Hilfe bei Einrichtung von Orca mit Cepstral-Stimmen

07/05/2014 - 18:40 von Frank Becker | Report spam
Hallo zusammen,

Orca hat für mich die Schwierigkeit, dass ich espeak aufgrund meiner
Hörbehinderung nicht verstehe. Es gibt eine Alternative, mit der ich gut
zurecht kommen würde: Cepstral.

Ich habe mir diese Stimme gekauft und freigeschaltet. Auf der Konsole
kann ich mir auch làngere Texte problemlos vorlesen lassen.

Nun möchte ich die Cepstral-Stimme auch in Orca verwenden.

orca -t

Auch mit der Cepstral-Stimme werden mir die ersten Fragen zur
Einrichtung von Orca vorgelesen. Dann eine Zeile die nicht vorgelesen
wird. Ich kann aber mit einem Tastendruck das Vorlesen dieser Zeile doch
starten.

Cepstral schaft es noch bis zu "Willkommen bei Orca" und den ersten
Reiter des Einstellungsdialogs. Danach, beim Welchsel des Reiters, ist
Ruhe.

Ich bekomme Orca dann auch erst nach einem kompletten Neustart zum
Laufen. kill orca oder Ab- und Anmelden bringen nichts. Die Tastatur ist
blockiert und wenn ich in einer Konsole oder dem Iceweasel eine Taste
drücke wird das Programm sofort beendet.

Ich habe etwas gefunden, daß Pulseaudio eventuell ein Problem ist. Auf
https://wiki.debian.org/accessibili...ch_support fand ich:

dpkg-divert --add --rename /usr/share/alsa/pulse-alsa.conf

Was immer dieser Befehl auch tut, es hilft nicht. Ist dieser Befehl
eigentlich dauerhaft? Wenn ja, wie kann ich das wieder rückgàngig machen?


Auch habe ich in /etc/speech-dispatcher/speechd.conf den Audioausgang
auf AudioOutputMethod "alsa" gestellt. Die Cepstral-Stimme hat dann
etwas mehr vorgelesen als mit PulseAudio. Aber das half ansonsten auch
nicht weiter.


Mein System: Ein aktuelles Debian stable mit Gnome.

Ich hoffe, jemand von Euch kann mir Helfen.
Vielen Dank im voraus.
Frank


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#1 Kai-Martin Knaak
09/05/2014 - 00:20 | Warnen spam
Vorweg: Ich hatte noch keinen intensiven Kontakt mit orca und eher wenig Erfahrung mit
Sound-Problemen. Eine Lösung kann ich also nitch aus dem Ärmel schütteln. Aber ein paar
Nachfragen, die vielleicht jemand anderem die Diagnose erleichtern:

Frank Becker wrote:

Orca hat für mich die Schwierigkeit, dass ich espeak aufgrund meiner
Hörbehinderung nicht verstehe. Es gibt eine Alternative, mit der ich
gut zurecht kommen würde: Cepstral.



(...)
Cepstral schaft es noch bis zu "Willkommen bei Orca" und den ersten
Reiter des Einstellungsdialogs. Danach, beim Welchsel des Reiters,
ist Ruhe.



Nur zur Sicherheit: Hast Du schon ausprobiert, ob espeak das Problem nicht zeigt?


Ich bekomme Orca dann auch erst nach einem kompletten Neustart zum
Laufen. kill orca oder Ab- und Anmelden bringen nichts. Die Tastatur
ist blockiert



Bringt Dich [alt-ctrl-F1] noch in eine Konsole auf einem reinen Textbildschirm?


und wenn ich in einer Konsole oder dem Iceweasel eine
Taste drücke wird das Programm sofort beendet.



Verstehe ich richtig, dass Du folgendes machst:
1) gnome-terminal über das Gnome-Menü mit der Maus starten
2) In das Fenster klicken, um den Tastaturfokus zu setzen
3) Eine Taste drücken
4) Das Fenster des gnome-terminal schließt sich

Vorschlag:
Starte das gnome-terminal in einem anderen anderen gnome-terminal bevor Du versuchst Orca
zu starten. Dann reproduziere die Orca-Probleme und tippe etwas in das indirekt
gestartete gnome-terminal.
Eventuell erscheinen dann Fehlermeldungen in dem ersten
gnome-terminal.

Gibt es vielleicht Fehlermeldungen in der Datei
$HOME/.xsession-errors
?


Ich habe etwas gefunden, daß Pulseaudio eventuell ein Problem ist.
Auf https://wiki.debian.org/accessibili...ch_support fand ich:

dpkg-divert --add --rename /usr/share/alsa/pulse-alsa.conf

Was immer dieser Befehl auch tut,



dpkg-divert sorgt dafür, dass bei der Installation von weiteren Paketen bestimmte Dateien
nicht überschrieben werden und stattdessen an einer anderen Stelle installiert werden.
Der Aufruf in der Zeile oben sieht mir allerdings unvollstàndig aus. Es fehlt der Name
der Datei, für eine Verschiebung nach /usr/share/alsa/pulse-alsa.conf angeordnet wird.
Die Syntax lautet:
dpkg-divert --add 'was' --rename 'wohin'


es hilft nicht.



Seine Wirkung bezieht sich nur auf danach folgende Paket-Installationen. Also etwa einer
Neuinstallation von pulseaudio.


Ist dieser Befehl eigentlich dauerhaft?



ja


Wenn ja, wie kann ich das wieder rückgàngig machen?



mit
dpkg-divert --remove 'was'

Ich vermute, dass Du den Befehl in diesem Thread gefunden hast:
http://debian.2.n7.nabble.com/Pulse...24273.html

Dort dient er dazu, die manuelle Entfernung von
/usr/share/alsa/pulse-alsa.conf
erhalten zu lassen, auch wenn ein Upgrade von pulseaudio passiert.

Als erstes würde ich also probieren, die Datei aus dem Weg zu ràumen
mv /usr/share/alsa/pulse-alsa.conf $HOME/tmp
Das sollte dazu führen, dass alsa direkt abgesprochen wird und nicht
über pulseaudio -- Eventuell erst nach log-out, oder reboot.

Hoffe, das hilft weiter,

<)kaimartin(>


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