Informationen zum CERN: Unbekanntes Restrisiko beim teuersten Experiment aller Zeiten

29/10/2009 - 02:32 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin,

ich habe gestern die nachfolgende E-Mail erhalten, die ich hier mal
unkommentiert wiedergeben möchte:


Die Experimente am CERN

oder Warum wir nicht wirklich Angst vor kleinen Schwarzen Löchern
haben

Im November 2009 geht am CERN bei Genf der Large Hadron Collider in
Betrieb, der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Protonen
kollidieren mit einer Energiedichte, wie Sie noch nie zuvor auf der
Erde erzeugt wurde. Die Physiker am CERN wissen nach eigenen Aussagen
nicht, was sie entdecken werden. Einige hoffen, das Higgs-Teilchen zu
finden, andere hoffen, durch die Erzeugung kleiner Schwarzer Löcher zu
beweisen, dass das Universum mehr als 3 Raumdimensionen besitzt.

Der deutsche Physiker Prof. Stöcker hat sich sogar ein Patent
gesichert, mit Hilfe stabiler kleiner Schwarzer Löcher Energie zu
erzeugen.
http://www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp...YÞSC

Einige Wissenschaftler glauben, es sei nicht auszuschließen, dass
solche kleinen Schwarzen Löcher wachsen und die Erde zerstören
könnten. Das CERN dementiert diese Befürchtungen. Zwar besagt der
CERN-Sicherheitsreport, dass nach theoretischen Berechnungen noch in
unserer Generation die Erde durch das LHC-Experiment zerstört werden
könnte, jedoch wird versucht, dieses Szenario aufgrund theoretischer
Vergleiche aus der Kosmologie auszuschließen. Niemand möchte das über
6 Milliarden Euro teure Experiment aufgrund einer nur "hypothetischen"
Gefahr absagen.

Die meisten Menschen wissen weder von den Experimenten, noch von der
potentiellen Gefahr. Einige Menschen halten die Warnungen der
Wissenschaftler für dummes Zeug, hervorgebracht um sich wichtig zu
machen.

Diese Mail ist weder politisch motiviert noch richtet sie sich gegen
die Wissenschaft. Sie soll nur das nachholen, was das CERN bislang
versàumt hat: aufzeigen, dass eine Gefahr zwar relativ
unwahrscheinlich scheint, jedoch nicht auszuschließen ist.

Auf den kommenden Seiten wird der Sicherheitsreport des CERN unter die
Lupe genommen und Schwachstellen werden aufgedeckt. Ziel dieser E-Mail
ist es, die Bevölkerung über die potentiellen Gefahren aufzuklàren um
eines zu erreichen: die Einführung eines unabhàngig organisierten
Sicherheitsreportes und eines unabhàngigen Kontrollgremiums.

Bislang hat lediglich ein Gremium von CERN-eigenen oder CERN-nahen
Physikern selbst die Analyse durchgeführt. Die Ergebnisse wurden
geschönt und sehr stark vereinfacht in den Medien verkauft. Es gibt
mehrere vom CERN untersuchte Szenarien, bei denen die Experimente am
LHC eine Zerstörung der gesamten Erde zur Folge haben "könnte". Fragt
man einen CERN-Physiker, so hàlt er sàmtliche Szenarien für "eher
unwahrscheinlich", ausschließen möchte er aber natürlich keines. Das
bekannteste und anschaulichste Szenario ist die Erzeugung von kleinen
Schwarzen Löchern. Aus diesem Grund soll hier auch nur auf dieses
Szenario weiter eingegangen werden.

Es folgt ein wenig Physik, jedoch so verstàndlich wie möglich
aufbereitet. Also bitte dranbleiben.

Zur Erinnerung: Ein Schwarzes Loch ist eine Art Singularitàt, deren
Masse auf sehr kleinem Raum vereinigt ist. Aus diesem Grund ist die
Anziehungskraft nahe am Schwarzen Loch (am Schwarzschildradius) so
groß, dass nicht einmal Lichtwellen dem Black Hole (BH) entkommen
können.

Schwarze Löcher entstehen, wenn herkömmliche Materie sehr stark
zusammengepresst wird. Das passiert nach dem Verlöschen einer
entsprechend massereichen Sonne oder zum Beispiel in einem
Teilchenbeschleuniger, bei entsprechend hoher Energie. Bleibt die
Frage, wie schnell es durch zufàllige Begegnung mit Materie wachsen
kann, bis es schwer genug wird, selbst Materie anzusaugen.

Wàhrend ein kosmisches Schwarzes Loch eine sehr große Masse hat und
alles in seiner Umgebung verschlingt, hat ein "Mini Black Hole" (MBH)
nur eine kleine Masse und kann zunàchst keine Materie aktiv anziehen.
Die Berechnungen des CERN variieren zwischen 27 Jahren und mehreren
Milliarden Jahren, bis zur Vernichtung der gesamten Erde, je nachdem,
welche Parameter gewàhlt werden. Welche Parameter die richtigen sind,
weiß niemand. Dazu spàter mehr.

Lange galt es unter Wissenschaftlern als unwahrscheinlich, dass die
Energie in von Menschen geschaffenen Teilchenbeschleunigern groß genug
wàre, um Mini Black Holes (MBHs) zu erzeugen. Inzwischen ist die
Physikerwelt in zwei Hàlften gespalten. Die eine Hàlfte glaubt an die
Stringtheorie und erhofft die Erzeugung kleiner Schwarzer Löcher im
LHC. Die andere Hàlfte glaubt nicht an die Stringtheorie und damit
nicht an die Erzeugung dieser MBHs.

Im Jahre 2003 hat das CERN erstmals eine Studie in Auftrag gegeben,
die eine Gefàhrdung durch MBHs untersuchen soll.
http://doc.cern.ch/yellowrep/2003/2003-001/p1.pdf

Diese Studie enthàlt nur ein einziges Sicherheitsargument: Nach einer
30 Jahre alten Theorie von Stephen Hawking sollten kleine Schwarze
Löcher direkt nach ihrem Entstehen wieder zerstrahlen. Sollte dieser
Prozess schnell genug gehen, so hàtten diese Schwarzen Löcher keine
Chance zu wachsen.

Abgesehen davon, ob die Hawkingstrahlung überhaupt existiert, musste
die Zeit bis zum Zerstrahlen eines MBHs inzwischen mehrfach von
Physikern des CERN korrigiert werden. Angefangen hat es mit 10E-85 s,
spàter 10E-26 s. Erst im Januar 2009 wurde die maximale Lebensdauer
auf bis zu 100 Sekunden nach oben korrigiert.
http://arxiv.org/abs/0901.2948

Da die Existenz dieser "Hawkingstrahlung" noch nie bewiesen wurde und
viele Physiker deren Existenz anzweifeln, ist dieses
Sicherheitsargument inzwischen offiziell vom CERN nicht mehr als
Argument anerkannt, sondern dient lediglich als "Indiz". Trotzdem
wurde das LHC lange ohne einen stichhaltigen Sicherheitsreport weiter
gebaut.

Bei genauerer Betrachtung des Reports von 2003 fàllt nicht nur auf,
dass das einzige Sicherheitsargument inzwischen nicht mehr zàhlt,
sondern auch, dass der Report damals offensichtlich mit heißer Nadel
gestrickt wurde.

case of a new conserved quantum number Q stabilizing the black hole.
However, this is not the case because only extremal black holes are
stable; others will rapidly decay to extremal black holes in the
manner just discussed.--

"... nur große Schwarze Löcher sind stabil. Andere zerfallen in große
Schwarze Löcher, wie eben beschrieben ..." Das ist ein höchst
peinlicher Versprecher. Dies in dem offiziellen Dokument, das beweisen
soll, dass die künstliche Erzeugung von Schwarzen Löchern auf der Erde
keine Gefahr darstellen kann. Nicht wirklich beruhigend.

In den folgenden Jahren gab es weitere Untersuchungen von
Wissenschaftlern, die eine potentielle Gefahr ausschließen sollten.
Die umfangreichste Studie ist die von Giddings/Mangano aus dem Jahr
2008. Zwar ist diese Studie weitaus besser als die von 2003, jedoch
werden auch hier einige recht wahrscheinliche aber unbewiesene
Hypothesen herangezogen, um eine Gefahr auszuschließen.

Der neue offizielle Sicherheitsreport des CERN von 2008 beruft sich im
wesentlichen auf diese Arbeiten von Giddings/Mangano.
http://arxiv.org/abs/0806.3381

Die Studie ist wie folgt aufgebaut: Zunàchst wird die Dauer berechnet,
bis ein potentiell stabiles MBH, welches also nicht durch
Hawkingstrahlung zerfàllt, die gesamte Erde assimiliert (verschlungen)
hat. Dazu müssen einige den Physikern noch unbekannte Parameter
angenommen werden. Für einige Parameter, betràgt die errechnete Zeit
mehrere Milliarden Jahre.

range of 6-80 billion years, depending on the black hole mass.--

Diese Zahl kennen wir aus den Medien. Für eine andere Wahl der
Parameter kommen die gleichen Physiker auf andere Zahlen.

allowed crossover radius R_C are quite short.--

"... quite short" klingt etwas unpràzise. Giddings/Mangano formulieren
recht undurchsichtig und beim Einsetzen der Formeln kommt man auf ca.
600.000 Jahre, allerdings unter Annahme eines linearen Wachstums. Die
Wachstumsgeschwindigkeit für dieses Szenario ist laut G&M auch nicht
so wirklich verstanden.

one evolves through the warped regime. The precise form of the
evolution in this regime is not completely understood.--

Das lesen wir nur selten in den Medien.

Der Physiker Professor Stöcker, der mit dem Patent, drückt es etwas
direkter aus. Im schlimmsten Fall 27 Jahre bis zur Assimilierung der
gesamten Erde.
http://arxiv.org/abs/0807.3349v1

black hole would grow rapidly for one extra dimension. For one extra
dimension this results into an exponential growth [70]. According to
this estimate with one extra dimension, the earth would be accreted
into the black hole in 27 years.--

Natürlich versuchen Stöcker et al. dieses Szenario auszuschließen.

Das folgende Argument kennen einige vielleicht schon aus den Medien.
Es geht um den Vergleich mit der kosmischen Höhenstrahlung. Die
Kollisionsenergie am LHC entspricht der gleichen Energie, als würde
ein Teilchen der sogenannten kosmischen Höhenstrahlung mit einer
Energie von 10E17eV (Elektronenvolt) auf ein Teilchen der Atmosphàre
treffen. Da wir davon ausgehen, dass die kosmische Höhenstrahlung aus
Protonen besteht, die eine Energie von über 10E19eV besitzen, müssten
also ohnehin stàndig kleine schwarze Löcher in der Atmosphàre
entstehen. Das LHC wiederholt also angeblich nur das, was die Natur
ohnehin stàndig tut.

Dieses sehr einfache und einleuchtende Argument hat aber mehrere
Schönheitsfehler. Durch kosmische Höhenstrahlung erzeugte Schwarze
Löcher sind alle sehr schnell und würden die Erde in
Sekundenbruchteilen einfach durchtunneln und im All verschwinden. Am
LHC erzeugte Schwarze Löcher sind dagegen zumeist langsamer, da am LHC
die Protonen aus entgegengesetzten Richtungen kommen. Die Erde würde
also einige dieser Schwarzen Löcher einfangen und die Schwarzen Löcher
könnten wachsen. Schlimmstenfalls 27 Jahre bis zur Vernichtung der
gesamten Erde.

Aus der CERN Homepage
http://public.web.cern.ch/public/en...ty-en.html

interactions with the Earth would be very weak. Those produced by
cosmic rays would pass harmlessly through the Earth into space,
whereas those produced by the LHC could remain on Earth. However,
there are much larger and denser astronomical bodies than the Earth in
the Universe. Black holes produced in cosmic-ray collisions with
bodies such as neutron stars and white dwarf stars would be brought to
rest. The continued existence of such dense bodies, as well as the
Earth, rules out the possibility of the LHC producing any dangerous
black holes.--

Damit wàre das Argument eigentlich hinfàllig. Jedoch gibt es im
Weltall Objekte mit enorm hoher Dichte. Einige dieser so genannten
Neutronensterne und Weißen Zwerge würden theoretisch durch
Höhenstrahlung erzeugte MBHs einfangen und würden innerhalb kurzer
Zeit von dem wachsenden MBH verschlungen. Da wir seit einigen Jahren
jedoch viele Lichtjahre entfernte Neutronensterne und Weiße Zwerge
beobachten, ist es daher angeblich nicht möglich, dass durch
Energiedichten wie die am LHC Schwarze Löcher entstehen, die für die
Erde gefàhrlich sind. Dies ist der einzige Beweis, auf den die
CERN-Physiker vertrauen. Aufgrund dieses Beweises fühlt sich das CERN
berechtigt, kleine Schwarze Löcher zu erzeugen, um sie zu untersuchen
und eventuell sogar zur Energiegewinnung zu nutzen. Man kann sich
leicht vorstellen, dass dieser Beweis auf falschen Annahmen beruhen
könnte. Vor allem wenn man berücksichtigt, unter welchem Erfolgsdruck
das CERN steht. Es gab schon mehr als eine Studie zur Gefahrlosigkeit
von Atomkraftwerken oder Endlagern, die sich im Nachhinein als falsch
herausgestellt hat.

Erwàhnenswert ist hier die Tatsache, dass die starke kosmische
Höhenstrahlung noch nie verlàsslich gemessen wurde. Die Energie der
Höhenstrahlung wird aufgrund der Messung von Zerfallsprodukten
berechnet. Hierzu verwendet man das Standardmodell, welches zwar
beliebt, aber nicht bewiesen ist. Die so gewonnenen Ergebnisse der
verschiedenen Observatorien widersprechen sich teilweise. Die
unerklàrbaren Messwerte werden bequemerweise als Messfehler
interpretiert. Es gibt auch bislang keine einigermaßen gesicherte
Erklàrung, woher die hochenergetische Höhenstrahlung eigentlich
stammt.

Es gibt mehrere Szenarien, für welche das CERN-Sicherheitsargument
nicht gilt und bei dem die Erde durch die Experimente zerstört werden
könnte. Eines findet sich hier.
http://arxiv.org/abs/0808.1415

holes produced at particle colliders"--

Vereinfacht dargestellt wird hier berechnet, dass der heißersehnte
"Reliktkonverter", mit dem Prof. Stöcker unsere Energieprobleme lösen
möchte, höhere Energien abwirft als erwartet und die Erde quasi
innerlich aufheizt, bis kein Leben mehr möglich ist. Giddings/Mangano
behaupten einfach, diese Berechnungen wàren falsch. Auf die Vorwürfe,
dass im Gegenzug einige ihrer Annahmen willkürlich seien, steht die
Antwort noch aus. Das CERN setzt hier auf Hinhaltetaktik.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Physiker des CERN einige
Argumente gefunden haben, die gegen eine Gefahr sprechen. Andere
Wissenschaftler haben Argumente gefunden, die für eine Gefahr
sprechen. Die breite Öffentlichkeit kennt leider vor allem die Meinung
der CERN-Physiker und nimmt sie hin, als offizielle Meinung der
vermeintlichen Fachwelt.

Die Geschichte ist voll von Beispielen, bei denen die Fachwelt sich
geirrt hat. Ein sehr treffendes Beispiel ist die Zündung der ersten
Wasserstoffbombe mit Lithium 6 als Treibstoff, das sogenannte "Castle
Bravo Experiment" von 1954. Die "Fachwelt" war sich damals einig, dass
Lithium 6 reagieren wird, das auch enthaltene Lithium 7 jedoch nicht.
Die Sprengkraft wurde daher mit 4 bis maximal 6 Megatonnen TNT
vorhergesagt. Leider hielt sich die Physik jedoch nicht an die
theoretischen Überlegungen der Fachwelt. Lithium 7 reagierte und die
Sprengkraft betrug mit 15 Megatonnen TNT das dreifache wie
vorhergesagt. Mehrere 100 Menschen wurden verstrahlt.

Es ergibt sich nicht der Eindruck, als hàtte die Fachwelt aus diesem
Fehler gelernt, da dieses Experiment und seine Folgen den meisten
Physikern unbekannt ist.

Es gibt mehrere Klagen gegen die Inbetriebnahme des CERN. Die Gerichte
haben sie bislang auf Eis gelegt, da eine Gefàhrdung von den Kritikern
nicht bewiesen wurde. Es stellt sich die Frage, wer in der
Beweispflicht ist. Immerhin geht es um die Existenz der Erde.

Es gibt mehrere nicht widerlegte Szenarien von Wissenschaftlern, bei
denen die Experimente katastrophale Auswirkungen haben könnten. Die
Medienabteilung des CERN hat es jedoch verstanden, mit vereinfachten
Argumenten und durch Diskreditierung einiger Kritiker der
Öffentlichkeit glaubhaft zu machen, von den Experimenten könne
prinzipiell keine Gefahr ausgehen. Die Forderung nach einem
unabhàngigen Sicherheitsreport, der ganz einfach Fehler durch
selektive Wahrnehmung, Gruppenzwang oder ganz einfach wirtschaftliche
Interessen minimiert, wird daher vom CERN als unnötig abgewiesen. Der
Leser bilde sich bitte selbst seine Meinung, ob das Risiko für die
Erde tatsàchlich quasi "Null" ist.

Sollten Sie auch eine unabhàngig organisierte Risikobewertung (z. B.
durch das Bundesamt für Technikfolgenabschàtzung) unterstützen, so
müssen Sie jedoch aktiv werden. Weder die bisherigen Klagen noch die
Ratschlàge von Physikern, die genau das gefordert haben, hatten
bislang Erfolg. Schicken Sie bitte daher diese Pràsentation an
Freunde, Bekannte, Kollegen etc. Die Bevölkerung sollte wissen, warum
die Physiker glauben, es sei ungefàhrlich, auf der Erde den "Urknall"
zu simulieren und kleine Schwarze Löcher zu erzeugen. Bitte
diskutieren Sie das Thema auch untereinander. Nehmen Sie die
Informationen aus dieser Mail und vor allem aus den Medien nicht
einfach so hin, sondern überprüfen Sie sie. Überlegen Sie, was Sie für
richtig halten. Wenn Sie einen unabhàngigen Sicherheitsreport für
notwendig erachten, dann fordern Sie das auch. Schreiben Sie die
Medien und Politiker an. Wenden Sie sich an Leute mit Einfluss. Wenden
Sie sich an die physikalischen Lehrstühle, aber bleiben Sie kritisch.

Die Politik benutzt das CERN momentan lieber als Prestigeobjekt als
sich über die potentielle Zerstörung der Welt Gedanken zu machen. Das
CERN hat kein Interesse, das Risiko in der Öffentlichkeit zu
diskutieren. Wenn die Bevölkerung wüsste, dass ein Risiko zwar gering,
aber nicht auszuschließen ist, könnte das langersehnte und vor allem
teuerste Experiment aller Zeiten gestoppt werden.

Es liegt in der Natur des Menschen, eine Gefahr erst dann
wahrzunehmen, wenn sich erste Anzeichen dieser Gefahr manifestiert
haben. Vor Tschernobyl glaubten viele Menschen nicht an eine Gefahr
durch Atomkraftwerke. Vor Weihnachten 2004 hielten Menschen es für
überflüssig, ein Frühwarnsystem für Seebeben einzurichten. Heute
erwarten wir mit Spannung, ob die Physiker am CERN tatsàchlich, so wie
erhofft, Schwarze Löcher erzeugen werden. Über ein mögliches Risiko
denken wir nur kurz nach. Andere haben das ja schon für uns getan und
festgestellt, dass kein Risiko besteht.


Verzauberung der Gemüter, die uns dazu bringt, zu meinen, es sei ein
fortschrittliches und ein technisches Verhalten, daß man alles, was
technisch möglich ist, auch ausführt. Mir scheint das nicht
fortschrittlich, sondern kindisch. Es ist das typische Verhalten einer
ersten Generation, die alle Möglichkeiten ausprobiert, nur weil sie
neu sind, wie ein spielendes Kind oder ein junger Affe. Wahrscheinlich
ist diese Haltung vorübergehend notwendig, damit Technik überhaupt
entsteht. Reifes technisches Handeln aber ist anders. Es benützt
technische Geràte als Mittel zu einem Zweck. Den Raum der Freiheit
planen kann nur der Mensch, der Herr der Technik bleibt.--

Carl Friedrich von Weizsàcker


Die Arbeit von Giddings und Mangano habe ich unter
<http://www.ketweb.de/stellungnahmen...no.pdf>
gefunden.


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 FritzS
29/10/2009 - 06:19 | Warnen spam
Ralf . K u s m i e r z schrieb:

Moin,

ich habe gestern die nachfolgende E-Mail erhalten, die ich hier mal
unkommentiert wiedergeben möchte:


Die Experimente am CERN

oder Warum wir nicht wirklich Angst vor kleinen Schwarzen Löchern
haben

Im November 2009 geht am CERN bei Genf der Large Hadron Collider in
Betrieb, der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Protonen
kollidieren mit einer Energiedichte, wie Sie noch nie zuvor auf der
Erde erzeugt wurde. Die Physiker am CERN wissen nach eigenen Aussagen
nicht, was sie entdecken werden. Einige hoffen, das Higgs-Teilchen zu
finden, andere hoffen, durch die Erzeugung kleiner Schwarzer Löcher zu
beweisen, dass das Universum mehr als 3 Raumdimensionen besitzt.

Der deutsche Physiker Prof. Stöcker hat sich sogar ein Patent
gesichert, mit Hilfe stabiler kleiner Schwarzer Löcher Energie zu
erzeugen.
http://www.wipo.int/pctdb/en/wo.jsp...YÞSC



Wenn sich Prof. Stöcker und andere namhafte Wissenschaftler sich selbst
nicht eins sind ob Gefahr ausgeht - dann Stopp!

Die Politik benutzt das CERN momentan lieber als Prestigeobjekt als
sich über die potentielle Zerstörung der Welt Gedanken zu machen. Das
CERN hat kein Interesse, das Risiko in der Öffentlichkeit zu
diskutieren. Wenn die Bevölkerung wüsste, dass ein Risiko zwar gering,
aber nicht auszuschließen ist, könnte das langersehnte und vor allem
teuerste Experiment aller Zeiten gestoppt werden.



Das Projekt muß ja nicht gànzlich gestoppt werden, es genügt die
Leistung nicht in jene kritischen Bereiche hoch zu fahren bis man mehr
darüber weiß.

Alle Experten (auch die Kritiker!) sollten sich rasch an »den runden
Tisch« setzten und über das Risiko reden. Erst wen alle der Meinung sind
die »Stoß«-Energie erhöhen zu können, sollte es geschehen.

Es liegt in der Natur des Menschen, eine Gefahr erst dann
wahrzunehmen, wenn sich erste Anzeichen dieser Gefahr manifestiert
haben. Vor Tschernobyl glaubten viele Menschen nicht an eine Gefahr
durch Atomkraftwerke. Vor Weihnachten 2004 hielten Menschen es für
überflüssig, ein Frühwarnsystem für Seebeben einzurichten. Heute
erwarten wir mit Spannung, ob die Physiker am CERN tatsàchlich, so wie
erhofft, Schwarze Löcher erzeugen werden. Über ein mögliches Risiko
denken wir nur kurz nach. Andere haben das ja schon für uns getan und
festgestellt, dass kein Risiko besteht.



Wir opfern anscheinend dem blinden Glauben an den Fortschritt unsere
Vorsicht.

Was noch hinzu kommt, wenn man dieses Projekt öffentlich als bedenklich
erklàrt làuft man in Gefahr als fortschrittsfeindlicher Spinner
abgekanzelt zu werden der keine Ahnung hat!

Aber was wissen »wir« tatsàchlich über den _eigentlichen_ Aufbau des
Universums, wo doch etliche Wissenschaftler zugeben (müssen) über
bestimmte Punkte hinaus ist derzeit alles nur Spekulation?

Und da soll am noch Vertrauen in die Aussagen einiger Wissenschaftler
haben das Cern LHA Experiment sei ungefàhrlich - wenn sich die namhaften
Leute sich selbst nicht einig sind!

Prof. Lesch sagte sinngemàß »um das Universum als Ganzes verstehen zu
können müssten wir außerhalb stehen!«.
Ich kann dem nur hinzufügen »um uns Menschen vollkommen verstehen zu
können, dürften wir keine Menschen sein!«

Verzauberung der Gemüter, die uns dazu bringt, zu meinen, es sei ein
fortschrittliches und ein technisches Verhalten, daß man alles, was
technisch möglich ist, auch ausführt. Mir scheint das nicht
fortschrittlich, sondern kindisch. Es ist das typische Verhalten einer
ersten Generation, die alle Möglichkeiten ausprobiert, nur weil sie
neu sind, wie ein spielendes Kind oder ein junger Affe. Wahrscheinlich
ist diese Haltung vorübergehend notwendig, damit Technik überhaupt
entsteht. Reifes technisches Handeln aber ist anders. Es benützt
technische Geràte als Mittel zu einem Zweck. Den Raum der Freiheit
planen kann nur der Mensch, der Herr der Technik bleibt.--



Ein wahres und weises Wort!

Die Politik schlàft dazu! Unser österr. Wissenschafts-Minister Hahn hat
was anderes zu tun .. aber das ist eine andere Geschichte.


VLG
Fritz Stockhammer

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