grub2 startet nicht von logischer Partition

12/06/2010 - 13:43 von G | Report spam
Hallo,

Bin mit meinem Latein am Ende. Den neu aufgesetzten Server habe ich mit
unten stehender Tabelle partitioniert. Die Besonderheit ist wohl, dass
die eigentliche Installation in sda6 gelandet ist. Das Mainboard ist neu
(Intel DM510) - also sollte es keine Startprobleme mit hinteren Zylindern
geben. Ich nutze GRUB 1.98-1ubuntu6 und installiere es mit "grub-install /
dev/sda". Alles geht ohne Probleme. Er legt /boot/grub absolut korrekt
an. device.map stimmt auch. Mit dd if=/dev/sda count=1 habe ich
überprüft, dass tatsàchlich grub-code auf die Platte eingetragen worden
ist.

Beim Starten des Systems von dieser Platte (extra im Bootmenü
entsprechende ausgewàhlt) erscheint dann aber sinngemàß "No boot device".
Ich soll eins einlegen und eine Taste drücken. Er kommt also nicht einmal
bis zur grub.cfg, die ich angelegt habe. Sollte er nicht zumindest den mbr
starten und mir dann wenigstens "GRUB error" o.à. anzeigen? Gibt es bei
grub2 eine Einschrànkung von der ich nichts weiß?

Grüße!


# fdisk -lu /dev/sda
Disk /dev/sda: 1500.3 GB, 1500301910016 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 182401 cylinders, total 2930277168 sectors
Units = sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes

Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sda1 64 2833801740 1416900838+ 83 Linux
/dev/sda2 2833802881 2930272064 48234592 5 Extended
/dev/sda5 2833802944 2909300416 37748736+ 83 Linux
/dev/sda6 * 2909300480 2926077696 8388608+ 83 Linux
/dev/sda7 2926077760 2930272064 2097152+ 82 Linux swap
 

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#1 Heiko Nocon
12/06/2010 - 16:00 | Warnen spam
Günther Frings wrote:

Den neu aufgesetzten Server habe ich mit
unten stehender Tabelle partitioniert. Die Besonderheit ist wohl, dass
die eigentliche Installation in sda6 gelandet ist.



Naja, das ist eigentlich nix besonderes.

Was allerdings blühender Unsinn ist, ist die Tatsache, daß sda6 die
aktive Partition ist. Das geht garnicht. Entweder ist das Flag komplett
sinnlos (wenn grub im MBR sitzt) oder es ist falsch gesetzt (wenn im MBR
der Bootcode von DOS/Windows sitzt).

Das Mainboard ist neu
(Intel DM510) - also sollte es keine Startprobleme mit hinteren Zylindern
geben.



Darauf würde ich mich keinesfalls verlassen wollen. Schließlich
progagiert Intel schon seit làngerer Zeit den Umstieg auf EFI. Es würde
mich keinesfalls wundern, wenn Intel in typischer Intel-Manier die
Entwicklung "dezent" in die von Intel gewünschte Richtung lenkt. In
diesem Fall konkret dadurch, ein EFI zu verwenden und das mit einer
kastrierten BIOS-Emulation auszustatten, kastriert z.B. um die
Unterstützung für die Int13-ExtendedXXXX-Funktionen...

Beim Starten des Systems von dieser Platte (extra im Bootmenü
entsprechende ausgewàhlt) erscheint dann aber sinngemàß "No boot device".



Vermutlich prüft das BIOS den Bootsektor des Bootgeràtes tiefer, als es
eigentlich sollte. Das ist eine Nebenwirkung der Fàhigkeiten moderner
BIOSe zum Booten verschiedenster Massenspeicher. Ohne das jetzt im
Detail aufdröseln zu wollen, sollte es IMHO genügen, sda1 auf aktiv zu
setzen, damit die Sache funktioniert.

Wenn grub wirklich im MBR installiert ist, wird es dann vom BIOS
gestartet werden. Grub selber kümmert sich wiederum überhaupt nicht um
das Aktiv-Flag, sondern bootet entsprechend der grub-Konfiguration
weiter.

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