GSMA veröffentlicht Bericht über die Beiträge der Mobilfunkbranche zur angestrebten nachhaltigen Entwicklung

20/09/2016 - 01:39 von Business Wire

GSMA veröffentlicht Bericht über die Beiträge der Mobilfunkbranche zur angestrebten nachhaltigen EntwicklungErstmaliger Bericht bietet kritische Einblicke in die richtungweisenden Auswirkungen des Mobilfunks auf Einzelpersonen, Gesellschaften und Volkswirtschaften.

Auf dem heutigen Privatsektor-Forum der Vereinten Nationen veröffentlichte die GSMA den Bericht „2016 Mobile Industry Impact Report: Sustainable Development Goals’“ (Bericht zu Auswirkungen der Mobilfunkbranche 2016: Zielsetzungen zur nachhaltigen Entwicklung), eine bahnbrechende Studie, mit der die aktuellen Beiträge der Mobilfunkbranche zur angestrebten nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals bzw. SDG) untersucht und künftige Maßnahmen umrissen werden, die diese Auswirkungen erweitern und verstärken sollen. Die GSMA kündigte überdies mehrere Aktionen der Branche an, darunter Maßnahmen für einen verstärkten Fokus auf humanitäre Hilfe sowie eine Partnerschaft mit der UN zur Intensivierung des laufenden Engagements für nachhaltige Entwicklungsziele in der Mobilfunkbranche und angrenzenden Sektoren.

„Dieser erstmals erstellte Bericht bietet kritische Einblicke in die richtungweisenden Auswirkungen des Mobilfunks auf Einzelpersonen, Gesellschaften und Volkswirtschaften in der ganzen Welt, d. h. in entwickelten und in der Entwicklung befindlichen Märkten“, erklärte Mats Granryd, Director General, GSMA. „Und vor allem wird damit ein Maßstab gesetzt, mit dem wir den Fortschritt unserer Branche und ihre Beiträge zu den angestrebten Entwicklungszielen bis 2030 messen können. Darüber hinaus dient er als Vorlage für andere Branchen, wenn diese sich den Zielsetzungen der nachhaltigen Entwicklung verpflichten.“

Der im Auftrag der GSMA von Deloitte verfasste Bericht soll die Fortschrittsberichterstattung erleichtern, indem ein gemeinsames, messbares System erstellt wird, das die Aktivitäten der Branche mit ihren Auswirkungen auf die angestrebten Nachhaltigkeitsziele verknüpft und als Beitrag zu Entscheidungen der Branche hinsichtlich Strategie, Planung und Investitionen dient. Der Bericht soll die Mobilfunkbranche in die Lage versetzen, sich wirksamer mit Partnern zu engagieren und dabei die Auswirkungen auf die Zielsetzungen heranzuziehen. Damit wird ein Rahmenwerk geschaffen, das mit anderen Akteuren im Ökosystem der mobilen Kommunikation sowie mit anderen Branchen geteilt werden kann. Der Mobile Industry Impact Report bildet eine Basislinie zur Messung des Fortschritts der Branche im Hinblick auf die Zielsetzungen. Aktualisierungen sollen jährlich herausgegeben werden.

Beiträge der Mobilfunkbranche zu den angestrebten Nachhaltigkeitszielen

Die Verfasser des Berichts gelangen zu dem Schluss, dass die Mobilfunkbranche in unterschiedlichem Ausmaß zu allen 17 Zielsetzungen beiträgt, wobei die Auswirkungen am stärksten bei Ziel 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) spürbar sind, gefolgt von Ziel 1 (Keine Armut), Ziel 4 (Hochwertige Ausbildung) und Ziel 13 (Klimawandel). Mobilfunkbetreiber und Akteure in diesem Ökosystem verbinden zusammen nahezu 4,8 Milliarden Menschen rund um den Globus und leisten derzeit bereits Beiträge durch ein gewaltiges Spektrum von Programmen und Initiativen, die uns den SDG-Zielsetzungen näherbringen, darunter:

  • Ziel 1 (Keine Armut) – Heute haben mehr als 400 Millionen Menschen mit ihrem Telefon Zugang zu Finanzdienstleistungen, wobei mobile Finanzdienste in mehr als 90 Ländern verfügbar sind. Die Mobilfunkbranche ist fest entschlossen, neue mobile Finanzprodukte, wie etwa Auslandsüberweisungen, für Konsumenten in Entwicklungsländern zu entwickeln, wo sie am nötigsten gebraucht werden.
  • Ziel 5 (Gleichheit der Geschlechter) – Die Mobilfunkbranche konzentriert sich darauf, Frauen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen in der ganzen Welt verstärkten Zugang und häufigere Nutzung von Mobilfunkdiensten zu verschaffen. Seit dem Start im Februar haben sich 18 Betreiber, die zusammen mehr als 90 Millionen Kunden repräsentieren, der Initiative „Connected Women Commitment“ angeschlossen, um die Lücke zwischen den Geschlechtern bei der Nutzung des mobilen Internets und mobiler Finanzdienstleistungen zu schließen.
  • Ziel 8 (Anständige Arbeit und Wirtschaftswachstum) – Die Mobilfunkbranche leistet einen bedeutenden Beitrag zur Weltwirtschaft. Das mobile Ökosystem trug 2015 wirtschaftlichen Wert von 3,1 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft bei, was 4,2 Prozent des BSP entspricht, und diese Zahl soll bis 2020 voraussichtlich auf 3,7 Billionen US-Dollar ansteigen. Auf direkte und indirekte Weise unterstützte die Branche 2015 zudem 32 Millionen Arbeitsplätze und führte den öffentlichen Kassen über diverse Steuerarten Beiträge von 430 Milliarden US-Dollar zu.
  • Ziel 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinschaften) – Die Mobilfunkbranche hat sich der Nutzung von Technologie und Expertise verschrieben, um sicherzustellen, dass Kommunikation im Falle von Katastrophen und humanitären Krisen möglich ist. Mit Unterstützung der UN-OCHA umfasst die Humanitarian Connectivity Charter der GSMA nun 103 Mobilfunkbetreiber in 76 Ländern, die sich für widerstandsfähige Netzwerke und die Unterstützung von Abonnenten in Krisenzeiten engagieren.

Beschleunigung der Fortschritte bis 2030

In der Studie wurden insbesondere drei Wege aufgezeigt, wie die Mobilfunkbranche den Fortschritt zu den Zielsetzungen beschleunigen kann: 1) Erweiterung des globalen Mobilnetzes und der Anbindung von Konsumenten an Sprach- und Datendienste, 2) Verbesserung der Konnektivitätsqualität und Zugänglichkeit sowie innovativer mobilfähiger Dienstleistungen zur Erfüllung der Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung, und 3) Beitrag zu Richtlinien für nachhaltige Entwicklung neben Regierungen und Behörden.

Des Weiteren kündigte die GSMA heute mehrere Verpflichtungen an, die die Mobilfunkbranche noch enger mit den Bestrebungen der Vereinten Nationen, Regierungen, Entwicklungsorganisationen und anderen Branchensektoren ausrichten sollen, um das mit den Zielsetzungen für die nachhaltige Entwicklung abgesteckte ehrgeizige Programm umzusetzen. Zu diesen Verpflichtungen gehören:

  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen zur Erstellung eines Fahrplans für laufendes Engagement hinsichtlich der SDG-Zielsetzungen, wobei die wichtigsten Bereiche für Aktionen der Mobilfunkbranche ermittelt werden;
  • Verstärkter Fokus der Mobilfunkbranche auf humanitäre Hilfe - ein Bereich, der sofortige Maßnahmen erfordert - mit Betonung auf einer erweiterten Annahme der GSMA Humanitarian Connectivity Charter;
  • Implementierung eines Programms zur Förderung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen und zur Unterstützung von Mobilfunkbetreibern für verbessertes Reporting zu den Nachhaltigkeitszielsetzungen in Zusammenarbeit mit dem UN Global Compact;
  • Nutzung der Reichweite und Anziehungskraft der Mobilfunkbranche zur Ausweitung des Engagements von Mobilfunkbetreibern, anderen Sektoren und Einzelpersonen im Hinblick auf die SDG-Zielsetzungen.

„Als Branche konzentrieren wir uns darauf, alles und jeden mit einer besseren Zukunft zu verbinden“, so Granryd weiter. „Im Februar hat die Mobilfunkbranche als erste die Nachhaltigkeitszielsetzungen der UN unterstützt und dieser Bericht bekräftigt unser Engagement, dafür zu sorgen, dass Konnektivität maßgeblich dazu beiträgt, dass die 17 Zielsetzungen bis 2030 erreicht werden.“

Der Bericht „2016 Mobile Industry Impact Report: Sustainable Development Goals“ ist verfügbar unter http://www.gsma.com/2016SDGImpactReport.

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Unternehmenswebseite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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Source(s) : GSMA

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