GSMA nennt sieben Schritte zum Aufbau einer europäischen Führungsrolle im Mobilfunk

08/06/2016 - 14:55 von Business Wire

GSMA nennt sieben Schritte zum Aufbau einer europäischen Führungsrolle im MobilfunkPolitischer Fahrplan zielt auf 5G-Konnektivität und -Dienstleistungen in Europa ab.

GSMA nennt sieben Schritte zum Aufbau einer europäischen Führungsrolle im Mobilfunk

Die GSMA hat heute sieben politische Schritte dargelegt, die erforderlich sind, damit Europa im Mobilfunk eine führende Position zurückgewinnt. Die Nachfrage nach mobilen Daten steigt auf dem Kontinent weiter an, insbesondere im Zug des 4G-Ausbaus. Während die Mobilfunktechnologie auf 5G zusteuert, besteht für Europa die Chance, im digitalen Bereich eine Führungsrolle zu übernehmen und schnelle Mobilfunkverbindungen für alle Bürger bereitzustellen. Um dies zu verwirklichen und die Größenvorteile eines digitalen Binnenmarktes zu nutzen, müssen Regierungen und Politiker einen Regelungsrahmen schaffen, der Investitionen anzieht und die Einführung moderner Mobilfunklösungen in den unterschiedlichen Branchen und bei öffentlichen Dienstleistungen fördert.

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GSMA Outlines Seven Steps to Achieving European Leadership in Mobile (Photo: Business Wire)

GSMA Outlines Seven Steps to Achieving European Leadership in Mobile (Photo: Business Wire)

„Damit Europa bei 4G aufholt und eine Führungsrolle bei 5G erlangt, muss der Ansatz in der Telekommunikationspolitik grundlegend geändert werden“, sagte John Giusti, Chief Regulatory Officer, GSMA. „Wir haben sieben kritische Handlungsfelder festgelegt, die zusammengenommen Europa an die Spitze der weltweiten digitalen Wirtschaft befördern und die nächste mobile Innovationswelle für die Bürger auslösen können.“

Sieben Handlungsfelder, um europäische 5G-Ziele zu realisieren

1. Änderung der Ziele des EU-Telekommunikationsrahmens, um Investitionen und nachhaltigen Wettbewerb an den langfristigen Interessen der Verbraucher auszurichten
Ziel der europäische Regulierung muss sein, durchgängig höherer Netzinvestitionen zu erreichen, als in den vergangenen Jahren, wenn Europas Zielsetzungen bezüglich 5G erfüllt werden sollen. Dies ist nur möglich, wenn die Regulierungsbehörden ein hohes Wettbewerbsniveau anstreben, um die Vorteile für die Verbraucher langfristig zu maximieren. Der Rahmen sollte die Regulierungsbehörden daher dazu anhalten, Wachstum, Innovation und Investitionen auf den Kommunikationsmärkten zu fördern, damit die Endbenutzer auf lange Sicht profitieren.

2. Deregulierung der Mobilfunkdienste und Neuausrichtung der Funkfrequenzpolitik
Da der Wettbewerb auf den Märkten für Telekommunikationsdienste neue Dimensionen annimmt, müssen die Politiker die Gelegenheit zur Deregulierung ergreifen und eine Spitzenposition für Europa im Bereich 5G anstreben. Dort, wo Wettbewerb vorhanden ist, sollte die sektorspezifische Regulierung eingestellt werden. Die Initiative zur „Deregulierung“ sollte zudem die Streichung der für Frequenzlizenzen geltenden Bedingungen wie die Vorleistungszugangspflichten umfassen, die mit einer effizienten Zuweisung von Frequenzen nicht im Einklang stehen.

3. Start einer ehrgeizigen Initiative zur Senkung der Mobilfunkkosten
Der erhebliche Anstieg der erforderlichen Investitionen, um einen europäischen Fahrplan für 5G zu fördern, kann nur erreicht werden, wenn die Kosten für den Ausbau des Mobilfunknetzes erheblich gesenkt werden. Die Europäische Kommission sollte prüfen, was getan werden muss, um die Kosten des Mobilfunknetzausbaus weiter zu senken, darunter die Kosten für Standorte, Frequenzgebühren und sonstige Vorsteuern.

4. Fokus auf Aspekten, die Leistungsstärke fördern
Das Gremium BEREC sollte bei der Entwicklung eines besseres Verständnisses der Faktoren, die zur Schaffung leistungsstarker Märkte erforderlich sind, welche die Bedürfnisse der Verbraucher erfüllen, eine Führungsrolle übernehmen. Regulierungsbehörden sollten darauf hinarbeiten, das Frequenzangebot auszubauen, damit weniger Spektrumsbeschränkungen oder sonstige Eingriffe erforderlich werden.

5. Durch Flexibilität ermöglichen, dass Netze neue Anforderungen erfüllen können
Die heutigen Anforderungen an Mobilfunknetze sind überschaubar im Vergleich zu den künftigen Anforderungen des „Internets der Dinge“, verbundener Apps und der erwarteten erheblichen Steigerung des Datenverkehrs in den nächsten fünf Jahren. Regeln, die einfache, einheitliche Ziele für die Netzabdeckung festlegen oder die Netzqualität mit Geschwindigkeit gleichsetzen, werden in der Zukunft nicht mehr angemessen bzw. geeignet sein. Regeln zur Netzneutralität, welche die stark unterschiedlichen Leistungsstandards, die für unterschiedliche Anwendungen erforderlich sind, außer Acht lassen, werden Innovation behindern, Kosten steigern und Verbrauchern schaden.

6. Sicherstellen, dass Frequenzrechte investitionsfördernd sind
Die Frequenzpolitik muss auf Wachstum und Investitionen ausgerichtet sein, wenn Europa eine führende Rolle bei 5G spielen soll. Wir müssen die Verlängerungsbedingungen vereinfachen und abklären und langfristig unbefristete Lizenzen anstreben. Wenn ein größeres Frequenzspektrum frei wird, sollten weniger Frequenzbeschränkungen erforderlich werden, während bei Gebühren, Mindestpreisen und Regulierungsverpflichtungen Handlungsbedarf besteht, um sicherzustellen, dass die Lizenzen für Frequenzen so vergeben werden, dass die erforderlichen Netzinvestitionen zu deren Nutzung forciert werden.

7. Mobilfunk zur Verwirklichung umfassenderer politischer Ziele vorrangig behandeln
Die europäische Politik sollte den Mobilfunk vorrangig behandeln, wenn sie Maßnahmen zur Verfolgung weiter reichender Ziele und die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen für die Bürger gestaltet. Viele dieser Ziele können wirtschaftlich erreicht werden, wenn die von der GSMA vorgeschlagenen ergänzenden Maßnahmen umgesetzt werden. Sollten Subventionen zur Erfüllung von Zielen zum Wohle der gesamten Gesellschaft erforderlich sein, so sollten hierfür die allgemeinen Steuern herangezogen werden.

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Über die GSMA
Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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