GSMA veröffentlicht neuen Bericht zur Zukunft von 5G

09/12/2014 - 02:08 von Business Wire

GSMA veröffentlicht neuen Bericht zur Zukunft von 5GStudie zu technischen Anforderungen, Anwendungsfällen und Auswirkungen auf das Branchenumfeld.

Die GSMA hat heute auf der GSMA Mobile 360-Europe in Brüssel einen umfangreichen neuen Bericht veröffentlicht, der die voraussichtliche Entwicklung von 5G beschreibt. Der neue GSMA Intelligence-Bericht „Understanding 5G: Perspectives on Future Technological Advancements in Mobile“ bietet einen Überblick über die aktuellen Innovationen der Netzwerktechnologie und deren Einfluss auf die Agenda für die kommende 5G-Technologie. Im Mittelpunkt stehen die technischen Anforderungen an künftige 5G-Netzwerke, mögliche Anwendungsfälle und Implikationen für Betreiber und andere Akteure der Mobilfunkbranche.

„Die kommende 5G-Technologie ist bereits Gegenstand intensiver Debatten und wird eine neue Welle der Innovation mit sich bringen, die den Alltag der Menschen, Unternehmen und Gesellschaften rund um den Globus verändern wird“, kommentiert Anne Bouverot, Director General, GSMA. „Dabei steht die Standardisierung durch die Industrie noch aus, und noch herrscht keine Einigkeit darüber, wie die 5G-Technologie aussehen und welche Möglichkeiten sie bieten wird. Dennoch arbeitet die GSMA bereits mit Betreiberunternehmen, Anbietern, Regierungsbehörden und anderen Industrieverbänden zusammen um sicherzustellen, dass der künftige 5G-Standard technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.“

5G verstehen

Der neue GSMA-Bericht liefert Klarheit über den Entwicklungspfad zu 5G und behandelt viele der kursierenden Missverständnisse rund um 5G. Untersucht werden zwei vorherrschende Sichtweisen zu 5G, die häufig miteinander vermischt werden und die Grundlage der Definition für 5G bilden:

Sichtweise 1 – die Vision der Hyperkonnektivität: Bei dieser Sichtweise wird 5G als eine Kombination bereits existierender Technologien (2G, 3G, 4G, WLAN und andere) betrachtet, die eine verbesserte Abdeckung und Verfügbarkeit, eine höhere Netzwerkdichte aus Funkzellen und Geräten und die erforderliche Konnektivität für Machine-to-Machine-Dienste (M2M) und das Internet der Dinge bereitstellt.

Sichtweise 2 – Funkzugangstechnologie der nächsten Generation: Hier wird 5G als neue Technologiegeneration definiert. Es werden konkrete technische Spezifikationen für die neuen Funkschnittstellen im Hinblick auf Datenrate (Downloads mit mehr als 1 Gbit/s) und Latenzzeiten (Verzögerung von weniger als 1 ms) bestimmt.

Diese beiden Sichtweisen identifizieren acht wesentliche technische Anforderungen für 5G, die Ziele in Bezug auf Datenrate, Latenzzeit, Netzdichte (Anzahl von Verbindungen und Funkzellen), Abdeckung, Verfügbarkeit, Reduzierung von Betriebskosten und Lebensdauer von Geräten beinhalten. Dabei beziehen sich jedoch nur zwei davon – Datenrate und Latenzzeit – auf einen echten Generationswechsel, während die übrigen sechs entweder wirtschaftliche Zwecke oder Bestrebungen verfolgen, die für alle Netzwerktechnologien gelten.

Der Entwicklungsschritt von 4G zu 5G

Viele technische Anforderungen an 5G gehören bereits zu den Netzwerkinnovationen, die heute von den Betreibern bereitgestellt werden. Technologien wie NFV (Network Functions Virtualisation), softwaredefinierte Netzwerke (SDN), heterogene Netzwerke (HetNets) und energiesparende Netzwerke mit niedrigen Übertragungsraten (Low Power, Low Throughput) werden unter der Überschrift 5G geführt, obwohl sie bereits auf dem Markt verfügbar und im Einsatz sind.

Unterdessen bestehen immer noch erhebliche Wachstumschancen für 4G, dessen Anteil an den weltweiten Mobilfunkverbindungen nur 5 Prozent ausmacht. Die prozentuale Marktdurchdringung von 4G hat bereits 69 Prozent in Südkorea, 46 Prozent in Japan und 40 Prozent in den USA erreicht. Gleichzeitig liegt der Anteil in den Entwicklungsländern jedoch bei nur 2 Prozent. Dem Bericht zufolge werden Mobilfunkbetreiber im Zeitraum von 2014 bis 2020 weltweit rund 1,7 Billionen US-Dollar in die Netzwerkinfrastruktur investieren, ein großer Anteil entfällt dabei auf 4G-Netze.

Anwendungsfälle für 5G

Anwendungen, die mindestens eine der beiden wichtigsten technischen Anforderungen an 5G (Downloads mit mehr als 1 Gbit/s und Latenzzeit von weniger als 1 ms) voraussetzen, gelten als echter 5G-Anwendungsfall. 5G befindet sich in einem frühen Stadium. Viele mögliche Anwendungsmöglichkeiten werden daher erst in den nächsten Jahren entstehen und sind zurzeit noch nicht absehbar. Der Bericht stellt jedoch eine Reihe von Anwendungsfällen dar, die innerhalb der 5G-Umgebung eine optimale Benutzererfahrung bieten können:

  • Virtuelle Realität / Erweiterte Realität / immersives oder taktiles Internet wie Games, Wearable Tech oder Gesundheitsanwendungen
  • Autonomes Fahren / vernetzte Autos
  • Drahtloses Cloud-basiertes Büro und Videokonferenzen mit mehreren Personen

Gemeinsame Ausgestaltung der 5G-Agenda

Als Verband der Mobilfunkbranche wird die GSMA eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der strategischen, kommerziellen und regulatorischen Entwicklung des 5G-Ökosystems einnehmen. Dazu gehören die Definition von Roaming und Interkonnektivität für 5G sowie die Identifizierung und Abstimmung geeigneter Frequenzbänder. Sobald die endgültige Definition von 5G vorliegt, wird die GSMA gemeinsam mit ihren Mitgliedern wirtschaftlich tragfähige 5G-Anwendungen bestimmen und entwickeln.

„Unser neuer Bericht soll einen Neustart der Diskussion rund um 5G bewirken und dabei helfen, einen echten technologischen Generationswechsel von der kontinuierlichen Weiterentwicklung der vorhandenen Technologien zu unterscheiden, die bereits heute ein mobiles Erlebnis der nächsten Generation bieten können“, fügt Bouverot an. „Die GSMA wird die Industrie weiterhin bei Innovation und Wachstum unterstützen und eng mit seinen Mitgliedern, dem weiteren Branchenumfeld, Behörden und anderen Industrieverbänden kooperieren, um die Basis einer echten digitalen Zukunft für alle zu schaffen.“

Der neue GSMA Intelligence-Bericht „Understanding 5G: Perspectives on Future Technological Advancements in Mobile“ ist als Download verfügbar unter https://gsmaintelligence.com/files/analysis/?file=141208-5g.pdf.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen sind auf der Website des Unternehmens unter www.gsma.com erhältlich. Folgen Sie GSMA auf Twitter: @GSMA.

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Source(s) : GSMA