Hostnamen für DHCPv6

14/06/2015 - 21:31 von Ralph Aichinger | Report spam
Sorry, kurzer Rant vorweg, wer die eigentliche Frage lesen will, bitte die ersten
drei Absàtze (ohne den da) überspringen.

Ich hab mir grade daheim in einem Netz die "übliche" Combo Bind/ISC-dhcpd installiert,
und bin schon ein bißchen genervt von den kleinen Details bei IPv6, die bei
Linux nicht ganz so liebevoll gelöst sind wie bei IPv4, und an denen man IMHO merkt,
daß IPv6 noch ganz so viel ans wirklich praktische Verwenden angepaßt ist, und
IMHO Warzen hat, die sogar bei Windows (sogar im CLI) teilweise ausgemerzt sind.

Beispiel: Will ich wissen ob ein Rechner erreichbar ist, dann kann ich unter Windows
"ping meinrechner" eintippen. Bei Linux tippe ich "ping meinreichner", kriege keine Reply
zurück, fluche leise, und tippe "ping6 meinrechner". Ja, bestimmt könnte man einen Wrapper
programmieren, aber warum sind elementarste Utilities nicht voll dual-stack-transparent?

Anderes Beispiel: Der ISC-dhcpd ist sowohl als v4 als auch als v6 dhcpd benutzbar. Aber
man muß ihn zweimal starten, muß auch gemeinsame Konfiguration für v4 und v6 in zwei
unterschiedlichen Konfigurationsdateien vorhalten (z.B. das ganze Key-Zeugs für die
DDNS-Updates) und bekommt unter Debian noch nichteinmal ein Startskript mitgeliefert:

https://bugs.debian.org/cgi-bin/bug...i?bugY2539

Weiteres Beispiel: Wenn ich einen Windows-Client an meine isc-dhcpd/bind9-Combo
"dranhànge, dann holt sich Windows eine Adresse für v6 und v4, und liefert seinen
Hostnamen ab, den ich dann in bind9 per ddns eintragen kann.

Linux macht das bei v4 auch. Nur wie kriege ich den "dhclient -6" dazu einen Hostnamen
mitzugeben? Welche Lösungen verwendet ihr um Linux-Rechnern per DHCPv6 *irgendeinen*
Hostnamen zu geben, bevorzugt einen der mit dem Hostnamen des Rechners was zu tun hat?
Ohne sie manuell mit statischen Leases auszustatten, meine ich.

Beispiele wie am Server die Leases aussehen, oben ein Linux-Client, unten Windows 10:


ia-na "l\034&\361\000\001\000\001\035\016\302\335\252\000\000\000\000\011" {
cltt 0 2015/06/14 18:55:45;
iaaddr 2a02:ab8:201:5b4::1:c436 {
binding state active;
preferred-life 375;
max-life 600;
ends 0 2015/06/14 19:05:45;
}
}

ia-na "\000\000\252\020\000\001\000\001\034\373+8\000\026>[\203C" {
cltt 0 2015/06/14 18:56:42;
iaaddr 2a02:ab8:201:5b4::1:9cca {
binding state active;
preferred-life 375;
max-life 600;
ends 0 2015/06/14 19:06:42;
set ddns-fwd-name = "win10b.tn.h5.or.at.";
set ddns-txt = "0258232cb11468c45019f8bcbf85311cca";
set ddns-rev-name = "a.c.c.9.1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.4.b.5.0.1.0.2.0.8.b.a.0.2.0.a.2.ip6.arpa.";
}
}

/ralph -- mit dhclient -6 kriege ich es nicht hin. Mit NetworkManager kriege ich es aber
*auch* nicht hin. Wobei ich nicht ausschließen will, daß NM auf meinem Notebook
verkonfiguriert ist. Geht das bei euch?
 

Lesen sie die antworten

#1 Marc Haber
14/06/2015 - 23:21 | Warnen spam
Ralph Aichinger wrote:
Ich hab mir grade daheim in einem Netz die "übliche" Combo Bind/ISC-dhcpd installiert,
und bin schon ein bißchen genervt von den kleinen Details bei IPv6, die bei
Linux nicht ganz so liebevoll gelöst sind wie bei IPv4, und an denen man IMHO merkt,
daß IPv6 noch ganz so viel ans wirklich praktische Verwenden angepaßt ist, und
IMHO Warzen hat, die sogar bei Windows (sogar im CLI) teilweise ausgemerzt sind.



Willst Du sauberes IPv6, musst Du Windows nehmen. Microsoft hat da
wirklich gute Arbeit geleistet. IPv6-Unterstüzung im ISC DHCP ist
bestenfalls noch nicht gehobelt.

Beispiel: Will ich wissen ob ein Rechner erreichbar ist, dann kann ich unter Windows
"ping meinrechner" eintippen. Bei Linux tippe ich "ping meinreichner", kriege keine Reply
zurück, fluche leise, und tippe "ping6 meinrechner". Ja, bestimmt könnte man einen Wrapper
programmieren, aber warum sind elementarste Utilities nicht voll dual-stack-transparent?



Weil man gerade bei ping kontrollieren möchte ob der Host nun per v4
oder v6 erreicht wird. Hilfsweise, nimm mtr.

Anderes Beispiel: Der ISC-dhcpd ist sowohl als v4 als auch als v6 dhcpd benutzbar. Aber
man muß ihn zweimal starten, muß auch gemeinsame Konfiguration für v4 und v6 in zwei
unterschiedlichen Konfigurationsdateien vorhalten (z.B. das ganze Key-Zeugs für die
DDNS-Updates) und bekommt unter Debian noch nichteinmal ein Startskript mitgeliefert:

https://bugs.debian.org/cgi-bin/bug...i?bugY2539



Kein Problem von IPv6, Problem von ISC und dem nicht wirklich aktiven
Debian-Maintainer.

Grüße
Marc
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