invariante Geschwindigkeit

17/01/2009 - 20:58 von ChristianT | Report spam
Hallo Leute,
die invariante Geschwindigkeit stellt ja die absolute
Grenzgeschwindigkeit dar.
Im Prinzip wurde dies in einem Script so dargestellt, dass die
invariante Geschwindigkeit berechnet wurde und erst "danach" ist man
darauf gekommen, dass die LG die selbe Größe hat.
Ich frage mich nun mit welchem Experiment man die invariante
Geschwindigkeit ermittelt hat ohne Licht dabei zu verwenden.

mfg
Christian Tauschek
 

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#1 Hendrik van Hees
18/01/2009 - 10:46 | Warnen spam
ChristianT wrote:

Hallo Leute,
die invariante Geschwindigkeit stellt ja die absolute
Grenzgeschwindigkeit dar.
Im Prinzip wurde dies in einem Script so dargestellt, dass die
invariante Geschwindigkeit berechnet wurde und erst "danach" ist man
darauf gekommen, dass die LG die selbe Größe hat.
Ich frage mich nun mit welchem Experiment man die invariante
Geschwindigkeit ermittelt hat ohne Licht dabei zu verwenden.



Historisch gesehen, ging es etwas anders. Nach jahrzehntelanger
weltweiter Forschung auf dem Gebiet der Elektromagnetik haben
schließlich Maxwell und seine Nachfolger, insbesondere Heaviside, die
heutzutage Maxwellgleichungen genannten Gleichungen als Theorie der
elektromagnetischen Erscheinungen aufgestellt. Da taucht, in
physikalisch natürlicheren als den SI Einheiten, ein Parameter c mit
Dimension Geschwindigkeit auf. Dieses c erweist sich als
Phasengeschwindigkeit für em. Wellen im Vakuum.

Dann hat man bemerkt, daß die Maxwellgleichungen nicht invariant unter
Galileitransformationen sind. Wàren die Galileitransformationen die
korrekte Transformation zwischen Inertialsystemen müßte insbesondere
die Phasengeschwindigkeit der em. Wellen von der Bewegung ihrer Quelle
abhàngen, was sie aber mit hoher Pràzision experimentell bestàtigt
nicht tun. Poincare, Lorentz und schließlich Einstein sind dann darauf
gekommen, daß die richtige Transformation die Lorentztransformation
ist, was nicht weniger bedeutet als daß die Raumzeitstruktur anders zu
beschreiben ist als durch die Galilei-Newtonsche Theorie. Das ist die
spezielle Relativitàtstheorie (SRT).

Es stellt sich also heraus, daß die SRT nicht bloß für em. Erscheinungen
gelten muß, sondern überhaupt für alle Naturphànomene. Die Konstante c
in den Maxwellgleichungen erweist sich als fundamentale Naturkonstante,
nàmlich also die Grenzgeschwindigkeit für die kausale
Signalausbreitung.

Hendrik van Hees Institut für Theoretische Physik
Phone: +49 641 99-33342 Justus-Liebig-Universitàt Gießen
Fax: +49 641 99-33309 D-35392 Gießen
http://theory.gsi.de/~vanhees/faq/

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