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größeren Li-Poly Akkupack sicher aufbauen?

22/03/2015 - 21:47 von Robert Obermayer | Report spam
Hallo,

ich stehe vor der Aufgabe, einen relativ großen Li-Poly Akkupack zu
bauen (12 Zellen 12Ah von Kokam, 4S3P, Laststrom <75A).
-Elektrisch:
direkte Parallelschaltung ist wohl nicht so gut, also 3 einzelne Packs
mit eigener Schutzschaltung parallel. Die wohl auf Basis des S-8254
(weil man anscheinend keine Chance hat andere derartige Teile irgendwo
zu bekommen, nicht einmal mit einer größeren Leistungselektronikfirma
will Seiko z.b. da reden), auch wenn man dann P-Channel FET braucht. Und
weil der 8254 wenigstens funktioniert, ganz im Gegensatz zu einem
UCCirgendwas, der (nicht nur bei mir) prinzipiell immer nach dem
Anschließen kaputtging.
Wie macht man das mit dem Temperaturschutz am besten? Wo pappt man
Bimetallschalter o.à. an den Zellen dran, an jeder einzelnen Zelle einen
oder mehrere?
Second level Überspannungsschutz? Bei Notebookakkus ist der oft drin,
mit einer elektrisch auslösbaren Schmelzsicherung als Schaltelement. Nur
die gibts bei keinem Distri zu kaufen, und ist für 25A eh nicht
brauchbar. Also wenn dann über nochmal 2 FET?
Sicherung halt eine automotive Streifensicherung BF1 mit 32V,40A je
Pack, sollte doch reichen?

-Mechanisch:
Nachdem die Teile sich ja schon gegen normales Lebensdauerende
ausdehnen, sollte man wohl etwas Platz zwischen den Zellen lassen? Der
Kühlung würde das natürlich auch helfen.
Hat man irgendeine Chance mit realistischem Material (5mm Hartgewebe?),
der Ausbreitung des "Fehlerfalls" auf die restlichen Zellen zu
verhindern, um die Katastrophe zu begrenzen? 10cm Beton zàhlt nicht.
Das Ganze kàme in eine stabile Blechkiste rein, bei deren Deckel dafür
gesorgt werden würde (Scharniere mit Nylonschrauben befestigen z.b.)
dass der wegfliegen kann bevor es die ganze Kiste zur Splittergranate
verarbeitet.

Noch etwas vergessen?
 

Lesen sie die antworten

#1 Michael Buchholz
23/03/2015 - 00:31 | Warnen spam
Am 22.03.2015 um 21:47 schrieb Robert Obermayer:
Hallo,

ich stehe vor der Aufgabe, einen relativ großen Li-Poly Akkupack zu
bauen (12 Zellen 12Ah von Kokam, 4S3P, Laststrom <75A).
-Elektrisch:
direkte Parallelschaltung ist wohl nicht so gut, also 3 einzelne Packs
mit eigener Schutzschaltung parallel. Die wohl auf Basis des S-8254



Klar geht das. Solange die zellen den gleichen zustand haben kannst du
sie problemlos "hart" zusammenlöten. Einziger Nachteil: wenn eine des
Dreierpacks stirbt zieht sie die anderen beiden mit. An die 4 3erpacks
seriell machst Du dann deinen Balancer/Schutzschaltung.

Wie macht man das mit dem Temperaturschutz am besten? Wo pappt man
Bimetallschalter o.à. an den Zellen dran, an jeder einzelnen Zelle einen
oder mehrere?



Unnötig. Notfalls eine kleine Schaltung die ein dickes Relais oder einen
Fet (Relais ist IMHO einfacher bei den Strömen) nimmt um den
Akkupack vom Bordnetz zu trennen, wenn Temperatur (gemessen in der
Mitte des Packs) oder die Spannung aus dem Ruder laufen.

Second level Überspannungsschutz? Bei Notebookakkus ist der oft drin,
mit einer elektrisch auslösbaren Schmelzsicherung als Schaltelement. Nur
die gibts bei keinem Distri zu kaufen, und ist für 25A eh nicht
brauchbar. Also wenn dann über nochmal 2 FET?
Sicherung halt eine automotive Streifensicherung BF1 mit 32V,40A je
Pack, sollte doch reichen?



Brauchts diese doppelte Sicherheit? Wenn ja: mache zwei
Strefensicherungen in Reihe an den + des Akkus richtung Netz. Dann einen
dicken Fet von der masse zu mitte der beiden Sicherungen.
Wenn dann irgendwas im argen liegt und das Relais nicht abschaltet:
puste die Sicherung(en) weg.

-Mechanisch:
Nachdem die Teile sich ja schon gegen normales Lebensdauerende
ausdehnen, sollte man wohl etwas Platz zwischen den Zellen lassen? Der
Kühlung würde das natürlich auch helfen.
Hat man irgendeine Chance mit realistischem Material (5mm Hartgewebe?),
der Ausbreitung des "Fehlerfalls" auf die restlichen Zellen zu
verhindern, um die Katastrophe zu begrenzen? 10cm Beton zàhlt nicht.



Je nach dem wie die Einbausituation ist könntest du die einzelnen Zellen
mit je ein wenig Blech oder 3mm FR4 umhüllen. ordentlich mit Glasfaser
und Epoxy verstàrken außer auf einer Seite die nach "draußen" zeigt.
Dort nur eine dünne Folie oder ein Tape auf ein Lochblech anbringen.
So kann jede einzelne Zelle nach "draußen" abblasen ohne die
benachbarten Zellen zu beeinflussen.

Das Ganze kàme in eine stabile Blechkiste rein, bei deren Deckel dafür
gesorgt werden würde (Scharniere mit Nylonschrauben befestigen z.b.)
dass der wegfliegen kann bevor es die ganze Kiste zur Splittergranate
verarbeitet.



Übertrieben.

Michael.

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