschung!
Vier Dioden, Schraubklemmleiste und 95% Luft im Gehàuse.
Offensichtlich kein Schutz vor den Spannungsspitzen.
Trotzdem hat das Teil gut 5 Jahre gehalten.
Sind die Dioden doch so spannungsfest?

(Übrigens interessant geschaltet, ist ein DASM mit 2 Drehzahlen durch
getrennte Wicklungen, 1U / 2U haben immer Spannung, sobald der Motor làuft,
egal ob Schleich- oder Schnellgang, der Gleichrichter hàngt zwischen den
beiden getrennt herausgeführten Sternpunkten. Davon nimmt dann jeweils einer
das Potenzial von "U" an, der andere, der aktiven Wicklung, ist dann der
Sternpunkt und ein "schwebender N")
 

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#1 Udo Piechottka
21/10/2009 - 10:54 | Warnen spam
Carsten Kreft schrieb:
Vier Dioden, Schraubklemmleiste und 95% Luft im Gehàuse.
Offensichtlich kein Schutz vor den Spannungsspitzen.
Trotzdem hat das Teil gut 5 Jahre gehalten.
Sind die Dioden doch so spannungsfest?




Hallo Carsten,

offenbar wird wechselspannungsseitig geschaltet.

Nach dem Abschalten fliesst der Bremsen-Gleichstrom über den
Brückengleichrichter weiter, daher keine Induktionsspitzen.

Beim Abschalten auf der Bremsenseite hàtteste Du eher ein Problem.

Gruss Udo

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