Hameg 207: Wie kann Trafo nach umloeten auf 120V sterben?

03/08/2013 - 23:27 von Joerg | Report spam
Hallo Leute,

Gerade muehselig den Hameg HM-207 auf 120V umgestrickt (ist im
Netzeingang ziemlich verbaut). Dann der Frust: Nix mehr!

Der Trafo ist auf beiden Primaerhaelften mirakuloeserweise hochohmig
geworden. Die Kupferlackdraehte sehen aus wie eh und je, die habe ich
beim Loeten gar nicht beruehrt. Sie sind auf der anderen Seite von
Doppelreitern verloetet, da kann an sich kaum was thermisches passieren.
Hatte dort dann trotzdem nachgeloetet, was aber nichts brachte. Raetselhaft.

Weiss jemand, ob Hameg-Trafo von anno dunnemal (70er) irgendeine
spezielle Krankheit hatten? Oder kann ich das Ding jetzt auf den
Elektroschrott werfen?

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/
 

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#1 Holger
04/08/2013 - 01:50 | Warnen spam
Joerg schrieb:
Hallo Leute,

Gerade muehselig den Hameg HM-207 auf 120V umgestrickt (ist im
Netzeingang ziemlich verbaut). Dann der Frust: Nix mehr!

Der Trafo ist auf beiden Primaerhaelften mirakuloeserweise hochohmig
geworden. Die Kupferlackdraehte sehen aus wie eh und je, die habe ich
beim Loeten gar nicht beruehrt. Sie sind auf der anderen Seite von
Doppelreitern verloetet, da kann an sich kaum was thermisches passieren.
Hatte dort dann trotzdem nachgeloetet, was aber nichts brachte. Raetselhaft.

Weiss jemand, ob Hameg-Trafo von anno dunnemal (70er) irgendeine
spezielle Krankheit hatten? Oder kann ich das Ding jetzt auf den
Elektroschrott werfen?



Ich habe mir das Schaltbild einmal angesehen und stelle fest, daß die
Primàrwicklung als solche für 220 Volt ausgelegt ist, zwei Wicklungen
für 110 Volt. Die kannst du offenbar nicht einfach so parallel schalten
und an ein US-Netz hàngen. Eine Einzelwicklung vielleicht, würde ich
aber lieber über einen Regel-Trenntrafo dahingehend prüfen, hinsichtlich
der Leistungsaufnahme, des Einschaltstromes, und dergleichen. Die
Nachfolgemodelle von Hameg haben offenbar jedoch alle umschaltbare
Netzteile, die auch auf 110 Volt gesteckt werden können.

Oder Plan B: Du findest einfach die Zeit und muddelst das Netzteil um.
Ich habe mal in einem toten Grundig-Oszi eine ausgefallene Wicklung
durch einen zweiten Trafo ersetzt. Wenn Spannungen zu klein sind, kann
man sich auch mit Spannungsverdopplern wie der Greinacherschaltung
behelfen. Hat bei mir geklappt.

Holger

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