HF Filter

02/04/2010 - 17:49 von Josef.Waldi | Report spam
Hallo,
ich bin gerade dabei, mich auf das Gebiet der HF-Technik in der Praxis
(!) zu wagen - und stoße mit meinem ersten Projekt direkt auf Fragen,
die mir schlaflose Nàchte bereiten.
Konkret: Ich habe mir einen DDS Funtionsgenerator aufgebaut. Der
funzelt auch soweit, im Ausgangsspektrum finden sich - wie erwartet -
'ne Menge Oberwellen, insesondere der Oszillatorfrequenz (n*fosz +-
fout). foszPMHz, DSS = AD9834. Soweit so gut. Also habe ich mit Qucs
unter Linux einen 11poligen Butterworthfilter entworfen, der in der
Simulation das erwünschte Ergebnisse lieferte. Dann habe ich die
theoretschen Werte durch reale Bauteilwerte ersetzt. Das Ergebnis war
in der Simulation zwar ein wenig "buckeliger", aber immer noch ok.
Aufgebaut habe das (den?) Filter zunàchst auf einer Lochrasterplatine
mit diskreten Keramik-NP0-Kondensatoren und Induktitàten.
Das Ergebniss war schockierend, denn was raus kam hatte das Verhalten
einer Bandsperre, nicht aber eines Tiefpasses. Dementsprechend waren
die höherfrequenten Signalanteile immer noch nahezu ungedàmpft im
Ausgangsspektrum vorhanden. Nach dem Studium der Datenblàtter,
insbesondere der Induktivitàten, kamen mir dann sehr grundsàtzliche
Zweifel: Was macht eigentlich ein solcher Filter jenseits der
Eigenresonanzfrequenz der Bauteile (bei meinen Spulen liegt die SRF
bei ca. 30 MHz). Dreht sich dann nicht das erwartete Verhalten des
Filters komplett um und ist das die Ursache für den gemessenen
Frequenzgang? Wie aber baut man dann ein "echtes" Tiefpass-Filter ?

Vielen Dank vorab für Eure Hilfe!

Josef
 

Lesen sie die antworten

#1 Joerg
02/04/2010 - 18:52 | Warnen spam
MaWin wrote:
"Josef.Waldi" schrieb im Newsbeitrag
news:

bei meinen Spulen liegt die SRF bei ca. 30 MHz



Wie du also erkennst, sind die für deine 50MHz komplett ungeeignet.
Kondensatoren hab auch so schöne Polstellen.

Wie aber baut man dann ein "echtes" Tiefpass-Filter ?



Eventuell 2 Spulen hintereinander, wenn man einen so grossen
Induktivitàtswert braucht, daß man keine Spule mit ausreichend
hoher Eigenresonanz bekommt.

Am geeignetsten sind Zylinderspulen, die mit 2 Dràhten bewickelt
werden, von denen man einen Draht wieder abwickelt.

Hinzu natürlich bei Kondensatoren auch auf Zuleitungsinduktivitàt
achten, und beim Aufbau auf die (Sende-/Empfangs-)Antennenwirkung
der Leitungen, ggf. schirmen mit hübschen kleinen Blechkàstchen.




Und wenn schon auf Lochraster dann muss das eine durchgehende Ground
Plane haben. Sonst wird dat nix.

Manche Filter wollen auch nicht unter Linux gerechnet werden ... <duck
und schnell wech>

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Ähnliche fragen