Induktivität einer Spule...

21/02/2008 - 21:57 von Michael Hagedorn | Report spam
Folgende Frage kam neulich auf: Wie muss man eine Spule wickeln, damit
die Induktivitàt nahezu verschwindet? Meine Idee war, dass man den Draht
nicht komplett herumwickelt sondern sozusagen hin- und herwickelt.
Dadurch fließt der Strom nicht überall in die gleiche Richtung und es
baut sich kein (gleich gerichtetes) B-Feld auf... soweit so gut.

Eine andere Idee war nun diese: Man wickelt den Draht einfach so auf wie
eine Lakritzschnecke. Also nicht nebeneinander sondern übereinander.
Klappt das auch? Da ja für die Induktivitàt einer Spule gilt:
L= mu_0 mu_r N^2 A / l
bin ich mir nicht mehr so sicher, wenn man l quasi gegen Null streben
làßt
 

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#1 Hans-Bernhard Bröker
21/02/2008 - 23:23 | Warnen spam
Michael Hagedorn wrote:
Folgende Frage kam neulich auf: Wie muss man eine Spule wickeln, damit
die Induktivitàt nahezu verschwindet? Meine Idee war, dass man den Draht
nicht komplett herumwickelt sondern sozusagen hin- und herwickelt.



Das ist die Standardmethode. So wurden u.a. Meßwiderstànde aus
Metalldraht hergestellt: man nimmt zweiadrige Litze, wickelt die auf wie
auch immer man will, lötet dann am einen Ende die beiden Adern der Litze
zusammen, die anderen beiden làsst man als Bauteil-Anschlüsse offen.

Eine andere Idee war nun diese: Man wickelt den Draht einfach so auf wie
eine Lakritzschnecke. Also nicht nebeneinander sondern übereinander.
Klappt das auch? Da ja für die Induktivitàt einer Spule gilt:
L= mu_0 mu_r N^2 A / l



Nein, das gilt nicht für eine Lakritzschnecke. Das ist die Formel für
eine _lange_ Spule, bei der also l groß gegen sqrt(A) ist sie muss
lànger als dick sein. Die Schnecke ist das extreme Gegenbeispiel dazu.

bin ich mir nicht mehr so sicher, wenn man l quasi gegen Null streben
làßt



... dann wird die Formel ungültig. Das sieht man schon daran, dass L
dann gegen unendlich gehen müsste.

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