Ich bin ein Professor zu dem kein einziger Student kommt und der 2 Stunden allein im Hörsaal rumsteht

09/10/2014 - 14:02 von Bambi | Report spam
2004 wurde ich im C-Praktikum mündlich über das Fabry-Pérot-Interferometer geprüft.

Das Fabry-Pérot-Interferometer besteht aus zwei teilreflektierenden Spiegeln hoher Reflektivitàt, die miteinander einen optischen Resonator bilden. Das Transmissionsspektrum dieser Anordnung zeigt schmale Transmissions-Maxima für Wellenlàngen, welche die Resonanzbedingung erfüllen, wàhrend andere Spektralbereiche in der Transmission nahezu vollstàndig ausgelöscht werden. Dies geschieht durch konstruktive bzw. destruktive Interferenz der Teilstrahlen. Der Abstand \Delta\lambda der Transmissionsmaxima heißt freier Spektralbereich des Resonators. Der Frequenzabstand \Delta f ist vom Spiegelabstand L und dem Brechungsindex n abhàngig:

\Delta f = \frac{c}{2 n L}

Die so genannte Finesse \mathcal{F} dient zur Charakterisierung des Resonators. Sie ist definiert als Verhàltnis zwischen dem freien Spektralbereich \Delta\lambda und der Halbwertsbreite \delta\lambda eines einzelnen Maximums:

\mathcal{F} =\frac{\Delta\lambda}{\delta\lambda}.

Je größer die Finesse, desto mehr Strahlenbündel interferieren miteinander und desto schàrfer sind also die Interferenzringe. Einfachste Fabry-Pérot-Interferometer erreichen bei sichtbarem Licht Finessen von ungefàhr \mathcal{F}0. Bei hohen Reflektivitàten R der Spiegel und bei geringer Dàmpfung im Resonator nimmt die Finesse \mathcal{F} große Werte an.

\mathcal{F} = \frac{\pi\sqrt{R}}{1-R}

Mit dielektrischen Dünnschichtbelàgen und gekrümmten Spiegeln lassen sich Finessen bis zu 4{,}1 \cdot 10^5 erreichen. [1] Bei steigender Finesse wàchst bei Resonanz die Intensitàt bzw. Feldstàrke der Lichtwellen innerhalb des Interferometers bzw. Resonators auf Werte an, die wesentlich höher sind als diejenigen des durchtretenden Lichtes.
 

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#1 Moos Fett
09/10/2014 - 19:30 | Warnen spam
Als ich als Student zum Bereich "Transmissions-Maxima für Wellenlàngen, welche die Resonanzbedingung erfüllen" ausgefragt wurde sagte ich : " Das ist doch wurst, das geht schon irgendwie .. "

Da hat sich der Praktikumsbetreuer furchtbar aufgeregt.

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