Hilfe: Update Suse 10.2 auf 10.3

14/06/2008 - 15:35 von Gerhard Maerker | Report spam
Hallo,


ich möchte gern mein System von 10.2 auf 10.3 updaten.

Wenn ich die 10.3 DVD einlege und System update auswàhle bekomme ich leider
nicht alle Abhàngigkeiten weg. Das ist endlos.
Ich habe hier aber auch gelesen, daß eine saubere frische Installation
besser wàre.
So weit so gut.

Folgende aktuelle (10.2) Konfiguration zeigt mir unter Yast das
Partionierprogramm:

Geràt |Größe |F|Typ |Mounten |Belegt von|Kennung|
/dev/hda 149.0GB Samsung-SP1604N
/dev/hda1 149.0GB Win95 FAT32 LBA /Windows/D
/dev/sda 465.7GB WDC-WD5000KS-00M
/dev/sda1 465.7GB Linux swap swap
/dev/sda2 460.9GB Linux native /
/dev/sdb 232.8GB SAMSUNG-SP2504C
/dev/sdb1 232.8GB HPFS/NTFS /Windows/C
/dev/sdc 698.6GB ST375640AS
/dev/sdc1 698.6GB Linux native /home

Nun dachte ich, kein Problem, markiert man eben Neuinstallation, den Rest
erkennt das System schon. Ist aber nicht so.
Bei Festplatte vorbereiten zeigt mir Das Suse 10.3 Installationsprogramm
folgendes:

Geràt |Größe |F|Typ |Mounten |Belegt von|Kennung|
/dev/sda 149.0GB Samsung-SP1604N
/dev/sda1 149.0GB Win95 FAT32 LBA /Windows/C
/dev/sdb 465.7GB WDC-WD5000KS-00M
/dev/sdb1 465.7GB Linux swap swap
/dev/sdb2 460.9GB Linux native
/dev/sdc 232.8GB SAMSUNG-SP2504C
/dev/sdc1 232.8GB HPFS/NTFS /Windows/D
/dev/sdd 698.6GB ST375640AS
/dev/sdd1 698.6GB Linux native /

Also soviel weiß ich nun. 10.3 emuliert SCSI Platten. Daher wohl kein hda
mehr. o.k.
Die Fat32 Samsung Platte wird fàlschlicherweise als Windows/C eingehangen.
Muß ich also mit der NTFS Platte tauschen. Das bekomme ich hin.
Aber die Platte WDC-WD5000KS-00M wo / war wird gar nicht verwendet, dafür
will das Installationsprogramm an meine ST375640AS ran und da /
installieren, obwohl daß mein ursprüngliche /home Platte ist, mit allen
meinen Daten.
Nun meine Frage: Wenn ich das nun richtig stelle so wie oben bei 10.2 löscht
die Installation dann die Partion: "/dev/sdb2 460.9GB Linux native " und
spielt da 10.3 drauf oder wird da neben der instlallierten 10.2 auch 10.3
installiert?

Und nun das wichtigste. Wenn ich angebe wie oben bei 10.2:
/dev/sdd1 698.6GB Linux native /home
hàngt daß System die Platte ienfach ein, oder löscht das Ding meine Daten
und legt /home neu an.
das wàre schlecht.

Wie soll ich vorgehen.

Hmm, wenn doch nur das update ginge.

Bitte helft mir!

Danke Gerhard

p.s. In ein paar Tagen kommt ja noch Suse 11.0 raus.
Platz hab ich ja genug.
Wie könnte ich das dann parallel "zum rumspielen" und mit meiner /home
partion installieren"

Aber oben das Problem ist mir wichtiger...
 

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#1 Martin Schnitkemper
14/06/2008 - 17:08 | Warnen spam
· Gerhard Maerker schrieb:

ich möchte gern mein System von 10.2 auf 10.3 updaten.



Warum willst du heute noch auf 10.3 updaten wenn Donnerstag die 11.0 kommt?

Wenn ich die 10.3 DVD einlege und System update auswàhle bekomme ich
leider nicht alle Abhàngigkeiten weg. Das ist endlos.



Kenne ich, war hier auch so, deswegen hatte ich nach Erscheinen der 10.3
auch auf ein Update verzichtet und bin (bis heute) bei 10.2 geblieben.

Hauptursache für die vielen Abhàngigkeitsprobleme sind wohl die Pakete, die
du in der Vergangenheit aus anderen als den SUSE-Quellen bezogen und
installiert hast, hier vor allem die guru- und packman-Repositories. Diese
Paketquellen lassen sich (im Gegensatz zu den SUSE-Paketquellen) nicht
schon wàhrend sondern erst nach der Installation integrieren. In der Folge
können diese Pakete wàhrend der Installation nicht aktualisiert werden und
stehen im Konflikt mit den Paketen die aktualisiert werden können.

Eine fatale Situation. Eigentlich kannst du nur der YAST-Empfehlung folgen
und alle Pakete, deren Abhàngigkeit wàhrend der Installation nicht
aufgelöst werden de-installieren, dann die Installation der unkritischen
Pakete durchziehen, spàter die fehlenden Repositories wieder einbinden und
dann den Rest neu installieren. Wobei es z.B. kein guru-Repository für die
10.3 mehr gibt, das ist teilweise nach packman umgezogen.

Für viele Anwendungen, die es noch unter 10.2 gab, gibt es aber keine
aktualisierten Pakete für 10.3 mehr. Auf die mußt du dann ganz verzichten.
Das war auch einer der Gründe, warum ich nie zu 10.3 gewechselt bin.

Ich habe hier aber auch gelesen, daß eine saubere frische Installation
besser wàre.



Ist es auch, das war immer schon die Empfehlung weil ein Update bei SUSE
eigentlich noch nie ohne Komplikationen abgelaufen ist.

Wenn man dann noch bedenkt, daß du (siehe oben) die meisten Pakete sowieso
wieder manuell nachinstallieren mußt weil sie nicht aktualisierbar sind,
ist der Aufwand einer Neuinstalltion fast gleich mit einer Aktualisierung.
Als positiven Seiteneffekt làßt man bei einer Neuinstallation auch alten
Ballast hinter sich, den man nicht mehr braucht.

Nun meine Frage: Wenn ich das nun richtig stelle so wie oben bei 10.2
löscht
die Installation dann die Partion: "/dev/sdb2 460.9GB Linux native " und
spielt da 10.3 drauf oder wird da neben der instlallierten 10.2 auch 10.3
installiert?



Das kommt darauf an, ob du die Option "Formatieren" wàhlst. Wenn der
Mountpoint root (/) auf sdb2 liegt und dort das alte 10.2 lag und du die
Platte formatierst, dann ist die 10.2 weg und nur noch die 10.3 drauf.

Was mich etwas irritiert, ist die berichtete Größe der swap-Partition.

Und nun das wichtigste. Wenn ich angebe wie oben bei 10.2:
/dev/sdd1 698.6GB Linux native /home
hàngt daß System die Platte ienfach ein, oder löscht das Ding meine Daten
und legt /home neu an.



Auch hier gilt: wenn formatiert wird sind die Daten weg, wird nicht
formatiert wird nur in fstab ein Eintrag erzeugt und je nach Option auch
eingehàngt. Die gleichen Gedanken solltest du dir aber auch für die
Windows-Partitionen machen, denn da ist das sinngemàß das gleiche.

Im Übrigen gilt sowieso, bei solchen Aktionen Partitionimages aller
kritischen Partitionen inkl. des MBR zu erstellen, bevor du überhaupt
irgendwas anderes machst.

Hmm, wenn doch nur das update ginge.



Da mußt du dich bei den Novell-Leuten bedanken, daß sie das Updatekonzept so
halbherzig umgesetzt haben. Wenn man alle Paketquellen schon wàhrend der
Installation anmelden könnte, wàre vieles sicherlich einfacher. Das haben
sie aber versàumt.

Und denke dran, daß die Revovery-Funktion der 10.3 auch nicht funktioniert.
Besorge dir also vorher ein bootfàhiges Medium (wie z.B. die
systemrescuecd) und teste das auch, damit du im Notfall noch an das System
heran kommst und Reparaturmaßnahmen durchführen oder es aus den Images
wiederherstellen kannst. Sonst kommt nàmlich zum Frust einer
fehlgeschlagenen Installation auch noch das Problem, daß du kein Zugriff
mehr auf das havarierte System hast.

p.s. In ein paar Tagen kommt ja noch Suse 11.0 raus.
Platz hab ich ja genug.
Wie könnte ich das dann parallel "zum rumspielen" und mit meiner /home
partion installieren"



Genauso wie die 10.3: auf eine freie Partition installieren, GRUB aber nicht
im MBR installieren sondern auf root der 11.0, und dann im Produktivsystem
die menu.lst um einen Eintrag für die 11.0 ergànzen, indem du die
korrespondierenden Eintràge aus der 11.0-menu.lst übernimmst. $HOME würde
ich zum Testen nicht mounten, denn dann trennst du nicht mehr effektiv das
Produktivsystem vom Testsystem. Und laß bloß die Finger von KDE4!
Installiere auf jeden Fall die stabile 3.5.9.

Auch wenn ich bislang von einem Umstieg auf 11.0 abgeraten habe würde ich
heute nicht mehr auf eine 10.3 aktualisieren. Der Streß ist eigentlich
derselbe, ob du nun von 10.2 auf 10.3 oder gleich auf 11.0 umsteigst. Aber
dann hast du erst mal Ruhe. Die 10.3 ist doch heute auch schon veraltet,
die müßtest du zunàchst auf einen aktuellen Stand bringen. Das ist doch
alles mit einem irren Aufwand verbunden.

Also wenn ich heute ein System ganz neu aufsetzen muß, dann würde ich
natürlich schon die jetzt aktuelle Verison 11.0 nehmen, egal wie kaputt sie
sich nach der Veröffentlichung auch pràsentiert. Außer sie geht überhaupt
nicht, aber das traue ich selbst SUSE nicht zu.

Gibt es denn irgendeinen konkreten Anlaß, daß du jetzt unbedingt von 10.2
weg mußt? Irgendwelche Hardware- oder Treiberprobleme?

Sonst würde ich eher zu Abwarten raten, bis sich der erste Wirbel um
openSUSE-11.0 gelegt hat, und so lange noch weiter mit 10.2 arbeiten.

Martin.

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