Internet-Freiheit in Gefahr

22/01/2014 - 08:35 von Fritz | Report spam
<http://fm4.orf.at/stories/1732101/>
Zitat (auszugsweise):
»Internet-Freiheit in Gefahr

Services großer Konzerne sollen im Internet Vorrang erhalten, andere
ohne richterliche Kontrolle gesperrt werden können. Eine geplante
EU-Verordnung löst massive Kritik aus.

Stell dir vor, du ziehst in eine Wohnung und willst einen
Internet-Anschluss anmelden. Der Provider bietet dir aber nicht eine
Auswahl aus zwei oder drei Tarifen an, sondern viele kleine
Servicepakete – zum Beispiel ein „Musikpaket“, ein
„Social-Networking-Paket“, ein „Videopaket“ und vieles mehr. Dienste,
für die du nicht extra bezahlst, werden dir nur sehr langsam geliefert
oder bleiben gar gesperrt.

Bisher werden alle Dienste im Internet neutral behandelt. Ein Aufruf bei
Google erhàlt also genausoviel Bandbreite wie der des privaten Blogs von
Franz Huber. Deshalb spricht man auch von Netzneutralitàt.

Die EU-Kommission hat jetzt aber eine neue Verordnung vorgeschlagen, die
es Internetprovidern erlauben würde, für verschiedene Onlinedienste
zusàtzliche Gebühren zu verlangen. Diese werden im Entwurf "Specialised
Services" genannt und könnten ein Zwei-Klassen-Internet nach sich
ziehen, in dem sich Konzerne eine Überholspur im Internet leisten
können, wàhrend alle anderen auf der Strecke bleiben.

Dabei sah es vier Jahre lang so aus, als wolle die EU-Kommision die
Netzneutralitàt in Europa gesetzlich verankern. Doch der Vorschlag, den
sie letztlich vorgelegt hat, scheint auf das genaue Gegenteil
hinauszulaufen. Zahlreiche Organisationen in ganz Europa sehen die
Freiheit des Internet in der EU so stark gefàhrdet, dass sie sich zur
Plattform savetheinternet.eu zusammengeschlossen haben.


<http://savetheinternet.eu/de/>
»Extra zahlen für jeden Internetdienst
Der Vorschlag der EU-Kommission für eine Verordnung sieht vor, dass
Internetprovider für jeden Onlinedienst zusàtzliche Gebühren verlangen
können. Diese Regelung für "Specialised Services" könnte zu einem
Zwei-Klassen-Internet führen, in dem sich nur große Konzerne eine
"Überholspur" im Internet kaufen können.«

Nach TTIP die zweite 'große Baustelle' die es für die Aufrechterhaltung
der Freiheit zu bewàltigen gibt! Momentan sind 'unsere' EU Abgeordneten
sehr 'empfànglich' für einen Protest (da Vorwahlzeit) - das gilt es
auszunutzen!

fup2 at.gesellschaft.politik

Fritz
Es is´ alles Chimàre, aber mich unterhalt´s!
Ironie, Satire, Farce, Persiflage, Metapher sind keinesfalls ausgeschlossen
 

Lesen sie die antworten

#1 Fritz
23/01/2014 - 13:48 | Warnen spam
Am 22.01.14 19:27, schrieb Martin Hotze:
Am 22.01.2014 08:35, schrieb Fritz:
><http://fm4.orf.at/stories/1732101/>
>Zitat (auszugsweise):
>»Internet-Freiheit in Gefahr
>
>Services großer Konzerne sollen im Internet Vorrang erhalten, andere
>ohne richterliche Kontrolle gesperrt werden können. Eine geplante
>EU-Verordnung löst massive Kritik aus.
>
>(...)
>
>fup2 at.gesellschaft.politik
>


du willst das_DORT_ diskutieren? na dann viel Spass dort.



Hast eh recht damit - aber es wàre halt auch vorrangig ein politisches
Thema! Ich lenke es wieder als Teilthread nach at.internet.provider

OnT: jaja ...19,90 und so vote with your money ... am Ende muss
dann sehen dass man mit Zusatzservices wieder draus kommt.



24,90 für Gigaspeed 16 (VDSL2) - ist doch kein absoluter Tiefstpreis, oder?

Martin, was ist eigentlich deine Einstellung zum Thema?

Ein paar zusàtzliche Inputs zum Thema:
<http://savetheinternet.eu/de/>
Zitat:
»Was passiert in der EU?
Neelie Kroes, die EU-Kommissarin für die digitale Agenda, hat
versprochen Netzneutralitàt zu schützen, doch ihre Position hat sich in
den letzten Jahren signifikant geàndert. Ihr Vorschlag für die
Verordnung eines europàischen Binnenmarktes für Telekommunikation zeigt
diese Verànderung sehr deutlich. Wàhrend wir die Intention
Netzneutralitàt europaweit gesetzlich vorzuschreiben befürworten, sehen
wir viele problematische Schwachstellen in dem Vorschlag der Kommission.
Doch solche Schwachstellen lassen sich lösen. Derzeit liegt der
Vorschlag in den Hànden des EU-Parlaments und wird in verschiedenen
Komitees bearbeitet, wobei das Komitee für Industrie, Forschung und
Energie (kurz ITRE) federführend daran arbeitet. Da die Verànderungen in
anderen Komitees den Kommissionsvorschlag noch drastisch verschlechtert
haben und ein sehr strikter Zeitplan besteht, um noch vor den
Parlamentswahlen im Mai 2014 eine fertige Verordnung beschlossen zu
haben, sind die Einflussmöglichkeiten von verschiedenen NGOs und der
Zivilgesellschaft sehr gering.«

Das EU Dokument
<http://ec.europa.eu/information_soc...cfm?doc_id'34>

Weiterführend:
<http://edri.org/european-parliament...ernet/>

<http://www.laquadrature.net/en/Net_neutrality>

<https://netzpolitik.org/2014/saveth...itaet/>

<http://www.heise.de/netze/meldung/E...7.html>

<http://derstandard.at/1388650952297...Gesetz>

<http://blog.zdf.de/hyperland/2014/0...itaet/>

<http://www.gulli.com/news/23039-30c...-12-28>

<http://media.ccc.de/browse/congress...r.html>


Fritz
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