Hochleistungs-Batterien aus Schrott und Waschmittel (Vanderbilt University) - ernst zu nehmen oder Bastelei?

01/12/2016 - 09:24 von Fritz | Report spam
Ernst zu nehmen?
Ausweg um Lithium zu ersparen und die Größe und das Gewicht wenig Rolle
spielt? Etwa zur Zwischenspeicherung erneuerbarer Energien.

<http://www.heise.de/newsticker/meld...9.html>
Zitat:
»Einem Forscherteam an der Vanderbilt University in Tennesse soll es
gelungen sein, leistungsfàhige Stahl-Messing-Akkus aus Metall vom
Schrottplatz und mit Haushaltschemikalien zu bauen.
Stahl- und Messingreste, die vom Schrottplatz stammen können, ergeben in
einem Glasbehàlter zusammen mit Kaliumhydroxid aus gewöhnlichem
Waschmittel einen Akkumulator, der gàngigen Blei-Sàure-Batterien àhnelt.
Dieser soll laut ACS Energy Letters eine Zellspannung von 1,8 V abgeben
und eine Energiedichte von bis zu 20 Wh/kg aufweisen.
Prototyp der Hochleistungs-Schrottplatz-Batterie, die eine LED versorgt.
Der nàchste Schritt der Forscher wird es sein, eine große Version zu
produzieren, die für den Einsatz in energieeffizienten Smart-Homes
geeignet ist.
..
Prototyp der Hochleistungs-Schrottplatz-Batterie, die eine LED versorgt.
Der nàchste Schritt der Forscher wird es sein, eine große Version zu
produzieren, die für den Einsatz in energieeffizienten Smart-Homes
geeignet ist.
Vergrößern
Bild: Pint Lab / Vanderbilt University
<http://1.f.ix.de/imgs/18/2/0/1/1/0/0/9/Scrap-Metal-Battery-light-5c7a7289db839857.jpeg>
..
Zum Vergleich: Zink-Kohle-Batterien weisen 65 Wh/kg und Li-Ionen-Akku
mehr als 160 Wh/kg auf. Das Forscherteam der Vanderbilt University in
Tennesse, welches aus Studierenden und Absolventen eines
interdisziplinàren Programms aus Materialwissenschaften und dem
Fachbereich Maschinenbau besteht, hofft mit ihrer Entwicklung Tonnen von
jàhrlich entsorgtem Metallschrott als Energiespeicher für die
erneuerbaren Energienetze der Zukunft nutzen zu können.«

»Bevor die Batterie als solche verwendet werden kann und bis zu 5000
Ladezyklen vertràgt, ist eine Anodisierung erforderlich. Das wichtigste
Anodisierungsverfahren ist das Eloxal-Verfahren der Anodisierung von
Aluminium. Durch Elektrolyse in einem Bad einer weiteren, nicht
genannten Flüssigkeit (vermutlich Salzsàure) aus Haushaltschemikalien
wird eine Oxidschicht auf dem Metall aufgebaut beziehungsweise
verstàrkt. Wie die Forscher entdeckten, bildet sich dabei ein Netzwerk
aus Metalloxiden in Nanometer-Größe, welches in der Lage ist, Energie zu
speichern und wieder abzugeben.«

Mehr dazu:
Inzwischen ist ein Dokument mit zusàtzlichen Informationen (Supporting
information. From the Junkyard to the Power Grid: Ambient Processing of
Scrap Metals into Nanostructured Electrodes for Ultrafast Rechargeable
Batteries) von den Autoren online als PDF frei verfügbar.
<https://ndownloader.figshare.com/files/6607017>

From the Junkyard to the Power Grid: Ambient Processing of Scrap Metals
into Nanostructured Electrodes for Ultrafast Rechargeable Batteries
<http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021...b00295>

Making high-performance batteries from junkyard scraps
<https://news.vanderbilt.edu/2016/11...craps/>

Fritz
„Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für
die Gier Einzelner“ - Mahatma Gandhi
 

Lesen sie die antworten

#1 Dieter Wiedmann
01/12/2016 - 09:59 | Warnen spam
Am 01.12.2016 um 09:24 schrieb Fritz:
Ernst zu nehmen?



Die Show um Schrottplatz und Waschpulver ist typisch amerikanisch, sie
ist nötig um Geld für laienunverstàndliche Grundlagenforschung zu
bekommen. Natürlich ist es nicht unmöglich, dass daraus eine neue
Akkutechnologie entsteht, so wie jeder Tellerwàscher die Chance hat
Millionàr zu werden.



Gruß Dieter

Ähnliche fragen