GSMA: Umfassenderes Paket für einen „vernetzten Kontinent“ erforderlich, um aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen anzugehen

03/04/2014 - 19:02 von Business Wire

Änderungen der Vorschläge der Europäischen Kommission zum offenen Internet könnten die Auswahl der Verbraucher einschränken und die europäische Wettbewerbsfähigkeit schwächen.

Die GSMA erkennt die Bemühungen der Berichterstatterin Pilar del Castillo zur Ausarbeitung einer konstruktiven Antwort auf die Vorschläge der Kommission zum vernetzten Kontinent an, ist jedoch der Ansicht, dass das Gesamtpaket auf die zentrale Herausforderung der Förderung von Wachstum und Investitionen nicht eingeht. Die europäischen Telekommunikationsbetreiber stehen vor sinkenden Einnahmen und geringeren Marktwerten verglichen mit den Betreibern in den USA und Asien sowie Akteuren aus dem weiteren Umfeld der Mobilfunkbranche. Dies beeinträchtigt ihre Möglichkeit, in die Infrastruktur zu investieren, die erforderlich ist, um Europa auf den Pfad von Wachstum und Arbeitsplätzen zurückzuführen und die weltweite Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Die GSMA teilt die Ansicht der Europäischen Kommission, dass ein Binnenmarkt für wettbewerbsfähige Telekommunikation dazu beitragen kann, dieser Herausforderung zu begegnen, wobei jedoch ein wirkungsvollerer und umfassenderer Ansatz erforderlich ist, um dieses Ziel zu unterstützen.

Offenes Internet

Das Europäische Parlament hat heute über Änderungen der Bestimmungen zum offenen Internet abgestimmt, die Investitionen weiter in Frage stellen und Innovation behindern würden, die Verfügbarkeit individueller Dienste, die sich hinsichtlich Qualität und Preis unterscheiden, begrenzen, und weitere Einschränkungen in Bezug auf das wesentliche Traffic-Management mit sich bringen würden.

„Damit der Mobilfunkmarkt dieses Potenzial ausschöpfen kann, müssen Netzbetreiber in der Lage sein, Dienste zu entwickeln, welche die Bedürfnisse der Verbraucher erfüllen, und unterschiedliche Preise für verschiedene Produkte zu verlangen. Zudem ist dies der Hauptmotor für die hohen Netzinvestitionen, die erforderlich sind, um der Herausforderung bezüglich der Vernetzung in Europa zu begegnen und das Wachstum zu stärken“, sagte Anne Bouverot, Director General, GSMA.

Frequenzpolitik

Die positive Haltung des Parlaments zur Frequenzpolitik der Europäischen Kommission und ihre Forderung nach längeren Zeiträumen für Lizenzen wird von der GSMA begrüßt. Der wachsende Internetzugang über mobiles Breitband führt zu einem erheblichen Anstieg des Frequenzbedarfs und daher ist es von entscheidender Bedeutung, den langfristigen, harmonisierten Frequenzzugang zu sichern. Die Maßnahmen im Rahmen eines vernetzten Kontinents, Aspekte der Frequenzpolitik zu harmonisieren und zu koordinieren, können zu größerer Sicherheit führen, da die Betreiber den Ausbau von Netzen mittel- bis langfristig planen.

„Europas fragmentierter und inkonsistenter Ansatz im Hinblick auf die Frequenzpolitik beeinträchtigt weiterhin Investitionen und Wachstum. Eine klare, langfristige und progressive Frequenzstrategie ist wichtig, um den Mobilfunkmarkt zu beleben“, so Anne Bouverot.

Weitere Reformen sind dringend erforderlich

Das Entwurfspaket zum vernetzten Kontinent beinhaltet einige positive Elemente, insgesamt vernachlässigt es jedoch die Rechtssicherheit, Klarheit und Kohärenz sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen. Die GSMA fordert alle Parteien auf, rasch mit der Ausarbeitung einer umfassenden Überprüfung des derzeitigen rechtlichen Rahmens für die elektronische Kommunikation zu beginnen und sich dabei mit den zugrunde liegenden Ursachen für die unzureichenden Investitionen in Europa auseinanderzusetzen.

Die GSMA und CEOs großer europäischer Mobilfunkbetreiber haben kürzlich einen offenen Brief an Kommissarin Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, geschickt, der die wichtigsten Erfolgsfaktoren darlegt, um einen effektiven EU-Binnenmarkt für die Telekommunikation zu erreichen. Die Schlüsselelemente für den Erfolg sind aktualisierte Bestimmungen, Konsolidierung für Investitionen, Frequenzen für Wachstum, gleiche Bedingungen für alle und größeres Vertrauen in Einsatz und Nutzung neuer digitaler Dienste durch die EU-Bürger: http://www.gsma.com/newsroom/gsma-and-ceos-mobile-operators/

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation aus über 220 Ländern wie beispielsweise Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Transport und Versorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmens-Webseite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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Source(s) : GSMA

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