GSMA gibt Startschuss für Charta der humanitären Konnektivität

02/03/2015 - 07:00 von Business Wire

GSMA gibt Startschuss für Charta der humanitären KonnektivitätMobilfunkbetreiber wollen mit Initiative im Bereich Katastrophenhilfe effektive und vorhersagbare Hilfe im Krisenfall sicherstellen.

Die GSMA gab heute den Startschuss für eine branchenweite Charta der humanitären Konnektivität (Humanitarian Connectivity Charter), die das Engagement der Mobilfunkindustrie für Kunden und Einsatzkräfte vor und während humanitärer Notlagen deutlich macht. Die Mobilfunkbetreiber (MNOs) verpflichten sich den in der Charta festgelegten gemeinsamen Grundsätzen und arbeiten auf die Einleitung von Initiativen mit Schwerpunkt humanitäre Konnektivität hin. Diese Initiative zielt auf eine besser koordinierte und vorhersagbare Reaktion im Katastrophenfall ab. Die ersten Mobilfunkbetreiber, die die Grundsätze der Charta übernehmen, sind Axiata, Etisalat, Ooredoo und Smart Communications, die zusammen über eine Milliarde Kunden in 35 Ländern repräsentieren.

„Mobilfunknetze und die von diesen bereitgestellte Konnektivität können für Menschen, die von Naturkatastrophen und anderen humanitären Notlagen betroffen sind, lebensrettend sein“, so Anne Bouverot, Director General, GSMA. „Bislang haben Mobilfunkbetreiber mit Frühwarnsystemen, SMS-Informationskampagnen und anderen Diensten ihr Engagement für Bürger im Katastrophenfall unter Beweis gestellt. Die Charta der humanitären Konnektivität wird die Katastrophenbereitschaft und Zusammenarbeit in der Branche verbessern und dafür sorgen, dass Mobilfunkbetreiber geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihren Betrieb auf den Katastrophenfall vorzubereiten, ihre Kunden in der Notlage zu unterstützen und Nothelfer für die wachsenden Herausforderungen durch humanitäre Krisen weltweit auszurüsten.”

Der UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon kommentierte: „Ich gratuliere der GSMA und ihren Mitgliedern zu dieser Partnerschaft mit den humanitären Hilfsorganisationen. Damit erhalten von Krisen betroffene Menschen Zugang zu lebenswichtigen Kommunikationsmöglichkeiten.”

„Ooredoo und die Erstunterzeichnern der Charta sind der Überzeugung, dass unserer Branche im Vorfeld von und während humanitärer Katastrophen eine klare und maßgebliche Rolle zukommt“, so Dr. Nasser Marafih, Group CEO, Ooredoo und Chairman of the Board der GSMA Mobile for Development Foundation. „Mit der Übernahme der Grundsätze der Charta der humanitären Konnektivität versuchen wir unsere Aktivitäten in diesem Bereich auf eine neue Ebene zu stellen. Wir glauben, dass wir mit guter Kooperation und Zusammenarbeit in der Mobilfunkbranche unsere Anstrengungen ausbauen und verbessern können.”

Die neue Charta der humanitären Konnektivität macht deutlich, dass in der Mobilfunkbranche, auf staatlicher Ebene und bei den humanitären Hilfsorganisationen die entscheidende Bedeutung, die dem Mobilfunkbereich während humanitärer Krisen zukommt, immer stärker anerkannt wird. Im Katastrophenfall gehören Mobilgeräte häufig zu den Dingen, nach denen die Betroffenen als erstes greifen. So war beispielsweise einer der ersten Wünsche der Flüchtlinge im irakischen Sinjar-Gebirge ein Gerät zum Laden ihrer Mobiltelefone, damit sie Informationen erhalten, Verwandte und Freunde auffinden und sich an den Hilfsmaßnahmen beteiligen konnten. Außerdem arbeiten seitdem irakische Mobilfunkbetreiber zusammen an der Einrichtung einer landesweiten Kurzwahlnummer, die einen humanitären Informationsdienst für die von dem Konflikt betroffenen Menschen unterstützt. Die weltweite Übernahme dieser Art von Initiativen ist ein Ziel der Bemühungen der Unterzeichner der Charta.

Die Auswirkungen dieser humanitären Krisen nehmen weiter zu. In den letzten zehn Jahren sind weltweit 1,8 Milliarden Menschen durch Katastrophen in Not geraten. Die Größenordnung der Herausforderung, die diese Krisen aufwerfen, übersteigt die Hilfsmöglichkeiten einzelner Organisationen. Hier setzt die Charta an, indem sie ein Instrument bereitstellt, das die Zusammenarbeit und Partnerschaften innerhalb der Branche und mit externen Organisationen fördert. In diesem Zusammenhang ist es aus Nachhaltigkeits- und Geschäftsperspektive wichtig, auf Katastrophen vorbereitet zu sein und für Ausfallsicherheit zu sorgen.

Die Charta wird vom Büro der Vereinten Nationen zur Koordinierung der humanitären Hilfe (UN OCHA), dem UN Emergency Telecommunications Cluster (ETC) und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) unterstützt. Ihre Erstellung wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren im Rahmen von Workshops und Zusammenarbeiten in der Branche vorbereitet. Gefördert wurden die Aktivitäten durch das Disaster Response-Programm der GSMA gemeinsam mit Agenturen der Vereinten Nationen, Mobilfunkbetreibern, Anbietern und nichtstaatlichen Organisationen (NGOs).

Bouverot weiter: „Die Charta der humanitären Konnektivität trägt der einzigartigen, unterstützenden Rolle, die den Mobilfunknetzen heute in vielen Gemeinden zukommt, Rechnung und zeigt auf, wie Mobilfunkbetreiber für Menschen in Krisensituationen zu lebenswichtigen Partnern werden, indem sie die technischen Voraussetzungen für bessere Koordination und Maßnahmen in Zeiten humanitärer Katastrophen bereitstellen. Die GSMA ruft gemeinsam mit der UN OCHA die Mobilfunkbetreiber dazu auf, sich weltweit der Charta zu verpflichten, um eine einheitlichere und effektivere Hilfe in Krisenzeiten zu ermöglichen.”

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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Source(s) : GSMA

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