Hardware-Kalibrierbare Monitore mit großem Farbraum

07/02/2015 - 17:34 von Dr. Joachim Neudert | Report spam
Weil es gerade so schön passt:

Die aktuelle c't testet hardware-kalibrierbare Monitore.

Leider sind da ein paar ziemlich traurige Fakten enthalten, die mit
einigen Mythen aufràumen.

Das Blödeste: obwohl diese Monitore 10 bit Farbtiefe je Kanal haben,
gibt es üble Probleme mit unseren typischen Amateur-PCs.

Eizo CS240
Eizo CG277
HP Z27X
LG 27MB85Z
NEC SpectraView Reference 27
LG 31 MU97 (4096*2160)

Ab Werk mit AdobeRBG oder sRGB vorkalibriert, 1,07 Milliarden
Mischfarben dank 1024 bit je Kanal.



Jetzt das Blöde: Lightroom z.B. unterstützt prinzipiell nur 8 bit.

Photoshop zumindest unterstützt schon 10 bit, wenn man in den
Einstellungen die 30bit-Anzeige aktiviert.

Aber: die HDMI-Eingànge haben zu wenig Bandbreite für 10 bit, da geht
nur 8 bit drüber.


Bleibt also nur DisplayPort.

Und da schieben die GraKa-Hersteller einen Riegel vor: 10 bit Zuspielung
erlauben nur die Treiber der teuren Profikarten, wie AMD FirePro und
NVidia Quadro-Serie.


Tscha, nix is mit tollen NEC und Eizo Monitoren, wenn man nicht nochmal
etwa genausoviel Geld in die Hand nimmt, damit die Grafikkarte ihre
ansonsten bereits ab Mittelklasse problemfrei möglichen 10 bit wirklich
freigibt.

Tröstlich aber das Fazit: vom Ergebnis waren die Tester nach all dem
Aufwand so und so enttàuscht. Einzig bei in 10 bit erstellten
Grauverlauf-Testbildern konnten sie einen Unterschied feststellen zu 3*8
bit Darstellung. Auf RAW-Fotos "konnten wir die Unterschiede nur im
direkten Vergleich erahnen".

c't 2015, Heft 5, Seite 118-123.

Gruß

Joachim
 

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#1 Christian Thomas
07/02/2015 - 19:00 | Warnen spam
Wie jetzt - kein Apple-Display dabei?


Grüße aus dem Saaletal

Christian
http://christian.hat-gar-keine-homepage.de/

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