Händler werden vom Wachstum des mobilen Handels abgehängt

16/04/2015 - 07:08 von Business Wire

Händler werden vom Wachstum des mobilen Handels abgehängtWeltweit größte Studie über Betrug und Mobile Commerce, veröffentlicht von Kount, CardNotPresent.com und Fraud Practice; Betrugsfälle verzeichnen Anstieg, während Unsicherheiten zunehmen und der Schutz schwindet.

Einer Studie zufolge, die vor dem Hintergrund des wachsenden Marktanteils des mobilen Handels erstellt wurde, können die Händler derzeit im Bereich Betrugsvorbeugung und Einführung mobiler Zahlungsdienste mit dem starken Wachstum nicht Schritt halten. Die im dritten aufeinander folgenden Jahr veröffentlichte Studie Mobile Payments & Fraud Survey 2015, die von Kount, Inc., CardNotPresent.com und The Fraud Practice, LLC durchgeführt wurde, untersucht das Thema Betrug über mobile Vertriebskanäle und deckt Trends bei Zahlungsabwicklung, Einführung neuer Technologien und Strategien zur Betrugsprävention auf. Für die Studie, die zwischen November 2014 und Januar 2015 durchgeführt wurde, sind 2.000 Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen befragt worden, die auf den Gebieten Zahlungsabwicklung, Risikomanagement und mobiler Vertrieb tätig sind, darunter Händler, Serviceanbieter, Acquirer und Kartenunternehmen.

Der Studie zufolge hält das Bewusstsein der Händler nicht mit dem Anstieg der Betrugsaktivitäten innerhalb des mobilen Vertriebskanals Schritt, und der Support für den mobilen Vertrieb bleibt hinter den Vorhersagen und Erwartungen der Teilnehmer vorheriger Studien der letzten Jahre zurück. Zudem sind die Bedenken im Hinblick auf die Implementierung neuer Zahlungsmethoden wie Apple Pay gewachsen. Obwohl Händlern heute neue Tools zur Verfügung stehen, um Betrug zu bekämpfen, werden diese in den verschiedenen Branchen bislang kaum konsequent eingesetzt.

„Die Daten zeigen, dass die Branche insgesamt bei der Einführung mobiler Technologien und der Betrugsprävention im Vergleich zum Vorjahr weiter zurückliegt, und einige verzichten sogar ganz darauf“, so Don Bush, Vice President Marketing bei Kount. „Offenbar ist die Erkenntnis weithin verbreitet, dass Mobile Commerce sich endlich auf dem Markt durchsetzt. Die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Betrugsprävention im mobilen Handel wird jedoch weiterhin übersehen. Um das Wachstum des mobilen Handels mit Erfolg zu unterstützen, müssen die Unternehmen zunächst die Kommunikation zwischen IT-Abteilungen und Betrugsbekämpfungsteams verbessern. Ohne ein besseres Verständnis von Risiko und Nutzen werden sich die Betrugsfälle im Mobilbereich in den kommenden Jahren zu einem größeren Problem ausweiten.“

Das exponentielle Wachstum hat bei vielen Unternehmen für Verwirrung in Bezug auf die besten Praktiken bei Zahlungen und Betrugsbekämpfung gesorgt. Dies mag einer der Gründe für den leichten Rückgang neuer Implementierungen und Richtlinien für den mobilen Vertrieb sein.

„Da die Hürden für die Einführung mobiler Angebote nach und nach fallen und mobile Zahlungsdienste aller Art auf den Markt kommen, entstehen neue Freiräume für Betrüger“, berichtet Steven Casco, CEO bei CardNotPresent.com und der CNP Expo. „Was einst den Zeitaufwand nicht wert war, wird nun zunehmend lukrativ. Unternehmen des E- und M-Commerce-Ökosystems beginnen erst jetzt zu verstehen, wie verwundbar sie tatsächlich sind. Dieser Bericht ist die bisher umfangreichste Untersuchung der Einstellungen gegenüber dem Mobile Commerce und analysiert die bevorzugten Sicherheitskonzepte der Händler und Serviceanbieter und die Angriffsmethoden der Betrüger.“

„Insgesamt erzielen die Unternehmen höhere Umsätze und implementieren neue Lösungen, um den Bedürfnissen von Kunden und Händlern des Mobile Commerce zu entsprechen“, erläutert David Montague, Präsident und Unternehmensberater, bei The Fraud Practice, LLC. „Gleichzeitig ist eine deutliche Verlagerung vom Risikomanagement zur Verwaltung komplexer Zahlungsmethoden und -kanäle zu erkennen, wie etwa mobile Geldbörsen und POS-Zahlungen. Die Unternehmen müssen darauf hinarbeiten, ein Gleichgewicht bei der Umsetzung beider Ziele zu erreichen, da sich die Branche in allen Bereichen des mobilen Vertriebs ständig weiterentwickelt.“

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehören:

Verbreitete Unsicherheit:

  • Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (40,8 %) erklären, sie verfügten über keine gesicherten Informationen darüber, ob sich die Zahl der Betrugsfälle nach einer schweren Datenpanne erhöht hat, und mehr als die Hälfte (60 %) der Teilnehmer sind sich unsicher, ob die Betrugsfälle im Mobilbereich schneller, langsamer oder gleich schnell ansteigen wie ihr mobiles Transaktionsvolumen insgesamt.
  • Weniger als 40 Prozent (39,7 %) der Unternehmen können erkennen, ob ein Kunde seine Transaktionen über ein mobiles Gerät vornimmt, und nur 17 Prozent können den Typ des mobilen Geräts bestimmen.
    • Große Händler sind am ehesten in der Lage (45,5 %), den Typ eines mobilen Geräts zu identifizieren, aber null Prozent der befragten Versicherungsunternehmen können feststellen, ob eine Transaktion überhaupt auf einem mobilen Gerät vorgenommen wird.
    • Gaming- und Social-Networking-Sites verfügen als einzige Anbieter über die Fähigkeit, alle über mobile Geräte abgewickelten Transaktionen zu identifizieren, aber nur ein Viertel (25 %) kann den Gerätetyp bestimmen.
  • Weniger als 40 Prozent (39,4 %) der befragten Anbieter verfolgen Betrugsfälle nach Vertriebskanal und erfassen sie getrennt von sonstigen E-Commerce-Transaktionen.
  • Bei der Herkunft der Betrugsfälle sind sich die Unternehmen uneinig. 32 Prozent geben an, dass Betrugsversuche über mobile Geräte überwiegend auf inländische Transaktionen entfallen, während 31 Prozent vor allem Transaktionen aus dem Ausland dafür verantwortlich machen.

Mangelndes Verständnis und fehlende Priorisierung von Risikofaktoren für mobilen Betrug:

  • Während die Betrugsfälle bei mobilen Transaktionen allgemein auf dem Vormarsch sind, schätzen immer mehr Unternehmen den mobilen Vertrieb als ebenso riskant wie oder weniger riskant als Standard-E-Commerce ein – jeweils 41,4 Prozent und 7,8 Prozent im Jahr 2013 bzw. 48,4 Prozent und 10,4 Prozent im Jahr 2015.
  • Unterdessen verzeichnete der Anteil der Händler, die glauben, Mobile Commerce sei etwas bzw. deutlich riskanter als herkömmlicher E-Commerce, einen Rückgang um 6 Prozent bzw. 4 Prozent.
  • Ein Viertel (24,2 %) der Befragten ist der Ansicht, M-Commerce erfordere spezielle Tools zur Betrugsbekämpfung – ein Rückgang im Vergleich zu 2013 (32,2 %).
  • Fast ein Drittel (28,4%) der Händler plant keine zusätzlichen Tools oder Services zur Bekämpfung von Betrug im mobilen Vertrieb.
  • Gleichwohl planen mehr als 37 Prozent zusätzliche mobile POS-Systeme, 27 Prozent neue mobile Apps für Online-Shopping und 18 Prozent die Erstellung spezieller mobiler Websites.

Zweifel bei Implementierung neuer Zahlungsmethoden:

  • Die Anzahl der Händler, die in der Bewältigung der Komplexität neuer Zahlungsmethoden das größte Hindernis für die Einführung mobiler Dienste sehen, hat sich mit 20 Prozent im Jahr 2014 nach 8 Prozent im Jahr 2013 verdoppelt und seit 2012 (6,5 %) sogar verdreifacht.
  • Die Verbraucher nutzen unterschiedliche Zahlungsmethoden für mobile Transaktionen: Kreditkarten sind die bevorzugte Methode (62,6 %), und PayPal (13,5 %) ist fast so beliebt wie die Zahlung mit einer Debitkarte (14,5 %).
  • Die Zahlungsmethoden von Verbrauchen variieren je nach Händlersegment: Alkohol- und Tabakkunden verwenden am häufigsten Debitkarten (42,9 %), Kunden von Dienstleistungen mit direkter Rückmeldung bevorzugen am häufigsten PayPal (66,7 %), Finanzdienstleistungskunden sind die Verbrauchergruppe, die am häufigsten Prepaid- und Geschenkkarten (12,5 %) nutzt, und Dating- und Social-Networking-Benutzer tendieren zu Bill2Phone-Angeboten (16,7 %) als Zahlungsmittel.

Trend zur mobilen Geldbörse erhält neue Impulse durch Apple Pay:

  • Weniger als ein Viertel (23,7 %) der Händler akzeptiert mobile Geldbörsen, und das ist der kleinste Anteil unter allen Teilnehmergruppen. PayPal ist die am häufigsten akzeptierte mobile Zahlungsmethode – häufiger als Kredit- und Debitkarten – und kann bei 54 Prozent der Händler genutzt werden.
  • Obwohl Apple Pay erst vor einem knappen halben Jahr gestartet wurde, hat es bereits die Händlerakzeptanz von Google Wallet erreicht. Beide Dienste werden von 32 Prozent aller Händler akzeptiert, die mobile Geldbörsen als Zahlungsmethode anbieten. Dabei hat der Support von Apple Pay (42 %) durch Serviceanbieter und Nichthandelsunternehmen bereits den von Google Wallet (39 %) überholt.

Strategien zur Betrugsprävention sind uneinheitlich:

  • Die Befragten sind sich unsicher in der Frage, ob Tools zur Betrugsprävention für alle Kanäle genutzt werden können, wobei fast die Hälfte (47,4 %) erklärt, dass einschlägige E-Commerce-Verfahren und -Tools das Betrugsrisikomanagement für Mobile Commerce nicht in vollem Umfang unterstützen können.
  • Händler setzen mehr Tools und Dienste zur Betrugsprävention im mobilen Handel ein: Insgesamt nutzen 79 Prozent ein oder zwei Tools, wobei nur 40 Prozent einen einzigen Dienst nutzen. Bei Händlern mit mehr als 50 Mio. US-Dollar Umsatz steigt die Anzahl der genutzten Dienste auf drei.
  • Bei allen Unternehmen sind die häufigsten Tools zur Betrugsprävention im mobilen Vertrieb ID-Authentifizierung (49 %), Geräte-ID (48 %) und sichere mobile Zahlungsmethoden (44 %).
    • Zwar ist die ID-Authentifizierung nach wie vor das am häufigsten verwendete Tool zur Betrugsprävention unter allen Händlern aus 16 verschiedenen Branchen, ihre Anwendung verzeichnete jedoch einen Rückgang von 41,7 % (2013) auf 38,2 % (2014).
    • In neun Branchen nutzt mindestens ein Drittel der Händler die Geräte-ID zur Verhinderung von Betrug im mobilen Handel, darunter mehr als die Hälfte der Gaming-Anbieter (57,1 %).
  • Die fünf am häufigsten von Händlern genutzte Tools und Dienste sind ID-Authentifizierung (38,2 %), Geräte-ID (35,7 %), sichere mobile Zahlungsmethoden (30,5 %), Rules Engine (26,6 %) und Fraud Scoring (24 %).
    • Der Anteil von Fraud Scoring stieg gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent. Der Einsatz von Textnachrichten zur Betrugsprävention hat sich im Zeitraum von 2012 bis 2015 nahezu verdreifacht und stieg von 7 auf 18 Prozent.
  • Kartenunternehmen nennen Fraud Scoring als eines ihrer drei wichtigsten Tools (50 %), während NFC für Acquirers zu den drei wichtigsten Tools (25 %) gehört. Kartenaussteller ziehen am häufigsten den Einsatz einer Lösung zur Erkennung von mobiler Malware als wichtigstes Tool (22 %) in Betracht.
  • Auch mobile Geolocation-Tools finden zunehmend Verwendung und werden heute von 9 Prozent aller Händler genutzt. Vor zwei Jahren traf dies nur auf 1 Prozent der Händler zu.

Um ein kostenloses Exemplar des Mobile Payments & Fraud Survey 2015 herunterzuladen, besuchen Sie bitte http://info.kount.com/mobile-payments-reports-2015.

Über die Marktstudie

Der Bericht Mobile Payments & Fraud Survey 2015 ist die dritte Jahresausgabe der Studie, die von Kount, CardNotPresent.com und The Fraud Practice, LLC, herausgegeben wird. Die Studie wurde im Zeitraum von November 2014 bis Januar 2015 durchgeführt und untersucht Wachstum, Marktchancen, Hindernisse, Präferenzen und Prioritäten aus Sicht von über 1.500 Experten auf den Gebieten Zahlungsdienste und Betrugsprävention. Die Teilnehmer der Studie repräsentieren ein breites Spektrum an Unternehmen unterschiedlicher Größe aus dem Sektor Zahlungsdienste, darunter Händler, Serviceanbieter, Acquirer, Kartenunternehmen- und -emittenten, das von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von unter fünf Millionen US-Dollar bis hin zu Unternehmen mit einem Umsatzerlös von über 50 Millionen US-Dollar pro Jahr reicht. Händler machen mehr als die Hälfte aller Befragten aus, von denen 59 Prozent einen Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen US-Dollar erzielen.

Nähere Informationen zu den Marktforschungsunternehmen erhalten Sie im Internet unter www.kount.com, www.cardnotpresent.com und www.thefraudpractice.com.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts :

SkyParlour
Matthew Pears
matthew@skyparlour.com
+44-(0)-7718-190451


Source(s) : Kount

Schreiben Sie einen Kommentar