GSMA-Bericht: 2014 Anstieg der aktiven mobilen Geldtransaktionen um über 40 Prozent auf 100 Millionen

02/03/2015 - 11:14 von Business Wire

GSMA-Bericht: 2014 Anstieg der aktiven mobilen Geldtransaktionen um über 40 Prozent auf 100 MillionenWeiteres Wachstum der mobilen Zahlungsindustrie - jetzt auch in 61 Prozent der Entwicklungsländer.

Im Rahmen des GSMA-Programms 'Mobile Money for the Unbanked' (MMU) wurde heute der vierte Jahresbericht ‘Mobile Financial Services State of the Industry Report’ mit quantitativen Bewertungen von mobilen Finanzdienstleistungen veröffentlicht, darunter mobile Geldtransaktionen, mobile Versicherungen, Ersparnisse und Kredite. Der Bericht beruht auf den Ergebnissen der jährlichen MMU Global Adoption Survey of Mobile Financial Services sowie auf Daten des Online-MMU Deployment Tracker und qualitativen Erkenntnissen über die Leistung mobiler Finanzdienstleistungen durch das MMU-Engagement mit der Industrie im letzten Jahr.

„Wie dieser Bericht zeigt, ergeben sich durch mobile Finanzdienstleistungen wichtige soziale und wirtschaftliche Auswirkungen auf Millionen Menschen in den weltweiten Schwellenmärkten”, so Tom Phillips, Chief Regulatory Officer, GSMA. „Mobilität ist eine wesentliche Voraussetzung für die finanzbezogene Einbindung, und letztes Jahr haben wir ein erhebliches Wachstum bei mobilen Finanzdiensten verzeichnet, nicht nur bei der Anzahl der Serviceleistungen und bedienten Regionen, sondern auch bei der Vielfalt der Produkte für Personen, denen zuvor keine Bankdienstleistungen zur Verfügung standen. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass wir auf dieser Grundlage zur Förderung dieser Branche weiterhin aufbauen.”

Erhöhung und Ausbau des Dienstleistungsverkehrs

Mobile Geldtransaktionen haben in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum verzeichnet, und mit 255 Serviceleistungen in 89 Ländern steht mobiles Geld inzwischen in 61 Prozent der Entwicklungsmärkte zur Verfügung1. Mobilnetzbetreiber (Mobile Network Operators, MNOs) sind führend bei der Bereitstellung von 149 der besagten Dienste, wodurch deren wichtige und zunehmende Rolle bei der Entwicklung der mobilen Zahlungsverkehrsbranche verdeutlicht wird. In Schwarzafrika, der Geburtsstätte mobiler Geldtransaktionen, haben über 50 Prozent aller MNOs bereits mobile Zahlungsdienste eingeführt, und bis Dezember 2014 waren 23 Prozent aller Mobilfunkverbindungen mit mobilen Konten verknüpft.

Der mobile Zahlungsverkehr verändert weiterhin den Zugang der Menschen zu Finanzdienstleistungen: Bei 75 Prozent der Märkte, in denen mobile Gelddienste zur Verfügung stehen, sind die entsprechenden Agent Outlets den Bankfilialen zahlenmäßig überlegen, und in 25 Märkten bestehen zehn Mal so viele Mobile Money Agents wie Bankfilialen. Der Bericht besagt, dass die Anzahl an aktiven Nutzern von mobilem Geld im Jahresvergleich mit mehr als 100 Millionen Konten per Dezember 2014 enorm ansteigt, verglichen mit 73 Millionen im Dezember 2013 - eine Erhöhung von 41 Prozent. Die Hälfte aller Neueinführungen von Mobile Money fand außerhalb Schwarzafrikas statt, zum Beispiel in Lateinamerika und der Karibik, und die Anzahl der aktiven Konten stieg um 50 Prozent im letzten Jahr, wodurch die erhebliche Zugkraft des Bereichs auf globaler Ebene demonstriert wird.

Anstieg von interoperablen mobilen Gelddiensten

Da sich mobiles Geld zu einem Kernservice für MNOs entwickelt, hat eine verstärkte Konkurrenz und Kundennachfrage zu einem größeren Interesse bei der Entwicklung der Interoperabilität von Account-to-Account geführt. 2014 haben Betreiber in Pakistan, Sri Lanka und Tansania ihre Dienste untereinander verbunden, so dass Kunden Gelder direkt zu mobilen Wallets anderer Netze senden können, gefolgt von Betreibern in Indonesien, wo die Interoperabilität 2013 implementiert wurde. Anbieter in anderen Märkten haben sich ebenfalls dem Anspruch der Interkonnektivität verpflichtet und ebnen den Weg für die Schaffung eines universellen digitalen Serviceökosystems.

Unternehmen profitieren von der Entwicklung des Ökosystems

2014 hat sich das Transaktionsvolumen bei einer Vielfalt an mobilen Geldangeboten dramatisch erhöht, einhergehend mit einem breiter gefassten Ökosystem an institutionellen und geschäftlichen Anwendern, darunter Händlerzahlungen, Großauszahlungen (wie Gehaltszahlungen und staatliche Sozialleistungen) sowie die Zahlung von Rechnungen. Durch Transaktionen mit externen Unternehmen, die mobiles Geld als Plattform für den Erhalt und die Leistung von Zahlungen nutzen, wurde das Wachstum dieses Bereichs im Dezember 2014 auf globaler Ebene vorangetrieben, wobei 24 Prozent des Gesamtwerts aller Transaktionen in diesem Monat erfolgten.

Anbieter mobiler Gelddienste investieren weiterhin in die Verbesserung und Erweiterung dieser Serviceleistungen, insbesondere bei der Entwicklung des Ökosystems, wie durch die Akquise weiterer Händler und die Zusammenarbeit mit institutionellen Kunden und Regierungen, wobei mobiles Geld für die Leistung und Entgegennahme von Zahlungen genutzt werden soll. Über 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihr Investitionsvolumen 2014 gegenüber dem Vorjahr beibehalten oder erhöht hätten. Anbieter verstärken ferner ihre internen Kapazitäten für zusätzliche Nutzer und Transaktionen durch Plattformmigration und Schnittstellenerweiterungen für Anwendungsprogramme externer Nutzer.

Erweiterung mobiler Gelddienste und finanzielle Eingliederung

Anbieter expandieren in neue Geschäftsbereiche für mobile Finanzdienstleistungen und erhöhen ihr diesbezügliches Produktangebot mit mobilen Versicherungen, mobilen Ersparnisse und mobilen Krediten. Im Dezember 2014 bestanden 100 mobile Versicherungsdienste in 30 Ländern, das sind 17 Millionen Policen mit Kunden ohne Bankkonto.

Mobile Finanzdienstleistungen wie diese spielen eine zunehmend kritische Rolle in Entwicklungsländern. Sie fördern den Zugriff auf Kredite für zahlreiche Erstausleiher und verringern die Verwaltungskosten von geringwertigen Policen, die sich für zahlreiche Anbieter als unwirtschaftlich erwiesen haben. In Bangladesh haben beispielsweise zwei führende Betreiber des Landes nahezu 9 Millionen Kunden mit mobilen Lebensversicherungen bedient, wodurch das enorme Potenzial des Mobilbereichs für Personen demonstriert wird, die für Finanzkatastrophen am anfälligsten sind.

Unterstützung langfristiger Investitionen

Trotz des beträchtlichen Wachstums in den letzten Jahren steht die mobile Finanzdienstleistungsindustrie auch künftig Herausforderungen gegenüber, die es zu bewältigen gilt, um die kontinuierliche Bereitstellung dieser Services an Anwender ohne Bankkonto und diesbezüglich unterversorgte Nutzer sicherzustellen. Regulatorische Hürden, geringere Investitionen und eine erforderliche stärkere Mitwirkung der Branche begrenzen das Potenzial von mobilem Geld in größerem Ausmaß. Die GSMA arbeitet mit Partnern der Industrie zusammen, um die Kollaboration von Mitgliedsunternehmen und mit Banken und externen Parteien zu fördern, so dass der Sektor eine neue Reifephase entwickeln kann.

Phillips fügte hinzu: „Mobile Netzbetreiber tätigen bedeutende Investitionen in Systeme, Technologien und Plattformen für mobile Gelddienstleistungen, und infolgedessen erzielt die Industrie allmählich ein nachhaltiges Ertragswachstum. Dennoch sollte erkannt werden, dass mobiles Geld langfristige und geduldige Investitionen erfordert, da die Gewinnschwelle von Investitionen in das Fundament dieser lebensverbessernden Serviceleistungen größtenteils noch immer auf sich warten lässt.”

Anmerkung an Redakteure

Der vollständige Bericht ist verfügbar unter http://www.gsma.com/mobilefordevelopment/state-of-the-industry-2014.

Weitere Informationen über das MMU-Projekt: http://www.gsma.com/mobilefordevelopment/programmes/mobile-money-for-the-unbanked/about

184 von 139 Entwicklungsmärkten, basierend auf der Liste der Weltbank.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen sind verfügbar auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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Source(s) : GSMA

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