Ich kann es nicht lassen - ich brauche wieder ein Rohr!

17/03/2014 - 18:26 von Jörg Yadgar Bleimann | Report spam
Hi(gh)!

Am "Morgen" nach der Danubia-Verschrottung ist mir klar geworden, dass
es eigentlich nur zwei Vorbereitungen gebraucht hàtte, um die
Katastrophe vom Dienstag zu vermeiden: ich hàtte besser schon vor
Sonnenuntergang mein Astrogeraffel in den Park jongliert und noch im
Hellen den Sucher anhand terrestrischer Objekte justiert (Frage: kann
man den Sucher so "feststellen", dass er seine Justierung auch beim
Teleskoptransport (Tubus in großem Rucksack) behàlt? Oder komme ich um
das Justieren vor jeder Spechtelsession außerhalb meines Balkons nicht
herum?)! Ferner hàtte sich mal ein eingehenderer Blick auf das
6-mm-Huygensokular empfohlen: da steckte nàmlich hinten noch ein
Grünfilter drauf - kein Wunder, dass ich (fast) nichts sehen konnte!

Das 6er werde ich NICHT wegwerfen, das 25er Kellner sowieso nicht... und
gerade eben sprach mich beim Entsorgen der demolierten EQ-2 mitsamt
Gegengewicht ein Nachbar an... es stellte sich heraus, dass er
(ambitionierter Hobbyfotograf, mit *richtiger* Kamera, nicht so einer
Billig-Màdchenknipse wie meine Fuji A-150), angeregt durch die
Silhouette meines Rohrs auf dem Balkon drauf und dran war, sich selbst
ein Teleskop zuzulegen! Immerhin konnte ich ihm versichern, das mein
Verlust nicht allzu groß war, da es sich um einen billigen
Gebraucht-Eimer gehandelt hatte... wir kamen ins Gespràch und es stellte
sich heraus, das er in der Tat große Lust auf Astrofotografie hat...
spàtestens da hatte es mich dann auch wieder gepackt, und jetzt
durchsurfe ich schon wieder die Elektrobucht auf der Suche nach für mich
erschwinglichen (und transportablen, da ich wie gesagt nicht immer nur
auf meinem Kölner Balkon spechteln will) Teleskopen!

Was gibt es denn da im Umkreis von vier Fahrradstunden? Zum Beispiel
diesen katadioptrischen 4,5-Zöller von Revue in Wuppertal:
http://www.ebay.de/itm/Spiegelteles...3a8d2ff034

Schön kurz, 1000 mm Brennweite... und auf den Fotos sieht die
Verarbeitung recht robust aus, es scheint noch ein Geràt aus dem vorigen
Jahrhundert zu sein. Dann habe ich mich über katadioptrische Teleskope
schlau gemacht (astrofotografie.org)... die Sache mit dem
"Spiegel-Shifting", also der ungleichmàßigen Bewegung des Hauptspiegels
beim Scharfstellen, hat mich allerdings stutzig gemacht. Bei Mond- und
Planetenfotos dürfte das aber wohl noch nicht so sehr ins Gewicht fallen
- oder irre ich mich da?

Dann dieser Bresser-Fünfzöller (130/650 mm) in Glatzerabad, àh,
Gummersbach, jedenfalls jwd in Bergisch-Afghanistan:
http://www.ebay.de/itm/Bresser-Refl...35d3825f24
auch rucksacktauglich kurz (aber wohl kein Katadiopt), mit LED-Sucher...
die Okulare scheinen Kellners zu sein, 25 und 10 mm... jetzt ist
natürlich das Brennweitenverhàltnis, was Vergrößerung angeht ungünstiger
als bei einem normalen Newton... welchen Vorteil haben nochmal
"schnelle" Öffnungsverhàltnisse?

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar





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#1 Volker Gringmuth
17/03/2014 - 19:10 | Warnen spam
Jörg 'Yadgar' Bleimann wrote:

die Okulare scheinen Kellners zu sein, 25 und 10 mm... jetzt ist
natürlich das Brennweitenverhàltnis, was Vergrößerung angeht ungünstiger
als bei einem normalen Newton... welchen Vorteil haben nochmal
"schnelle" Öffnungsverhàltnisse?



Helleres Bild. Für den Nordamerikanebel oder M33 brauchst du keine riesen
Vergrößerung, aber jedes Photon, das du auf deine Netzhaut locken kannst.

Planeten sind hell genug, da hat man lieber lange Brennweiten zwecks
höherer Vergrößerung.


vG

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