Ist SLAAC tot weil Microsoft es nicht brauchbar implementiert?

23/09/2014 - 19:33 von Ralph Aichinger | Report spam
Sorry, wenn in der nàchsten Zeit ein paar IPv6-Fragen von mir hier
aufschlagen, die vielleicht etwas naiv klingen, bin grad beim
einarbeiten.

Wird in real existierenden IPv6 Netzwerken SLAAC wirklich verwendet,
bzw. ist es in der Praxis sinnvoll verwendbar?

Microsoft scheint nicht gewillt zu sein, DNS per SLAAC/RFC6106 zu sprechen,
was SLAAC in heterogenen Netzen etwas entwertet (wenn man sowieso einen
DHCPv6-Server braucht um an Windows-Clients den DNS zu verteilen, dann
kann man so auch gleich die Adressen zuteilen, oder nicht)?

Ist dadurch SLAAC überhaupt eine Totgeburt, und sollte man sich
auf DHCPv6 auch in Unix-lastigen Netzen festlegen?

Oder ist zu erwarten, daß Microsoft irgendwann mitzieht und das
auch implementiert?

Und: Wie schaut es mit dem Parallelbetrieb von DHCPv6 und SLAAC aus,
macht das Probleme?
/ralph
 

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#1 Juergen Ilse
23/09/2014 - 21:08 | Warnen spam
Hallo,

Ralph Aichinger wrote:
Sorry, wenn in der nàchsten Zeit ein paar IPv6-Fragen von mir hier
aufschlagen, die vielleicht etwas naiv klingen, bin grad beim
einarbeiten.
Wird in real existierenden IPv6 Netzwerken SLAAC wirklich verwendet,
bzw. ist es in der Praxis sinnvoll verwendbar?



Ich verwende es bei mir im Heimnetz durchaus. Allerdings ist mein Heim-
netz auch insofern restriktiv, dass ich keine Fremdgeraete hineinlasse
(ich betreibe keine LAN-Partys und habe auch sonst i.d.R. keine Gaeste,
die eigene Hardware mitbringen).

Microsoft scheint nicht gewillt zu sein, DNS per SLAAC/RFC6106 zu sprechen,
was SLAAC in heterogenen Netzen etwas entwertet (wenn man sowieso einen
DHCPv6-Server braucht um an Windows-Clients den DNS zu verteilen, dann
kann man so auch gleich die Adressen zuteilen, oder nicht)?



Ich konfiguriere bei mir den DNS manuell. Allerdings vor allem deshalb,
weil meine Firewall den DNS nicht per SLAAC verteilen kann ...

Und: Wie schaut es mit dem Parallelbetrieb von DHCPv6 und SLAAC aus,
macht das Probleme?



SLAAC ermoeglicht es, den DHCPv6 "stateless" zu betreiben, d.h. er
liefert nur die Daten aus, die nicht per SLAAC geliefert werden,
und weil der DHCP-Server dann fuer alle Rechner das selbe liefert
und ueber die IP-Adressen kein Buch fuehren muss, kann der DHCP
dann viel einfacher werden. Die Kombination DSLAAC + DHCPv6 ist
also durchaus sinnvoll (auch wenn ich das noch nicht benutzt habe).

Tschuess,
Juergen Ilse ()
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

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