Grundstudium Elektrotechnik

10/03/2010 - 19:28 von Alexander Ausserstorfer | Report spam
Hallo,

das erste Semester in Elektrotechnik (FH) habe ich hinter mich gebracht
und dabei viele neue Erfahrungen gesammelt.

Die Stoffgebiete (Mathematik, Technische Mechanik, Informatik,
Ingenieurs-Mathematik) sind nicht schwierig. Die Probleme sehe ich eher
woanders.

Kurz nach meinem Fachabitur letztes Jahr hatte ich an der
zukünftigen Fachhochschule und auch hier wegen geeigneter Literatur
angefragt, da ich die Zeit bis zum Studienbeginn nutzen wollte. Die
Antwort der FH war nichtssagend.

Inzwischen weiß ich, dass nicht einmal auf einer einzigen FH Stoff und
Prüfungen einheitlich geregelt sind. So entscheidet jeder Professor
selbst, welche Prüfungshilfsmittel zugelassen sind. Bei Wiederholung
einer Prüfung kann es passieren, dass man die ganzen Vorlesungen wieder
besuchen muss - nàmlich dann, wenn man die zu wiederholende Prüfung
bei einem anderen Professor schreiben muss. Dieser kann - scheinbar -
zum Teil andere Themengebiete vermitteln und abfragen. (Diese Annahme
von mir habe ich NICHT überprüft.)

Das Problem besteht deshalb einmal darin, dass man bezüglich des Stoffes
auf diesen einen Professor angewiesen ist. Man kann sich in vielen
Fàllen nur schwer auf andere Quellen stützen. Den Stoff muss man sich
aus unzàhligen Dokumenten zusammenklauben; oft findet man auch
überhaupt nichts, was sich direkt auf die Vorlesungen bezieht. Ohne eine
Mitschrift der Vorlesungen ist man verloren. Man ist relativ stark an
den Ablauf der Schule gebunden und kann nicht einfach freie Zeit zur
sinnvollen Vorbereitung des Stoffes nutzen (Beispiel Semesterferien: ich
kann zwar etwas Stoff erarbeiten und rechnen, aber das tue ich dann eher
für mich selbst und weniger für die zukünftigen Prüfungen, weil mir der
genaue Stoff noch nicht bekannt ist).

Der Stoff ist also in meinen Augen viel schwerer zugànglich, als es sein
müsste.

Die meiste Zeit des ersten Semesters verbrachte ich damit, Unterlagen zu
sortieren, Rechnungen zu sàubern und ins Reine zu schreiben sowie eine
unzàhlige Masse von Stoff zu sichten und zusammenzuklauben / -sortieren.
Für Übungen blieb da kaum noch Zeit; geeignete Übungen für unsere
Vorlesungen waren z. T. auch nicht oder nur ganz schwierig aufzutreiben.
Die Übungsphase darf man auf keinen Fall unterschàtzen.

Elektrotechnik selbst war überhaupt kein Problem. Nach Französisch (aber
das darf bei mir nicht gewertet werden) habe ich da die beste Note
erzielt. Gefolgt von Technischer Mechanik.

Ich weiß echt nicht, wo bei ET das Problem sein soll. Für mich war es
das 1. Semester das leichteste Fach. Denn oft habe ich mir anhören
müssen, dass ET schwierig sein soll.

Vorbildung in ET habe ich dabei keine. Meine bisherigen Berufe waren:
Technischer Zeichner FR Maschinenbau und Bàcker (Handwerk).

Gruß,

A.

E-Mail: bavariasound [ at ] chiemgau-net [ point] de
PGP (key): http://home.chiemgau-net.de/aussers...ontakt/key
Web: http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/
 

Lesen sie die antworten

#1 Joerg
10/03/2010 - 20:22 | Warnen spam
Alexander Ausserstorfer wrote:
Hallo,

das erste Semester in Elektrotechnik (FH) habe ich hinter mich gebracht
und dabei viele neue Erfahrungen gesammelt.

Die Stoffgebiete (Mathematik, Technische Mechanik, Informatik,
Ingenieurs-Mathematik) sind nicht schwierig. Die Probleme sehe ich eher
woanders.

Kurz nach meinem Fachabitur letztes Jahr hatte ich an der
zukünftigen Fachhochschule und auch hier wegen geeigneter Literatur
angefragt, da ich die Zeit bis zum Studienbeginn nutzen wollte. Die
Antwort der FH war nichtssagend.




Dachte ich mir. Deshalb gibt es Usenet :-)


Inzwischen weiß ich, dass nicht einmal auf einer einzigen FH Stoff und
Prüfungen einheitlich geregelt sind. So entscheidet jeder Professor
selbst, welche Prüfungshilfsmittel zugelassen sind. ...




Macht nix. Wenn man keinen Taschenrechner benutzen darf dann duerfen es
die anderen ja auch nicht.


... Bei Wiederholung
einer Prüfung kann es passieren, dass man die ganzen Vorlesungen wieder
besuchen muss - nàmlich dann, wenn man die zu wiederholende Prüfung
bei einem anderen Professor schreiben muss. Dieser kann - scheinbar -
zum Teil andere Themengebiete vermitteln und abfragen. (Diese Annahme
von mir habe ich NICHT überprüft.)




An der Uni war das nicht so unterschiedlich, aber es konnten andere
Schwerpunkte sein.


Das Problem besteht deshalb einmal darin, dass man bezüglich des Stoffes
auf diesen einen Professor angewiesen ist. Man kann sich in vielen
Fàllen nur schwer auf andere Quellen stützen. Den Stoff muss man sich
aus unzàhligen Dokumenten zusammenklauben; oft findet man auch
überhaupt nichts, was sich direkt auf die Vorlesungen bezieht. Ohne eine
Mitschrift der Vorlesungen ist man verloren. Man ist relativ stark an
den Ablauf der Schule gebunden und kann nicht einfach freie Zeit zur
sinnvollen Vorbereitung des Stoffes nutzen (Beispiel Semesterferien: ich
kann zwar etwas Stoff erarbeiten und rechnen, aber das tue ich dann eher
für mich selbst und weniger für die zukünftigen Prüfungen, weil mir der
genaue Stoff noch nicht bekannt ist).

Der Stoff ist also in meinen Augen viel schwerer zugànglich, als es sein
müsste.




Ich kann es nur fuer die Uni sagen und auch das ist ueber 25 Jahre her:
Wir haben versucht, aber auch saemtliche alten Klausuren von dem
betreffenden Fach oder mindestens von dem Prof zu bekommen und die
durchgebueffelt. Das hat's meist gebracht.


Die meiste Zeit des ersten Semesters verbrachte ich damit, Unterlagen zu
sortieren, Rechnungen zu sàubern und ins Reine zu schreiben sowie eine
unzàhlige Masse von Stoff zu sichten und zusammenzuklauben / -sortieren.
Für Übungen blieb da kaum noch Zeit; geeignete Übungen für unsere
Vorlesungen waren z. T. auch nicht oder nur ganz schwierig aufzutreiben.
Die Übungsphase darf man auf keinen Fall unterschàtzen.

Elektrotechnik selbst war überhaupt kein Problem. Nach Französisch (aber
das darf bei mir nicht gewertet werden) habe ich da die beste Note
erzielt. Gefolgt von Technischer Mechanik.

Ich weiß echt nicht, wo bei ET das Problem sein soll. Für mich war es
das 1. Semester das leichteste Fach. Denn oft habe ich mir anhören
müssen, dass ET schwierig sein soll.




Die ersten vier Semester (an der Uni) fand ich leicht, an der FH faengt
es vielleicht schon frueher an schwieriger zu werden. Mir ist im
Hauptstudium Theoretische Elektrotechnik richtig schwergefallen, weil
ich nicht so der Mathematik-Ueberflieger bin. Maxwell und Co. Aber damit
haettest Du wohl weniger Probleme wenn es das an der FH geben sollte.


Vorbildung in ET habe ich dabei keine. Meine bisherigen Berufe waren:
Technischer Zeichner FR Maschinenbau und Bàcker (Handwerk).




Als Handwerker kannst Du sicher schonmal gut Arbeitsablaeufe
selbsttaetig koordinieren, inklusive Logistik. Du glaubst gar nicht
wieviele Uni oder FH Absolventen in Sachen Project Management total auf
dem Schlauch stehen.

Aber: Der gute Ingenieur nachher ist der Praktiker, der mit richtig
Loetkolbenerfahrung, der schon x Sachen selbst konzipiert _und_ gebaut
hat. Schoene Zeugnisnoten sind nicht sehr wichtig, es sei denn man will
spaeter in eine grosse europaeische Firma eintreten. Da soll das anders
sein, waere aber eh nicht so mein Fall.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Ähnliche fragen