Quelle HV-Pulse

15/07/2012 - 16:04 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Ich brauche mal eine unaufwendige Idee für eine improvisierte
Hochspannungsimpulsquelle.

Auf ein Entladungsrohr sollen sehr steile, aber nicht so ladungsreiche
HV-Impulse >100 kV draufgebrezelt werden. (Drinnen entstehen an den
Spitzenelektroden dann extrem hohe Feldstàrken. Das können die
natürlich eigentlich nicht ab, sondern schlagen beinahe sofort durch -
es kommt auf den winzigen Moment zwischen Spannungsaufbau und
Durchschlag an, deswegen werden hohe Stirnsteilheiten gebraucht.)

Wie macht man das unaufwendig?

Hochspannungshalle ist nicht verhanden und soll auch nicht verwendet
werden, die Spannung wird im wesentlichen nicht angemessen isoliert,
sondern darauf vertraut, daß es eben ein Momentchen dauert, bis die
diversen Luftstrecken duchschlagen, und die Sache bis dahin halt schon
gelaufen ist.

Einige zehn kV kriegt man mit einer Hochspannungskaskade ziemlich
unaufwendig hin. Idee: Dahinter schlàgt dann eine Funkenstrecke (was
nimmt man da?) durch und gibt den Impuls auf die Primàrseite eines
Lufttransformators, und sekundàr ist die Spannung dann ca. Faktor 10
höher. Wegen der parasitàren Kapazitàten allerdings zu flach (geringe
Anstiegssteilheit), was dazu führt, daß die Quelle schon "leckt", wenn
die beabsichtigte Spitzenspannung noch gar nicht anliegt. Also müßte
da wohl noch eine Schaltfunkenstrecke oder sowas dahinter, die erst
triggert, wenn davor auch ordentlich Spannung anliegt.

Alternative Idee:
Zylinderkondensator, bestehend aus einer zentralen Elektrode, einem
Weiß-nicht-was-für-ein-Dielektrikum und drumherum metallisiertes
Papier als àußerer Belag. Das "Außenrohr" kriegt an beiden Enden einen
Drahtanschluß, ein Ende wird geerdet. Die isolierte zentrale Elektrode
wird aufgeladen (~10 kV), dann wird über den zweiten Draht am Zylinder
ein Stromimpuls durchgejagt, der die Außenelektrode mit einem netten
Knall verdampfen làßt, und durch den damit verbundenen
Kapazitàtsverlust steigt die Spannung auf der Innenelektrode extrem an
- Zündfunkenstrecke und bumm.

Und was wàre die simple Lösung?

Teslatrafo?

(Physiker hatten eine ausgefallene Idee mit Pyroelektrizitàt: So einen
Piezo- bzw. Pyrokristall mit LN2 runtergekühlt und dann mit einem
Lichtblitz aufgeheizt, dann machte der einen MV-Impuls. Wàre
vielleicht auch eine Maßnahme.)


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Klaus Bahner
15/07/2012 - 21:30 | Warnen spam
Ich brauche mal eine unaufwendige Idee für eine improvisierte
Hochspannungsimpulsquelle.

Auf ein Entladungsrohr sollen sehr steile, aber nicht so ladungsreiche
HV-Impulse >100 kV draufgebrezelt werden. (Drinnen entstehen an den
Spitzenelektroden dann extrem hohe Feldstàrken. Das können die
natürlich eigentlich nicht ab, sondern schlagen beinahe sofort durch -
es kommt auf den winzigen Moment zwischen Spannungsaufbau und
Durchschlag an, deswegen werden hohe Stirnsteilheiten gebraucht.)

Wie macht man das unaufwendig?



Guck dir mal einen Marx Generator an. Kommt auf deine Definition von
unaufwendig an, ob du den fuer geeignet haelst. Was die Bauteile angeht
ist er unaufwending. Der mechanische Aufbau und insbesondere das
einstellen der Funkenstreckenabstaende kann allerdings etwas
zeitaufwendig sein.

Gruss
Klaus

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