Interessante Speicherlösung?

05/02/2013 - 09:33 von befr | Report spam
Ich habe gerade bei TidBits vom Transporter gelesen:
<http://www.filetransporter.com/>

Ist ja theoretisch eine ganz nette Idee für Leute wie mich, die
Cloud-Diensten nicht trauen.

Stutzig macht mich bloß:

-Das Ding wurde vom gleichen Team entwickelt, von dem auch der Drobo
kommt (der ja bekanntlich seine Macken hat).

-Keine nachvollziehbaren Daten zum Thema sicherheit. Sie behaupten zwar
"100% Private", schreiben aber nichts über die angewandte Technik.

Ich bin mal gespannt, wie sich das Ding entwickelt...
 

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#1 Thomas Kaiser
05/02/2013 - 10:26 | Warnen spam
Bernd Fröhlich schrieb in <news:1kxtbmw.ygsf1614xxnc0N%
Ich habe gerade bei TidBits vom Transporter gelesen:
<http://www.filetransporter.com/>

Ist ja theoretisch eine ganz nette Idee für Leute wie mich, die
Cloud-Diensten nicht trauen.

Stutzig macht mich bloß:

-Das Ding wurde vom gleichen Team entwickelt, von dem auch der Drobo
kommt (der ja bekanntlich seine Macken hat).

-Keine nachvollziehbaren Daten zum Thema sicherheit. Sie behaupten zwar
"100% Private", schreiben aber nichts über die angewandte Technik.

Ich bin mal gespannt, wie sich das Ding entwickelt...



Es sind Gehàuse für 2,5"-Festplatten, die man sich nach hause oder ins
Büro stellt. Die Dinger sprechen im LAN CIFS (sind also NAS-Eimer).
Soweit nichts Neues, diese Funktionalitàt gibt's seit Ewigkeiten.

Man kann über's Internet drauf zugreifen -- auch das nix Neues. Der
remote Datenzugriff ist angeblich mit AES 256 Bit verschlüsselt (ohne
daß man das Verfahren analysiert hat, kann man nichts dazu sagen, da in
der Kryptographie gerne kleine Implementierungsfehler das komplette
Konzept ad absurdum führen). Das Ding kann offsite-Backups auf andere
"Transporter"-Dinger machen. Auch nix Neues.

Das einzig Neue ist die geheimnisvolle Sachen namens "Social Storage".
Verschiedene Transporter-Devices können sich über einen von
Filetransporter gehosteten Cloud-Service irgendwie miteinander
vernetzen. Die Daten an sich bleiben dabei laut Filetransporter immer
"100% private", weil sie ja nur auf den Devices der User seien und nicht
irgendwo in er Cloud. Gleichzeitig soll dieser Cloud-Service
sicherstellen, daß verschiedene Devices, die alle irgendwo lokal
herumstehen, ihre Daten syncen. Bedeutet: Bullshit, denn wer garantiert
Dir, daß der koordinierende Cloud-Service alles richtig macht? Und daß
nicht Deine Daten grad auf ein völlig falsches Device gesynct werden?

Das einizg wirklich Neue an den Kasterl ist, daß Drobo-Style Marketing
angewandt wird. Das auf die aus Herstellersicht verlàßlichste
Zielgruppe, nàmlich Dumme, zugeschnitten ist. Drum wird das Ding auch
einschlagen.

Es gibt sicher ausreichend Leute, die den Filetransporter-Aussagen
Glauben schenken, Cloud-basiertes Backup würde "Monate dauern" (die
Limitation dabei ist die Uplink-Speed des Anwenders -- wenn der halt nur
lahmes ADSL hat, das mit 256 KBit/sek Daten ins Internet schieben kann,
dann dauert eben Backup ewig). Daß man mit den Transporter-Devices 1:1
das gleiche Problem hat, nàmlich die Uplink-Geschwindigkeit des eigenen
Internet-Zugangs limitierend ist, um die Daten auf irgendein anderes
Transporter-Kasterl zu bekommen, wird vielen erst auffallen, wenn's zu
spàt ist (man das Zeugs also gekauft hat).

Und der lustige Unterschied zur "Cloud" ist ja der, daß wenn man die
Uplink-Hürde mal genommen hat und die Daten auf irgendwelchen Cloud-
Servern liegen, die dann meist hochperformant angebunden sind. Die
Achillesferse des Transporters ist und bleibt immer der Uplink-Speed.
Ein randvolles Transporterchen mit bspw. 2 TByte hinter einem ADSL-
Anschluß mit bspw. 512 KBit/sek Uplink bedeutet, daß Du niemals von
draußen mit mehr als ca. 60 KByte/sek auf Deine 2 TByte zugreifen werden
kannst. Bzw. es um die 9000 Stunden dauert, bis Du die 2 TByte komplett
runtergeladen hast. Aber hey, das ist eh nur knapp über ein Jahr!

Das Ding wird ein Erfolg. Gefàlliges Design, hohle Phrasen und die
richtige Zielgruppe im Blick. Da kann nix schiefgehen.

Gruss,

Thomas

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