(Improvisierter) Spannungsregler mit wenig Drop

07/07/2008 - 04:59 von Johannes Bauer | Report spam
Hallo Gruppe,

wie schon in dem vorigen Posting angesprochen versuche ich eine SD-Karte
in einer uC-Schaltung anzusteuern. Gerade habe ich mir den Kopf
zerbrochen, wie ich das am geschicktesten mache - und komm irgendwie auf
keine gute Lösung.

Alles wird von Akkus versorgt, vier Stück, NiCd. Die Eingangsspannung
schwankt also von 3,6V (4 x 0,9V) bis 4,8V (4 x 1,2V).

Die SD-Karte hat einen Eingangsspannungbereich von 2,9 bis 3,6V
(Absolute Maximum liegt ein bischen darüber, da gibts Angaben von 4,0V
bis 4,6V in verschiedenen Datenblàttern - allerdings habe ich ein
Noname-Produkt und gehe daher vom schlimmsten Fall aus). Im Betrieb
braucht sie bei 3,6V immerhin gute 80mA. Das sind 288 mW.

Ein Standard-Linearregler scheidet IMHO aus, weil der Drop zu hoch wàre
(und die zu erzeugende Spannung von 2,9V zu niedrig). Lowdrop gibts
vielleicht was, da kenn ich mich aber nicht so aus - und ich errinere
mich dunkel dass hier schon auf Low-Dropout-Regler ordentlich geschimpft
wurde, weil die zum Schwingen neigen sollen.

Dioden in Serie - ich bràuchte mindestens 1,2V Drop um bei maximaler
Versorgungsspannung noch in den Ratings zu bleiben. Dann bin ich aber ab
4,1V schon an der Untergrenze, das heißt pro Akku ein gutes Volt - das
könnte gehen, am Ende funktioniert halt dann die Schaltung noch aber die
SD-Karte fàllt aus, auch irgendwie ungünstig, aber zur Not.

Vielleicht irgendein Trick mit einer Zenerdiode und einem Transistor?
Übersehe ich eine triviale Lösung?

Vielen Dank für eure Hilfe,
Johannes

"Wer etwas kritisiert muss es noch lange nicht selber besser können. Es
reicht zu wissen, daß andere es besser können und andere es auch
besser machen um einen Vergleich zu bringen." - Wolfgang Gerber
in de.sci.electronics <47fa8447$0$11545$9b622d9e@news.freenet.de>
 

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#1 Michael Rübig
07/07/2008 - 07:38 | Warnen spam
Hallo Johannes,

Ein Standard-Linearregler scheidet IMHO aus, weil der Drop zu hoch wàre
(und die zu erzeugende Spannung von 2,9V zu niedrig). Lowdrop gibts
vielleicht was, da kenn ich mich aber nicht so aus - und ich errinere
mich dunkel dass hier schon auf Low-Dropout-Regler ordentlich geschimpft
wurde, weil die zum Schwingen neigen sollen.



Die ganze Welt setzt LDOs ein, nur Jörg nicht, weil er mal schlechte
Erfahrungen gemacht hat. Suche Dir einen passenden 3V LDO bei TI oder
National aus, lese das Datenblatt bezüglich Ausgangskondensator (ESR)
genau durch und es wird funktionieren.
Es gibt sogar LDOs, die keinen Ausgangskondensator benötigen (REG102).

Wahrscheinlich hat Jörg damals den billigsten Regler genommen, schlechte
Erfahrungen gemacht und schließt jetzt auf alle anderen LDOs zurück.
Das ist wie, wenn man ein chinesisches Auto als Diesel kauft, schlechte
Erfahrungen macht, und deshalb nie wieder Diesel fàhrt.

Dioden in Serie - ich bràuchte mindestens 1,2V Drop um bei maximaler
Versorgungsspannung noch in den Ratings zu bleiben. Dann bin ich aber ab
4,1V schon an der Untergrenze, das heißt pro Akku ein gutes Volt - das
könnte gehen, am Ende funktioniert halt dann die Schaltung noch aber die
SD-Karte fàllt aus, auch irgendwie ungünstig, aber zur Not.

Vielleicht irgendein Trick mit einer Zenerdiode und einem Transistor?
Übersehe ich eine triviale Lösung?



Nimm nen LDO und Du musst Dich nicht mit den riesigen Toleranze aller
diskreten Lösungen rumschlagen.

Michael

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