Handy zum Laden ueberreden

18/11/2010 - 15:47 von Oliver Fromme | Report spam
Hallo,

Ich habe hier einen kleinen Lade-Akku mit USB-Anschluss,
mit dem man so ziemlich alles aufladen kann, was 5 Volt
haben will (Handies, mp3-Player, Kamera, ...). Das Ding
liefert stabile 5,2 V (gemessen) und bis zu 1000 mA.

Nur mein privates Handy widersetzt sich standhaft dem
Aufladen. Es ist zwar nicht zum Laden per USB gedacht,
aber sein Original-Netzteil passt von den Werten her
eigentlich genau: 5,2 V und 700 mA. Schließe ich den
Lade-Akku über einen selbstgelöteten Kabeladapter an,
erscheint im Display für ein paar Sekunden das Lade-
symbol, aber dann behauptet das Handy, der Akku sei voll.
Trenne ich dann das Kabel, fàllt die Akku-Anzeige nach
einem Moment wieder auf "fast leer" zurück.

Also habe ich mal genauer untersucht, was das Original-
Netzteil beim Laden so anstellt. Und siehe da: Anfangs
zieht das Handy rund 600 mA und die Spannung sinkt auf
rund 4 V. Wenn der Akku allmàhlich voll wird, steigt
die Spannung, und der Ladestrom sinkt. Offenbar nutzt
das Handy den Spannungswert, um festzustellen, wann der
Ladevorgang beendet wird.

Meine Idee wàre jetzt, diesen Vorgang durch eine kleine
Schaltung nachzubilden, die ich an den Kabeladapter
dranbastele. Am simpelsten wàre wohl ein Lastwiderstand
in Reihe. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, müsste
ein 5W-Widerstand mit 2 Ohm ungefàhr hinhauen, um den
gewünschten Effekt zu erreichen.

Was meint Ihr dazu? Mein Physik-Schulunterricht ist
schon eine Weile her, und ich möchte weder am Handy noch
am Akku einen Schaden anrichten, daher dachte ich mir,
ich frage hier erstmal. Ich weiß, welches Ende vom
Lötkolben heiß wird, aber das war's dann auch schon.

Viele Grüße
Olli

 

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#1 Waldemar Krzok
18/11/2010 - 16:08 | Warnen spam
Am 18.11.2010 15:47, schrieb Oliver Fromme:
Hallo,

Ich habe hier einen kleinen Lade-Akku mit USB-Anschluss,
mit dem man so ziemlich alles aufladen kann, was 5 Volt
haben will (Handies, mp3-Player, Kamera, ...). Das Ding
liefert stabile 5,2 V (gemessen) und bis zu 1000 mA.

Nur mein privates Handy widersetzt sich standhaft dem
Aufladen. Es ist zwar nicht zum Laden per USB gedacht,
aber sein Original-Netzteil passt von den Werten her
eigentlich genau: 5,2 V und 700 mA. Schließe ich den
Lade-Akku über einen selbstgelöteten Kabeladapter an,
erscheint im Display für ein paar Sekunden das Lade-
symbol, aber dann behauptet das Handy, der Akku sei voll.
Trenne ich dann das Kabel, fàllt die Akku-Anzeige nach
einem Moment wieder auf "fast leer" zurück.

Also habe ich mal genauer untersucht, was das Original-
Netzteil beim Laden so anstellt. Und siehe da: Anfangs
zieht das Handy rund 600 mA und die Spannung sinkt auf
rund 4 V. Wenn der Akku allmàhlich voll wird, steigt
die Spannung, und der Ladestrom sinkt. Offenbar nutzt
das Handy den Spannungswert, um festzustellen, wann der
Ladevorgang beendet wird.

Meine Idee wàre jetzt, diesen Vorgang durch eine kleine
Schaltung nachzubilden, die ich an den Kabeladapter
dranbastele. Am simpelsten wàre wohl ein Lastwiderstand
in Reihe. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, müsste
ein 5W-Widerstand mit 2 Ohm ungefàhr hinhauen, um den
gewünschten Effekt zu erreichen.

Was meint Ihr dazu? Mein Physik-Schulunterricht ist
schon eine Weile her, und ich möchte weder am Handy noch
am Akku einen Schaden anrichten, daher dachte ich mir,
ich frage hier erstmal. Ich weiß, welches Ende vom
Lötkolben heiß wird, aber das war's dann auch schon.



Versuche erstmal einen Widerstand im 2-stelligen Ohmbereich
vorzuschalten, erst danach runtergehen. Die Nokia-NTs haben meistens um
7V Leerlaufspannung, danach geht es in die Knie. Für einen Autolader
habe ich mal das Ding mit 7808 umd 10 Ohm nachgebildet.

Waldemar

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