init.d Prozessreihenfolge

15/09/2009 - 23:30 von Paul-Wilhelm Hermsen | Report spam
Nachdem ich jetzt erfolgreich den Dienst smbfs zum Leben erweckt habe,
taucht das Problem auf, das der Dienst in den jeweiligen Runlevels zu früh
gestartet wird. Via wlan und openvpn ensteht nàmlich die Schnittstelle tun0
über die dann die fernen Sambafreigaben gemountet werden sollen. Da smbfs
aber vor der Initialisierung des wlans und vor openvpn ausgeführt wird,
geht das Mounten ins Leere.
Kann man mittels insserv die genaue Position des zu installierenden Dienstes
angeben, z.B, Dienst soll als letzte Position in den Runlevels starten,
gibt es eine andere, adàquate, möglichst einfache Steuerungsmöglichkeit für
die init.d-Prozesse, oder muss da mühsam von Hand gestrickt werden?
 

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#1 Stefan Dreyer
16/09/2009 - 00:26 | Warnen spam
Paul-Wilhelm Hermsen wrote:
Kann man mittels insserv die genaue Position des zu installierenden Dienstes
angeben, z.B, Dienst soll als letzte Position in den Runlevels starten,



Da habe ich keine gesehen. Du kannst im Skript selbst angeben, welches
Skript gestartet sein muss. Schau Dir die Initskripte einfach mal an.

gibt es eine andere, adàquate, möglichst einfache Steuerungsmöglichkeit für
die init.d-Prozesse, oder muss da mühsam von Hand gestrickt werden?



Das ist eigentlich ganz einfach. In den /etc/init.d/rc<n>.d liegen
jeweils Symlinks zu den Startskripten in /etc/init.d für den jeweiligen
Runlevel, z.B. 5 für KDM/XDM oder 3 für Konsole.
Diese Symlinks heißen entweder S<nn>servicename wobei nn die Reihenfolge
des aufrufens angibt. Analog mit K<nn>... die Stopskripte absteigend
nummeriert.
Wenn Du also jetzt Deinen mount-Befehl z.B. S20smbfs heißt und Openvpn
S40openvpn heißt, nennst Du einfach S20smbfs in S45smbfs um. Für das
Stopskript dann entsprechend, damit ein umount durchgeführt wird, bevor
die Verbindung beendet wird.

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